1. FC Union Berlin schlägt Eintracht Frankfurt und bestätigt Europacup-Ambitionen

Der 1. FC Union Berlin hat die Partystimmung von Eintracht Frankfurt mit einem 2:0 (2:0) am 30. Spieltag der Bundesliga jäh beendet. Drei Tage nach dem 3:2 beim FC Barcelona in der Europa League musste die Eintracht mit dem Berliner Doppelschlag durch Taiwo Awoniyi (17.) und Grischa Prömel (21.) einen herben Dämpfer hinnehmen. Die Unioner festigten durch den Heimsieg dagegen Platz sechs.

Taiwo Awoniyi

Fotocredit: Getty Images

Für Eintracht Frankfurt kehrte nach dem furiosen 3:2-Sieg im Camp Nou gegen den FC Barcelona und dem damit verbundenen Einzug ins Europa-League-Halbffinale der Liga-Alltag zurück. SGE-Coach Oliver Glasner warf die Rotationsmaschine an, indem er im Vergleich zum Donnerstag sechsmal tauschte. Dessen Gegenüber, Urs Fischer, wechselte im Vergleich zum 4:1-Derbysieg bei Hertha BSC zweimal.
Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballaktionen, sie schafften es aber nur selten, sich mit dem Spielgerät im Angriffsdrittel zu positionieren. Union trat von Beginn an energischer auf, drang vor allem dank seines vertikalen Spiels in die Spitze einige Male in die Gefahrenzone ein und suchte schnell den Abschluss.
Nach absolvierter Anfangsviertelstunde schossen sich die Köpenicker leistungsgerecht in Front. Taiwo Awoniyi entwischte Martin Hinteregger, der in einem Laufduell mit dem Nigerianer zu Boden ging, dabei aber nicht gefoult wurde. Awoniyi drang in den Strafraum ein und traf per Flachschuss zum 1:0 (16.).
Fünf Minuten später leistete sich Kristijan Jakić links im Sechzehner einen haarsträubenden Ballverlust. Genki Haraguchi leitete zu Grischa Prömel weiter, der aus 17 Metern rechts oben einschoss. Die 2:0-Pausenführung der Eisernen war hochverdient und hätte mit einer besseren Chancenverwertung durchaus noch höher ausfallen können.
Im zweiten Durchgang passierte nicht viel. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken im Mittelfeld, zwingende Torchancen waren Mangelware. Die Hausherren fokussierten sich auf die Ergebnisverwaltung. Frankfurt fand weiterhin nur selten ein Durchkommen in aussichtsreiche Abschlusspositionen.
Von einer Schlussoffensive war nichts zu sehen. Das Spiel plätscherte vor sich hin und endete mit 2:0, womit Union Berlin erstmals in der Vereinsgeschichte zu Hause gegen die SGE gewann und diese in der Tabelle auf acht Punkte distanzierte. Außerdem entschied Fischer in der Bundesliga erstmals ein Trainerduell mit Glasner für sich. Zuvor zog er gegen den gebürtigen Salzburger dreimal den Kürzeren (zwei Unentschieden).

Die Stimmen:

Rani Khedira (1. FC Union Berlin): "Ich glaube, wir haben eine sehr, sehr starke Unioner Mannschaft gesehen und eine träge, müde Mannschaft aus Frankfurt. Wir haben sie ein Stück weit überrannt, überrollt - und das war auch unser Vorhaben. Von dem her war es eine nahezu perfekte erste Halbzeit."
Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Heute muss man einfach sagen, dass wir nicht in der Lage waren, hier zu gewinnen. Eine absolut verdiente Niederlage. Union ist einfach eine sehr, sehr gut organisierte Mannschaft, die mit sehr, sehr viel Wucht spielt."
Jens Grahl (Eintracht Frankfurt): "Natürlich wäre ich heute lieber mit einem Sieg nach Hause gegangen, aber die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft - hat leider nicht gereicht. Aber trotzdem: Ich habe viel Spaß, nach so langer Zeit wieder im Tor zu stehen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Gelungene Kruse-Kompensation?

Der 1. FC Union Berlin scheint wieder einmal den Weggang eines Leistungsträgers kompensiert zu haben. Zwar kann so etwas bei der Klasse eines Max Kruse nur in seltenen Fällen durch einen einzigen Spieler gelingen, die Eisernen schafften dies allerdings, den Eindrücken aus den vergangenen Wochen, nach im Kollektiv. Dafür benötigte es jedoch einige Partien. Mittlerweile überzeugt die Mannschaft von Erfolgstrainer Fischer wieder spielerisch. In der Bundesliga ist sie seit drei Begegnungen ungeschlagen, fuhr dabei die maximalen neun Punkte ein und erzielte sieben Tore.

Die Statistik: 2164

Jens Grahl vertrat Kevin Trapp, der wegen einer Bänderdehnung im Handgelenk nicht zur Verfügung stand. Der 33-jährige Keeper kam somit zu seinem Pflichtspieldebüt für Eintracht Frankfurt und stand erstmals seit 2164 Tagen wieder in der Bundesliga zwischen den Pfosten.
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Quelle: Eurosport

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