FC Bayern München: Mathys Tel und Ryan Gravenberch heizen Routiniers ein - Konkurrenzkampf wird heißer

Mathys Tel und Ryan Gravenberch verschärfen den ohnehin großen Konkurrenzkampf bei Bayern München. Trainer und Sportvorstand genießen es. Beim souveränen 5:0-Triumph über Viktoria Köln in der 1. Runde des DFB-Pokals ließen die Talente ihr Können durchblitzen und zeigten sich - samt Treffer - von ihrer besten Seite. Dadurch bereiten sie Coach Julian Nagelsmann regelrechte Luxusprobleme.

Mathys Tel (l.) und Ryan Gravenberch

Fotocredit: Getty Images

Hasan Salihamidzic hätte sich am liebsten selbst auf die Schulter geklopft. Ein Traumtor von Mathys Tel, eine brillante Leistung von Ryan Gravenberch - die neuen Rohdiamanten in der reich gefüllten Juwelenvitrine von Bayern München lassen auch den Sportvorstand glänzen. Der Konkurrenzkampf ist vor dem Bundesliga-Topspiel bei Union Berlin am Samstag (15:30 Uhr) gewaltig.
"Manche unserer Trainingseinheiten sind besser als Bundesligaspiele", schwärmte Salihamidzic nach dem lockeren 5:0 (2:0) im DFB-Pokal bei Viktoria Köln, und er stellte sehr zufrieden fest: "Das ist optimal für Bayern München. Jeder wird gebraucht."
Alte Probleme mit mangelnder Kadertiefe sind längst vergessen. "Das wird nicht leicht für mich, das können Sie sich vorstellen", sagte Trainer Nagelsmann in der "ARD".
Tel, 17 Jahre alt und von Stade Rennes gekommen, hielt sich nach seiner auffälligen Leistung lieber im Hintergrund. Mit Louis-Vuitton-Kulturtasche unter dem Arm und einer Plastiktüte in der Hand winkte der französische U17-Europameister Interviewanfragen ab: "Non."

Salihamidzic preist Youngster Tel

Salihamidzic hingegen hörte gar nicht mehr auf, den jüngsten Pflichtspieltorschützen der Bayern-Geschichte (17 Jahre, 126 Tage) zu preisen. "Er ist sehr ehrgeizig, gierig, fleißig, er brennt. Er hat eine Top-Mentalität und eine fußballerische Klasse, die angeboren ist", sagte er. Ein Fragesteller fühlte sich schon nach Tels Startelfdebüt an einen großen Bayern-Star erinnert: "Arjen Robben? Nein", sagte Salihamidzic: "Mathys ist Mathys."
Auch die übertriebene Verspieltheit ist Tel anscheinend inzwischen ausgetrieben, das haben die Mitspieler im Training erledigt. "Da ist das Gute, dass die Team-Hygiene so ist, dass ihm die anderen auch mal einen Einlauf geben, wenn er abspielen soll", berichtete Nagelsmann.
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Mathys Tel und Thomas Müller bejubeln das zwischenzeitliche 2:0 gegen Viktoria Köln

Fotocredit: Getty Images

Salihamidzic durfte noch weiterführend reichlich Gutes über Gravenberch erzählen: 20 Jahre alt, zuvor Ajax Amsterdam. Mit Wucht, Technik, Dribbelstärke und einem guten Abschluss hatte er sich ebenfalls als Startelf-Debütant für mehr Einsätze aufgedrängt. "Ich wollte mich zeigen - das habe ich getan", sagte der Niederländer: "Ich bin sehr glücklich." Schütze des ersten Tores und offizieller Spieler des Spiels war er überdies.

Mazraoui und Goretzka überzeugen

Zudem debütierte Noussair Mazraoui, 24, auch von Ajax, in der ersten Elf. Dass Leon Goretzka noch wochenlanger Knieverletzung als Einwechselspieler ebenfalls traf, versetzt Nagelsmann in wahre Luxusprobleme. Besonders im Mittelfeld ist das Gedränge riesig. "Wir brauchen alle", betonte der Trainer lächelnd, "es kommen viele Spiele. Wir werden rotieren müssen."
Viktoria-Trainer Olaf Janßen war jedenfalls tief beeindruckt. "Bei den Einwechselungen hat der Julian Probleme, da kommen keine guten Spieler von der Bank", scherzte er. Die Liste der Joker vom Mittwoch: Leroy Sane, Jamal Musiala, Marcel Sabitzer, Leon Goretzka, Eric Maxim Choupo-Moting.
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(SID)
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