FC Bayern München wartet nach Unentschieden gegen Gladbach weiter auf ersten Sieg unter Julian Nagelsmann
Publiziert 14/08/2021 um 11:28 GMT+2 Uhr
Während die Gastgeber aus Mönchengladbach rundum zufrieden waren, gibt es beim FC Bayern München gemischte Gefühle nach dem Remis gegen die Borussia. Zwar stimmte vor allem das Offensivspiel den neuen Trainer Julian Nagelsmann zuversichtlich, andererseits wartet der deutsche Rekordmeister nach vier Testspielen und dem Ligaauftakt weiterhin auf den ersten Sieg unter Nagelsmann.
Bayern München gegen Mönchengladbach
Fotocredit: Getty Images
Aus Mönchengladbach berichtet Andreas Morbach
Es war ein bisschen gemein, Julian Nagelsmann auf diese Weise mit der nahen Zukunft zu konfrontieren. Das erste Pflichtspiel mit seinem neuen Klub hatte der 34-Jährige beim ausgesprochen abwechslungsreichen 1:1 in Gladbach – die altbekannten Münchner Defensivschwächen inklusive – gerade hinter sich.
Und nun sollte er sich dazu äußern, ob er mit seiner Mannschaft momentan nicht lieber ein bisschen mehr trainieren würde anstatt sich Anfang nächster Woche schon mit dem nächsten Westklub zu duellieren.
Schließlich steht am Dienstag der Supercup in Dortmund an – und Nagelsmann antwortete lakonisch: "Fragen Sie mich am besten in zwei Wochen noch mal. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Es ist, wie’s ist."
Nagelsmann will das Versäumte gegen BVB nachholen
Auf jeden Fall ist es so, dass Nagelsmann nach vier Testbegegnungen (ohne zahlreiche Nationalspieler) und einem Pflichtspiel als neuer Bayern-Dompteur noch immer keinen Sieg vorweisen kann.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/12/3200231-65559888-2560-1440.jpg)
Nagelsmann moniert: "Gladbach hatte zu viele Chancen"
Quelle: Eurosport
Dank der Partie bei Pokalsieger BVB kommt die nächste Gelegenheit, dies zu ändern, schon bald. Entsprechend kommentierte der gebürtige Oberbayer im Borussia-Park: "Wir hätten gerne gewonnen. Jetzt müssen wir es am Dienstag richten."
Sein Kollege Adi Hütter, von den Gladbachern in diesem Sommer ebenfalls frisch eingestellt, trat den Gang ins Wochenende recht vergnügt an. "Dafür, dass es das erste Bundesligaspiel war, bin ich sehr zufrieden", betonte der 51-jährige Österreicher, nachdem er den Ärger über zwei strittige Elfmeterentscheidungen im Bayern-Strafraum in der Schlussphase verdaut hatte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/13/3200913.jpg)
Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Bei so viel höflicher Nonchalance wollte Nagelsmann nicht zurückstehen, sprach von einem "sehr unterhaltsamen Spiel" und einem "gerechten Unentschieden". Und auch er durfte sich trotz Punkteteilung ein bisschen als Gewinner fühlen.
Spektakuläres und hochemotionales Eröffnungsspiel
Schließlich war sein Team an einem spektakulären und hochemotionalen Eröffnungsspiel beteiligt gewesen, hatte zu den insgesamt abgespulten 241 Kilometern knapp die Hälfte beigetragen – und in Person von Robert Lewandowski Gladbachs Schlussmann Yann Sommer phasenweise die Handschuhe qualmend geschossen.
Wenigstens einmal – kurz vor der Pause zum 1:1 – konnte die polnische Torfabrik den tausendarmigen Schweizer dabei überwinden. Ob die Bayern mit diesem Punkt zufrieden seien, empfand Lewandowski am Ende zwar als "schwierige Frage". Aber auch er war beeindruckt von der Atmosphäre im mit knapp 23000 Zuschauern gefüllten Borussia-Park.
Stresstest mit glimpflichem Ausgang
"Die Stimmung war richtig geil", lobte der 32-Jährige, erwähnte zudem die prinzipiell herausfordernden Partien in Gladbach. "Das, was wir gespielt haben, war kein perfekter Fußball – nicht mit diesen vielen Fehlern", konstatierte Lewandowski schließlich – und dachte dabei sicher auch an die von den Bayern völlig verschlafene Anfangsviertelstunde.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/14/3201033-65575928-2560-1440.jpg)
"Kein ideales Zeichen für beide Trainer": Nagelsmann schmunzelt über Offensivspektakel
Quelle: Eurosport
Die war auch seinem Trainer nicht verborgen geblieben. "Dass wir uns in der Defensive verbessern wollen, ist klar. Bei Ballverlust müssen wir eine gute Restverteidigung haben und im Gegenpressing effizienter sein", monierte Nagelsmann. Sein entspanntes, offenes Lächeln, das er nach überstandenem Stresstest dabei in die Runde warf, ließ aber dennoch erahnen, dass er durchaus zufrieden war, am Niederrhein nicht verloren zu haben.
Spannende Ausgangslage – auch in Gladbach
Nichts auszusetzen hatte er außerdem am Offensivspiel seines Ensembles, von der dürftigen Chancenverwertung mal abgesehen. "Beide Teams hätten vier oder fünf Tore machen können", befand Nagelsmann.
Und neben der Frage, ob der neue Bank-Vorstand die wacklige Abwehr der Bajuwaren (schon in der Vorsaison standen am Ende 42 Gegentreffer zu Buche) stabilisiert bekommt, darf man ebenso gespannt darauf sein, wie Adi Hütter nach drei Jahren Powerfußball mit Frankfurt nun die technisch hochveranlagte Gladbacher Mannschaft weiterentwickelt.
Einen Vorgeschmack auf das, was möglich ist, bekamen die Borussen-Fans gegen die Bayern zumindest phasenweise serviert. "Vom Spiel, von der Laufbereitschaft, von der Mentalität her", strahlte Kapitän Lars Stindl jedenfalls schon mal, "war das endlich mal wieder ein geiler Abend im Borussia-Park."
Das könnte Dich auch interessieren: Elfer-Wirbel und Chancen-Wucher: Gladbach ärgert die Bayern
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/11/3199954-65554348-2560-1440.jpg)
#SotipptderBoss: RB Leipzig lässt zum Auftakt nichts anbrennen
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung