Bayer Leverkusen geht bei Eintracht Frankfurt unter: Nächste Pleite für Xabi Alonso

Bayer Leverkusen hat nach der 0:3-Pleite in der Champions League gegen den FC Porto in der Bundesliga den nächsten Rückschlag kassiert. Bei Eintracht Frankfurt unterlag die Mannschaft im dritten Spiel von Coach Xabi Alonso 1:5 (0:1). Daichi Kamada (45.+5/72./beides FE), Randal Kolo Muani (58.), Jesper Lindström (65.) und Lucas Alario (86.) trafen für die Hessen, Piero Hincapié für Bayer (56.).

Xabi Alonso

Fotocredit: Getty Images

Beide Trainer mussten nach den Pleiten in der Champions League unter der Woche umplanen. Frankfurt-Legende Makoto Hasebe zog sich im Spiel gegen Tottenham (2:3) einen Innenbandanriss im Knie zu und wird wochenlang ausfallen. Für den erfahrenen Japaner rückte Dina Ebimbe in die Startelf. Außerdem durfte Mario Götze starten. Sebastian Rode bekam eine Pause.
Auf Seiten der Leverkusener nahm Xabi Alonso vier Wechsel vor: Edmond Tapsoba, Robert Andrich, Jeremie Frimpong und Paulinho ersetzten Odilon Kossounou, Kerem Demirbay, Amine Adli sowie Callum Hudson-Odoi. Letzterer bekam gegen Porto (0:3) einen Schlag aufs Knie und stand am Samstagnachmittag nicht zur Verfügung.
Götze hätte in der Anfangsphase einen unglücklichen Klärungsversuch von Jonathan Tah früh bestrafen können (5.). Der Weltmeister von 2014 verpasste den linken Pfosten aus der Distanz allerdings knapp.
Die SGE war das bessere Team mit den gefährlicheren Chancen, weil Leverkusen besonders zu Beginn mit den Steilpässen auf Jesper Lindström und Kolo Muani überfordert war. Zwischendurch hatten Paulinho, Moussa Diaby und Frimpong zwar die Führung auf dem Fuß, doch die Hintermannschaft der Werkself hatte dennoch mehr zu tun.
Der Knoten für die Eintracht platzte erst in der Nachspielzeit, als Daichi Kamada einen Elfmeter nach Foul von Tapsoba gegen Jesper Lindström verwandelte (45.+5). Nach der Pause blieb die Glasner-Elf spielbestimmend, was von Minute zu Minute deutlich erkennbarer wurde.
Das 1:1 von Piero Hincapié (56.). per Flugkopfball gab den Bayer-Fans zwar wieder einen Hoffnung, diese währte jedoch nur kurz. Nur zwei Minuten später nickte Kolo Muani den Ball vor dem vorherigen Torschützen in die Maschen (58.), ehe erneut ein Hincapié-Fehler einen Gegentreffer bedeutete. Lindström lupfte geschickt zum 3:1 ein (65.).
Es sollte allerdings noch bitterer für die mittlerweile wehrlose Werkself kommen. Hincapié beendete seinen Achterbahn-Einsatz mit der Gelb-Roten Karte nach einem Foul gegen Kolo Muani im Strafraum. Kamada stellte zum zweiten Mal seine Nerven aus Stahl unter Beweis und vollstreckte vom Punkt trocken zum 4:1 (72.).
Lucas Alario durfte per Abstauber nach Vorarbeit von Götze und Rafael Borré den 5:1-Schlusspunkt setzen (86.). Für den Argentinier war der Treffer gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gleichzeitig das erste Tor für die Adler. Diese zeigten, wozu sie in der Lage sind, während bei der Werkself erneut die Baustellen aufgezeigt wurden.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ein hochverdienter Sieg. Sehr spielfreudig, immer wieder nach vorne gespielt, viele Kombinationen, sehr kompakt. Es war mental ein sehr schwieriges Spiel, weil wir erst vier, fünf riesige Chancen vergeben hatten. Nach dem 1:1 kann so ein Spiel dann schnell kippen. Wir haben mit Tiefgang und Tempo die Schnittstellen attackiert. Ich gehe hochzufrieden ins Bett."
Xabi Alonso (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind von Beginn an in Probleme geraten, hatten nicht die nötige Intensität. Wir sind daran schuld, es gibt keine Entschuldigungen. Es gibt aus dem heutigen Spiel sehr viele Dinge zu lernen. Wir müssen daran glauben, dass wir besser werden können. Das Potenzial ist da."
Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen): "Wir dürfen nichts schönreden. Was letzte Saison war, interessiert keinen Menschen. Wir müssen den Verein hier ganz schnell aus dieser schweren Situation herausholen und jeder muss auch wirklich alles dafür tun!"
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Glasner nach 5:1: "Gehe hochzufrieden ins Bett"

Quelle: Perform

Der Tweet zum Spiel:

Der Video Assistant Referee (VAR) hatte zwar dem Schiedsrichter einen Hinweis auf Foulspiel im Strafraum und der daraus resultierenden Gelb-Roten Karte für Piero Hincapie (72.) von Bayer gegeben - "aufgrund eines technischen Problems konnten dem Schiedsrichter keine Bilder zur Verfügung gestellt werden, weshalb es nicht zum On-Field-Review kam", teilten die DFB-Schiedsrichter aber via Twitter mit. Leverkusens Ecuadorianer flog dennoch vom Platz. Den Elfmeter verwandelte Kamada zum 4:1.

Das fiel auf: Kolo Muani beweist Teamspirit

Schiedsrichter Frank Willenborg fasste sich nach dem verschossenen Elfmeter durch Kolo Muani ans Ohr. Das war wohl der Aufreger der ersten Hälfte. Nach Absprache mit dem VAR ließ der Unparteiische den Strafstoß wiederholen, weil Lukas Hradecky im Schussmoment nicht mehr mit beiden Füßen auf der Linie stand. Bemerkenswerterweise trat beim zweiten Versuch allerdings nicht noch einmal Kolo Muani an. Stattdessen überließ der Franzose Daichi Kamada den Ball, der die Nerven behielt und zum 1:0 einnetzte. Eine schöne Geste von Kolo Muani.

Die Statistik: 10

Im Duell dieser beiden Mannschaften spielt das Stadion offenbar eine besondere Rolle. Der Sieg der Frankfurter war nämlich bereits der zehnte in Folge, den die jeweilige Heimmannschaft einfahren konnte. Zuletzt jubeln durfte die Gastmannschaft vor knapp fünf (!) Jahren, als Leverkusen die Frankfurter in deren Stadion mit 1:0 bezwang.
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Terzic nimmt zu Hummels-Kritik Stellung

Quelle: Perform

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