VfB Stuttgart nach klarem Heimsieg gegen Greuther Fürth Tabellenführer, Mohamed Sankoh verletzt

Der VfB Stuttgart hat einen Saisontraumstart hingelegt und Platz eins erobert. Die Schwaben überrollten Greuther Fürth zuhause mit 5:1 (2:0). Wataru Endo brachte Stuttgart in Führung (30.). Philipp Klement (36.), Marc-Oliver Kempf (55., 76.) und Hamadi Al Ghaddioui (61.) erhöhten. Jamie Leweling (90.) traf für Fürth. Bitter: Mohamed Sankoh verletzte sich (69.) und musste vom Platz getragen werden.

Jubel beim VfB Stuttgart im Spiel gegen Greuther Fürth

Fotocredit: Getty Images

Zum Bundesliga-Auftakt empfing der VfB Stuttgart Greuther Fürth. Und die Kleeblätter, die zum zweiten Mal nach der Saison 2012/13 im Oberhausen antreten begannen mutig und hatten durch Branimir Hrgota die ersten Abschlüsse im Spiel (5., 10.). Zur Mitte der ersten Hälfte wurde der VfB dann stärker und übernahm bei sommerlichen Temperaturen in Stuttgart die Initiative und ging folgerichtig durch einen Heber von Wataru Endo in Führung (30.).
Der VfB drängte umgehend auf das 2:0, doch Mateo Klimowicz scheiterte nur knapp am Pfosten (32.). Nur drei Minuten später war der Doppelschlag der Schwaben dann perfekt. Klimowicz bediente mit einem Außenrist-Pass Philipp Klement, der aus spitzem Winkel wuchtvoll das verdiente 2:0 erzielte (35.).
Die Fürther kamen erneut stark aus der Kabine und hatten nach einer halben Minute bereits eine dicke Chance auf den Anschlusstreffer, doch Konstantinos Mavropanos kratzte einen Versuch von Håvard Nielsen noch knapp vor der Linie (46.). Anschließend spielte wieder nur der VfB und erzielte früh in der zweiten Hälfte nach einer kurz ausgeführten Ecke und Kopfballvollendung von Marc-Oliver Kempf die 3:0-Vorentscheidung (55.). Die Schwaben blieben weiter hungrig und wollten zum Leidwesen des inzwischen völlig überforderten Aufsteigers weiter nachlegen. Dies gelang nur wenige Minute später. Erneut war es ein Kopfball, diesmal von Hamadi Al Ghaddioui, der seinen ersten Treffer in der Bundesliga erzielte (61.).
Nur fünf Minuten später eine Hiobsbotschaft für die Schwaben. Der nur kurz zuvor eingewechselte Mohamed Sankoh rauschte bei seiner ersten Aktion unglücklich mit Fürth-Schlussmann Sascha Burchert zusammen und verletzte sich dabei schwer, wie VfB-Sportdirektor Sven Mislintat nach dem Spiel mitteilte.
Nachdem seine Profis den offensichtlichen Schock aufgrund der Verletzung überwanden, legten die Schwaben noch einen Treffer nach. Wieder war es Sosa, der bei seinem dritten Assist erneut nach einer Ecke den Kopf von Kempf fand (76.).
In der Schlussviertelstunde hatte der Aufsteiger Glück, dass ihnen die Stuttgarter nicht noch das halbe Dutzend einschenkten, hingegen kamen die Kleeblätter selbst in der Nachspielzeit zum Ehrentreffer (90.+3).

Die Stimmen:

Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Die Verletzung sieht leider sehr schlimm aus. Der ganze Außenbandapparat ist kaputt, wir gehen von einer Verletzung von sechs Monaten aus. Das Spiel hat aus sportlicher Sicht Spaß gemacht. Das erste Mal vor Publikum seit sehr langer Zeit. Das war gegen den Aufsteiger sicher kein Pflichtsieg für uns. Die drei Punkte und dieser gute Auftakt sind sehr wichtig für uns."
Marc-Oliver Kempf (VfB Stuttgart): "Wenn der Sasa (Kalajdzic, Anm.d.Red.) nicht da ist, muss jemand anders die Dinger von Borna (Sosa, Anm.d.Red.) einnicken. Ich freue mich natürlich, dass ich heute zwei Mal erfolgreich war. Es ist schön, wie wir heute gespielt haben. Der Zusammenhalt in der Gruppe ist sehr gut, das macht es für uns alle einfacher."
Paul Seguin (Greuther Fürth): "Ich muss das Spiel erstmal sacken lassen. Wir haben die ersten 30 Minuten sehr gut mitgehalten. Wir müssen wissen, dass wir jetzt in der Bundesliga spielen. Wenn du da nicht hellwach bist, wird das bestraft, das ist in der zweiten Liga etwas anderes."
Stefan Leitl (Trainer Greuther Fürth): "Ich kann das realistisch einschätzen. Ich bin enttäuscht über die verdiente Niederlage. Was mich ärgert, sind Tore nach Standardsituation, die wir besser verteidigen können und auch müssen, um im Spiel zu bleiben. Nach dem 3:0 war das Spiel entschieden. Wir waren 30 Minuten sehr gut im Spiel und hatten die ersten Chance, auch nach der Pause. Dann bekommt das Spiel eine andere Dynamik, aber diese Chancen konnten wir nicht nutzen."

Der Tweet zum Spiel:

Das Verteidigungsverhalten der Fürther in einem Bild:

Das fiel auf: Fürths Schwächen im Luftzweikampf

Der Aufsteiger offenbarte vor allem bei Standardsituationen große Schwächen. Allein Kempf wurde nach Ecken in zwei Fällen komplett am Fünfer vergessen. Eigentlich sollte sich vor allem die Stärke nach Flanken von Borna Sosa und die Kopfballstärke von Kempf auch bis nach Fürth rumgesprochen haben. Auch Al Ghaddioui durfte per Kopf seinen ersten Treffer in der Bundesliga erzielten.

Die Statistik: 6 aus 8

Marc-Oliver Kempf erzielte sechs seiner acht Bundesliga-Tore nach ruhenden Bällen und sechs seiner acht Bundesliga-Tore per Kopf.
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Quelle: Eurosport

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