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1. FC Köln bezwingt Eintracht Frankfurt souverän - Doppelpack von Elyess Skhiri beendet Mega-Serie
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Publiziert 12/02/2023 um 19:24 GMT+1 Uhr
Der 1. FC Köln ist im Kalenderjahr 2023 weiterhin ungeschlagen. Der Effzeh bezwang Eintracht Frankfurt am Sonntagabend 2:0 (0:0) und fügte dem Europa-League-Sieger die erste Niederlage seit zehn Spielen zu. Timo Hübers (49.) köpfte die Gastgeber nach dem Seitenwechsel in Führung. Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri sorgte mit einem Doppelpack (71./86.) für die Entscheidung im Rheinland.
Elyess Skhiri
Fotocredit: Imago
In den ersten fünf Minuten spielte Frankfurt direkt selbstbewusst und ballfordernd. Schon in der ersten Minute näherten sie sich mit Randal Kolo Muani und Philipp Max dem Tor an, Kolo Muani stand aber im Abseits. Beim nächsten Anlauf dieser Art wenig später stand Kolo Muani zwar nicht im Abseits, der Kölner Torhüter Marvin Schwäbe war da aber zur Stelle (6.).
In der Folge überließen sie den Kölnern ein wenig das Spiel und zogen sich selbst ein wenig zurück. Die hatten auch prompt eine Möglichkeit mit Florian Kainz und Denis Huseinbasic, die über ihre linke Seite einen Angriff einleiteten. Kainz' Flanke gelang aber zu weit (10.).
Die wohl strittigste Situation der ersten Hälfte ereignete sich nur wenig später: Bei der Ausführung einer Ecke hatte Eric Martel den Ball vor Kolo Muani behauptet – und dabei mit der Schulter gespielt (16.). Die Grenze zum Oberarm war nicht weit und Daniel Siebert sah sich das Ganze lange an, entschied sich aber gegen den Elfmeter.
Insgesamt sah die erste Halbzeit wenige eindeutige Highlights, da beide Teams sich bemühten, konzentriert auf Fehler des Gegners zu lauern – und eigene im Gegenzug zu verhindern. Wenn es mal nach vorne ging, waren die Wege klar: Für Köln ging es meist mit Kainz und Huseinbasic über links, für die SGE ging es über die Gegenseite mit Max und Kolo Muani. Die vielleicht gefährlichste Möglichkeit ergab sich kurz vor der Pause, als Max wieder einmal eine Flanke von links vors Tor schlug. Kolo Muani sprang da zwar vorbei, Jesper Lindström aber schlug von rechts die nächste bedrohliche Flanke. Timo Hübers musste für Köln per Kopf klären (45.).
Und so ging es weiter, direkt nach der Pause sorgte Köln selbst für das nächste Highlight: Eine kurze Eckenvariante brachte das 1:0 (46.). Kainz schlug nach Doppelpass mit Linton Maina eine schöne Flanke auf den entfernten rechten Pfosten. Timo Hübers sprang dazwischen und touchierte den Ball leicht, sodass er ins Netz ging.
Nach diesem ersten Treffer schöpfte Köln noch mehr Selbstbewusstsein, führte die Zweikämpfe noch intensiver als ohnehin schon. Von Frankfurt kam zu wenig. Die immer gleichen Wege über links waren zu ausrechenbar und Kölns Defensive um Timo Hübers und Julian Chabot zu gefestigt. Das Spiel wurde fahriger, es gab viele Unterbrechungen und Freistöße, die aber entweder schwach geschossen oder gut verteidigt waren.
Lichtblicke lieferte der Effzeh. Aus einer Frankfurter Ecke erzielten die Kölner das zweite Tor, da Maina schnell schaltete und Sargis Adamyan gut in Szene setzte. Dessen Schuss parierte Trapp noch gut, Ellyes Skhiri nahm den Abpraller aber mit dem Kopf und versenkte ihn im nun leeren Tor (71.). Frankfurt wurde wenig später einmal etwas gefährlicher, als Max ein Zuspiel direkt abnahm, aufs Tor zielte und immerhin eine Ecke brachte. Diese wiederum setzte Rafael Borré nur knapp am rechten Pfosten vorbei (74.).
Kurz vor Schluss setzte es aber das dritte Tor für Köln – und wieder war es Skhiri, der nach einem Freistoß den zweiten Ball nutzte und ins rechte Eck traf (86.).
Die Stimmen zum Spiel:
Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): „Wir haben es im letzten Drittel nie geschafft, den entscheidenden Ball an den Mann zu bekommen. Die Möglichkeiten waren da. Dann bekommst du nach einem Standard den Gegentreffer – und dann rennst du in Köln, wo es eh immer schwer ist, einem Rückstand hinterher.“
Philipp Max (Eintracht Frankfurt): „Die erste Halbzeit war okay, wir haben ein gutes Spiel gemacht, wir hatten einige Chancen, die wir nicht nutzen konnten. Dann gehen wir durch einen Standard in Rückstand, lassen uns dumm auskontern zum 2:0. Aus dem Spiel haben wir es ganz gut gemacht.“
Julian Chabot (1. FC Köln): „Die Abläufe funktionieren gut, jeder weiß, was er zu tun hat. Wir haben die ersten zwanzig Minuten ein bisschen gebraucht, aber mit der Zeit sind wir immer besser reingekommen.“
Timo Hübers (Torschütze 1:0 1. FC Köln): „Es hat richtig Spaß gemacht. Heimspiele hier in Müngersdorf – das macht immer Spaß. Wenn man die zweite Halbzeit dann so rockt, eventuell auch noch ein bisschen Glück dabei ist, dann hat man hier tolle Nachmittage.“
Steffen Baumgart (Cheftrainer 1. FC Köln): „Sagen wir mal so: Es ist schon länger eingefordert von Kainz.“ (zum 1:0 durch Hübers)
Das fiel auf:
Timo Hübers war heute besonders präsent – sei es in der Defensive, immer zur Stelle, wenn's brenzlig wurde, oder auch offensiv. Er erzielte nicht nur das 1:0, sondern leitete auch den ein oder anderen Angriff ein. Besonderes Highlight: Als er einen Frankfurter Anlauf mit Lindström unterband, und das mit der linken Hacke (32.).
Die Statistik: 9
Nach wettbewerbsübergreifend neun Spielen ohne Niederlage verlieren die Frankfurter doch mal wieder eine Partie. Die letzte Niederlage hatte es Ende Oktober beim 1:2 gegen Dortmund gegeben. Die Adler zeigten zuletzt auch eine starke Auswärtsbilanz: In zehn Auswärtspartien hatte es nur eine Niederlage gegeben.
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(SID)
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Quelle: Perform
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