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VfL Wolfsburg unterliegt auch dem VfB Stuttgart und kassiert fünfte Pflichtspielniederlage in Folge
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Publiziert 11/12/2021 um 20:25 GMT+1 Uhr
Der VfL Wolfsburg hat am Samstagabend den nächsten Rückschlag erlitten. Die Niedersachsen unterlagen im Topspiel des 15. Spieltags dem VfB Stuttgart mit 0:2 (0:1) und kassierten die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge. Der VfB holte dagegen dank eines Traumtores von Konstantinos Mavropanos (25.) und Philipp Förster (63.) drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Wolfsburg ist nun Zehnter.
Philipp Förster (Nr. 20) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für den VfB Stuttgart beim VfL Wolfsburg
Fotocredit: Getty Images
Die Wölfe kamen gut ins Spiel und waren zu Beginn die aktivere Mannschaft, dennoch schafften es die Hausherren nicht, sich klare Chancen heraus zu spielen. Sie versuchten es oft über Flanken, vor allem Paulo Otávio versuchte es immer wieder, doch die Hereingaben waren insgesamt zu ungenau.
Mit dem ersten gefährlichen Schuss der Partie fiel gleich der Führungstreffer für die Gäste. Omar Marmoush legte den Ball vor den Sechzehner ab, wo Konstantinos Mavropanos aus vollem Lauf Maß nahm und die Kugel in den rechten Winkel schweißte (25.).
Die etwas passiv gewordenen Wölfe wurden durch den Rückschlag etwas wachgerüttelt und hatten fast die direkte Antwort parat. Maximilian Arnold brachte einen Freistoß direkt von der Sechzehnerkante an der Mauer vorbei, schaffte es allerdings nicht, Florian Müller zu überwinden (29.).
In der Folge kam dann aber nichts mehr wirklich von den Niedersachsen, die sogar fast noch in einen folgenschweren Konter rannten. Philipp Förster trug den Ball vom eigenen Sechzehner bis an den gegnerischen, wartete dann jedoch zu lange und die Chance war vertan (40.).
Wolfsburg war auch zu Beginn der zweiten Hälfte wieder aktiver und drängte nach vorne. Dennoch spielten sich die Wölfe keine richtigen Großchancen heraus, Gian-Luca Waldschmidt versuchte es einmal von der Strafraumgrenze, doch sein Versuch wurde neben das Tor abgefälscht (55.). Wenig später rannte Wolfsburg in eine Sechs-gegen-Drei-Situation, die Stuttgart effektiv ausspielte. Tanguy Coulibaly legte im Strafraum quer für Förster, der aus sieben Metern einschob (63.).
Die wohl beste Chance für den VfL hatte in der 70. Minute Lukas Nmecha, der nach einem abgewehrten Distanzschuss seines Bruder Felix aus 15 Metern hätte abstauben können. Doch er beförderte den Ball weit über das Tor.
In der 78. Minute schaltete sich der VAR ein, als Schiedsrichter Sascha Stegemann ein Handspiel von Maximilian Arnold im Strafraum übersah, der einen Kopfball von Wataru Endo mit ausgestreckter Hand blockte. Stegemann schaute sich die Szene nochmal an und entschied richtigerweise auf Elfmeter. Den Strafstoß übernahm Marmoush, der das bis dato starke Spiel gegen seinen Ex-Verein noch mit einem Panenka-Elfmeter krönen wollte. Der Ägypter traf jedoch nur die Latte und vergab die Chance auf das 3:0. Die Wölfe konnten daraus jedoch kein Kapital mehr schlagen. So blieb es beim 0:2.
Die Wölfe verloren damit das dritte Ligaspiel in Folge und rutschten auf den zehnten Platz ab. Wettbewerbsübergreifend ist es für die Mannschaft von Florian Kohfeldt die fünfte Pleite in Serie. Der VfB holte dagegen den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison und verbesserten sich von Relegationsplatz 16 auf Rang 15. Zugleich bleiben die Schwaben am Hertha BSC dran, der am Nachmittag Arminia Bielelfeld bezwungen hatte.
Die Stimmen zum Spiel:
Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Dennoch hatten wir mindestens acht bis zehn Chancen. Die Phase gerade ist richtig blöd. Wir haben kaum Zeit zum Trainieren, bekommen ständig neue Nackenschläge. Dann kommt eine schleichende Verunsicherung dazu. Solche Momente erlebt man im Fußball, da muss man durch."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Was los ist? Keine Ahnung. Scheiß auf die Leidenschaft, die ist da. Dass in unserer Situation nicht alles leicht von der Hand geht, ist klar. Stuttgart geht mit der ersten Chance in Führung. Wir tun und machen alles, aber im Moment will einfach nichts gelingen.“
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben taktisch sehr diszipliniert agiert. Das war eine gute Defensivleistung. In einer unruhigen Phase hat die Mannschaft Größe gezeigt. Wir waren eine Einheit auf dem Platz. Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg. Omar möchte ich nicht auf seinen verschossenen Elfmeter reduzieren. Er kann gute Elfmeter schießen. Er hat außerdem ein sehr gutes Spiel gemacht, war sehr aktiv."
Philipp Förster (VfB Stuttgart): "Wir sind auf dem richtigen Weg. Haben unsere Vorgaben gut umgesetzt und sind mit breiter Brust aufgetreten. Unterm Strich haben wir verdient gewonnen. Wolfsburg war heute überhaupt nicht anwesend, hat kaum Gegenwehr gezeigt. Nach meinem Solo hätte ich besser abgezogen. Ich habe den hinter mir kommenden Spieler aber nicht gesehen."
Der Tweet zum Spiel
Das fiel auf: Das gleiche Bild wie unter Mark van Bommel
Der VfL Wolfsburg verliert zum dritten Mal in Folge in der Liga und hat zum zweiten Mal in Folge dabei kein Tor erzielt. Die Wölfe waren heute insgesamt zu harmlos. Wenn sie gefährlich wurden, dann nur über Flanken oder Distanzschüsse. Es gab kein Kombinationsspiel in den Strafraum und wenn sie mal den Ball gewonnen hatten, ging es viel zu langsam nach vorne. Es fehlte in vielen Bereichen an Kreativität und Zielstrebigkeit. Bereits unter Florian Kohfeldts Vorgänger Mark van Bommel gab Wolfsburg ein ähnliches Bild ab. Generell hatte Kohfeldt bisher einen ähnlichen Verlauf wie sein Vorgänger aus den Niederlanden: Die ersten drei Ligaspiele wurden zwar gewonnen, bei Mark van Bommel waren es vier, doch danach gab es keinen einzigen Pflichtspielsieg mehr.
Die Statistik: 4
Konstantinos Mavropanos erzielte in Wolfsburg an seinem 24. Geburtstag seinen vierten Saisontreffer. Damit ist der Grieche in der laufenden Saison der erfolgreichste Torschütze beim VfB Stuttgart.
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Quelle: Eurosport
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