Union Berlin zwingt Hertha BSC im Berlin-Derby in die Knie - Awoniyi und Trimmel treffen

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Union Berlin hat am 12. Bundesliga-Spieltag das Hauptstadt-Derby gegen Hertha BSC mit 2:0 (2:0) für sich entschieden. Taiwo Awoniyi (8.) und Christopher Trimmel (30.) erzielten vor 22.012 Zuschauernim Stadion An der Alten Försterei die Tore für die Gastgeber, die in der Tabelle mit 20 Punkten auf Platz fünf kletterten. Die Hertha bleibt mit 13 Zählern als 13. im Mittelfeld.

Union Berlin gewinnt das Derby gegen Hertha BSC

Fotocredit: Getty Images

Im fünften Berliner Bundesligaderby zwischen Union Berlin und der Hertha erwischten die Eisernen an der Alten Försterei einen Start nach Maß in die Begegnung und nutzten einen individuellen Fehler auf Seiten der Gäste eiskalt zur Führung aus.
Nach einem Chippass von Niko Gießelmann verfehlte Marton Dárdai den Ball beim Klärungsversuch und ermöglichte somit Taiwo Awoniyi freie Bahn aufs Tor. Der Angreifer ließ sich das Gastgeschenk nicht nehmen und schob aus 15 Metern flach zu seinem achten Saisontor ins linke Eck ein (8.).
Union strahlt über den gesamten ersten Durchgang hinweg mehr Torgefahr als die Herthaner aus und baute die Führung nach einer halben Stunde weiter aus. Eine Ecke der Hausherren rutschte bis zu Christopher Trimmel am Strafraumeck durch. Der Österreicher ging mit seiner Direktabnahme volley Risiko und traf über den linken Innenpfosten sehenswert zum 2:0 (30.).
Die offensiv bieder auftretende Hertha verbuchte in Hälfte eins durch Peter Pekarik nur einen gefährlichen Torabschluss (37.) und hatte in der Nachspielzeit etwas Pech, als ein Pekarik-Treffer aufgrund einer knappen Abseitsposition von Mittelstürmer Krzysztof Piątek nachträglich vom VAR aberkannt wurde (45.+3).
Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste zwar den Willen zu mehr Offensive, die besseren Chancen verbuchten aber weiter die Hausherren. Kruse scheiterte von der Strafraumgrenze an Alexander Schwolow (58.), kurz darauf warf sich Dárdai in letzter Sekunde vor der Linie in den Abschluss von Genki Haraguchi (62.).
Ein harmloser Schlenzer von Ishak Belfodil von der Strafraumgrenze blieb die gefährlichste Hertha-Aktion des zweiten Durchgangs (81.). Kurz vor Schluss verpasste Sheraldo Becker ein noch höheres Ergebnis für die Eisernen, als der Niederländer nach einem Konter die Oberkante der Latte traf (89.) - am hochverdienten Derbysieg für Union änderte dies freilich nichts mehr.

Die Stimmen:

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Meine Mannschaft hat sehr viel Leidenschaft gezeigt, war sehr kompakt und griffig. Das erste Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt, es gab uns Ruhe und Sicherheit. Ich genieße den Moment wirklich."
Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Wir sind in der ersten Halbzeit gut reingekommen, der Gegner ging aber viel zu einfach in Führung. Wir sind mit dem Ballbesitz nicht gut umgegangen, Union hat es gut ausgenutzt. Leider müssen wir sagen, dass Union das Spiel aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen hat. Heute war der Gegner besser und dynamischer."
Max Kruse (Union Berlin): "Man hat gesehen, zu was wir spielerisch und kämpferisch in der Lage sind. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen, wie es sich in so einem Derby gehört. Mit den Fans im Rücken sind wir zu Hause sehr schwer zu schlagen und waren heute in allen Belangen überlegen."
Christopher Trimmel (Union Berlin): "Die Stadtmeisterschaft bedeutet uns natürlich sehr viel. Wir haben es heute sehr gut gemacht und hochverdient gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Herthas lahmende Offensive

Die Offensive der Hertha bleibt weiter eine Großbaustelle bei der Elf von Pál Dárdai. Gegen Union kamen die Herthaner zwar des öfteren gut ins letzte Drittel, hatten in der gefährlichen Zone aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels die zündenden Ideen. Viele Laufwege der Offensivspieler wirkten nicht aufeinander abgestimmt, sodass es am Ende oft Einzelaktion waren, die zumindest für einen Hauch von Gefahr sorgten. Ein deutlicher Beweis für die Harmlosigkeit der Hertha im Berliner Derby: Für die Gäste lag der Wert der zu erwartenden Tore (expected goals) nach Spielende bei 0,28 - ein unterirdischer Wert. Zum Vergleich: Union wies nach 90 Minuten einen xG-Wert von 2,4 auf.

Die Statistik: 12

Hertha BSC hat in dieser Saison bereits zwölf Tore nach Standardsituation kassiert. Kein Team in der Bundesliga zeigt sich bislang nach ruhenden Bällen anfälliger als die Alte Dame.
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Quelle: Perform

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