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Augsburg zwingt Werder Bremen in die Knie: Ermedin Demirovic beschert FCA drei wichtige Punkte
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Publiziert 09/09/2022 um 22:30 GMT+2 Uhr
Augsburg hat zum Auftakt des 6. Spieltags der Bundesliga bei Werder Bremen einen wichtigen Sieg eingetütet. Ermedin Demirovic erzielte in der 63. Minute den goldenen Treffer. In der Schlussphase erhitzten sich die Gemüter. Bremen wurde nach einem Handspiel von Maximilian Bauer ein umstrittener Elfmeter zugesprochen. Rafal Gikiewicz parierte den Strafstoß gegen Marvin Ducksch.
Ermedin Demirovic brachte Augsburg in Führung
Fotocredit: Getty Images
Die nächste Heimpleite für die Bremer. Wie schon vor zwei Wochen kassierten die Werderaner ihre zweite Saisonniederlage vor heimischer Kulisse, in der Ferne ist Bremen derzeit noch unbesiegt. In einer umkämpften Partie geht Augsburg am Ende mit 0:1 als Sieger vom Platz, auch weil die Hausherren in der Nachspielzeit einen Elfmeter verschossen.
Die Augsburger kamen deutlicher besser in die Partie und hatten in den ersten zehn Minuten bereits drei große Chancen. Zweimal parierte Jiri Pavlenka stark gegen Mergim Berisha (2. & 4.). Dann hatten die Bremer etwas Glück, dass Florian Niederlechner, nachdem er sich den Ball am Schlussmann vorbeigelegt hatte, den Abschluss verstolperte und ein sicheres Tor liegen ließ (7.). In der Folge kamen die Hausherren immer besser rein und verbuchten durch Marvin Ducksch nach einer Viertelstunde den ersten eigenen gefährlichen Schuss aufs Tor (14.).
Die Bremer mussten dann gleich zwei Rückschläge hinnehmen, zunächst musste Pavlenka nach einem Zusammenstoß mit Niederlechner ausgewechselt werden, für ihn kam Michael Zetterer ins Spiel (29.). Nur kurz darauf wurde das vermeintlich erste Tor der Bremer zwischen der 23. und 86. Spielminute aberkannt, weil Anthony Jung beim Kopfballtreffer von Niclas Füllkrug im Abseits stand (31.).
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb es eine ausgeglichene und umkämpfte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst spielten die Augsburger einen Konter zu ungenau aus, sodass Berisha am Ende im Abseits stand (54.) und auf der Gegenseite lenkte Rafal Gikiewicz einen gefährlichen Kopfball von Ducksch über die Latte (61.). Nach einem bereits geklärten Standard erzielten die Gäste dann den einzigen Treffer am heutigen Abend, weil Carlos Gruezo im Sechzehner Berisha bediente, der perfekt querlegt für Ermedin Demirovic, der Zetterer ohne Probleme überwinden konnte (63.).
In der Schlussphase kratzten beide Teams am zweiten Treffer des heutigen Abends doch vergebens. Zunächst scheiterte Berisha mit seinem Lupfer über Zetterer an der Latte (76). Auf der Gegenseite behielt Gikiewicz die Nerven und verhinderte das Gegentor im eins gegen eins mit Niklas Schmidt (80.). Dann schien sich die Bremer Prophezeiung der aktuellen Saison zu erfüllen, als die Werderaner in der Nachspielzeit einen etwas fragwürdigen Elfmeter zugesprochen kamen. Maximilian Bauer bekam den Ball aus unmittelbarer Distanz an den Arm (90.+1). Aber wie schon gegen Leverkusen sicherte der überragende Gikiewicz seiner Mannschaft die drei Punkte und parierte den schwach geschossenen Elfmeter von Ducksch (90.+4). Einige Bremer Fans stürmten daraufhin den Innenraum, weil der Schlussmann eine Psst-Geste in Richtung des Publikums machte, die ihn wohl über den gesamten zweiten Durchgang immer wieder beleidigt haben sollen. Es kam jedoch glücklicherweise nicht zu schlimmeren Ausschreitungen, obwohl sich die Bremer am Ende den Augsburgern geschlagen geben mussten.
Die Stimmen zum Spiel
Michael Zetterer (SV Werder Bremen): “Wir haben heute nicht das Spiel gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Vor allem im Ballbesitz können wir es besser. Und trotzdem hatten wir Chancen, um zu treffen. [...] Ich war weit weg von der Bundesliga, wenn man meine Verletzungshistorie anschaut. Das Spiel fühlt sich besonders an, trotzdem hätte ich heute lieber Punkte mitgenommen.”
Mitchell Weiser (SV Werder Bremen): “Es war eine Partie auf Augenhöhe, wo es auf Kleinigkeiten ankommt. Dieses Mal hat es eben nicht für uns gereicht. Es war kein schönes Spiel und leider haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.”
Enrico Maaßen (Trainer FC Augsburg): “Es ist ein sehr wichtiger Sieg für uns. Das gibt uns ordentlich Auftrieb, das habe ich den Jungs auch bereits angemerkt. Ich glaube, wir waren wahnsinnig leidenschaftlich von der ersten Sekunde an. Wir haben für unsere Verhältnisse sehr oft aufs Tor geschossen, sind vorher auch ins Risiko gegangen und haben viele Stürmer aufgestellt. Es hat sich am Ende ausgezahlt.”
Rafal Gikiewicz (FC Augsburg): “Füllkrug sollte einfach die Niederlage akzeptieren. Bremen hatte vor dem Spiel acht Punkte und sie denken, es kommt Augsburg, die liegen nur auf dem Platz und wir gewinnen 4:0. Das ist einfach respektlos. Hier spielen zwei Mannschaften, elf gegen elf und aus meiner Sicht waren wir klar die bessere Mannschaft. Ich wünsche Jiri [Pavlenka] gute Besserung, er ist ein guter Kollege, aber dennoch war es ein verdienter Sieg.”
Der Tweet zum Spiel
Das fiel auf: Immer wieder Ärger mit dem VAR
Seit Einführung des Videobeweises kommen immer wieder Stimmen dafür und dagegen auf, auch weil es immer wieder fragwürdige Entscheidungen gibt. So auch am heutigen Abend wieder. In der 91.Minute wird Ducksch im Strafraum mit einem hohen Ball angespielt und leitet diesen direkt weiter in die Mitte, doch dabei trifft er den Arm des einen Meter entfernt stehenden Bauers, der quasi keine Reaktionszeit hatte und somit der Situation hilflos ausgeliefert war. Schiedsrichter Petersen entschied sofort auf Elfmeter und wurde auch vom VAR nicht noch mal aufgefordert, sich die Szene selbst anzusehen. Im letzten Freitagsspiel gab es wiederum den umgekehrten Fall, als Ozan Kabak den Arm klar in Richtung Ball ausfuhr und damit sogar durchkam, weil der VAR ebenfalls für nicht nötig befand. In beiden Fällen kann man von Glück reden, da diese Fehlentscheidungen keinen Einfluss auf den Ausgang des jeweiligen Spiels hatte, ein unschöner Nachgeschmack bleibt dennoch wie immer vorhanden, weil es immer wieder eine Diskussionsebene gibt, die man durch Einführung eigentlich abschaffen wollte.
Die Statistik: 24-85
Dies ist die Zeitspanne, in der die Bremer in der laufenden Saison noch keinen Treffer erzielen konnten. Fünf ihrer zwölf Saisontore erzielten die Bremer vor der 24. Minute, die restlichen sieben nach der 86. Minute. Ganze fünf in der Nachspielzeit.
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Quelle: Perform
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