FC Bayern München: Thomas Müller in ungewohnter Situation - Ex-Weltmeister überall Weltklasse und doch nicht gesetzt

Thomas Müller spielt immer? Das ist vorbei. Der Routinier muss um seinen Platz kämpfen. Im Vorfeld des Krachers gegen RB Leipzig (Freitag, 20:30 Uhr) unterstreicht Trainer Julian Nagelsmann die außerordentlichen Qualitäten des Weltmeisters von 2014 auf verschiedensten Positionen - gesetzt ist er jedoch auf keiner. Müller findet sich in einer ungewohnten Stellung wieder.

Thomas Müller befindet sich in einer ungewohnten Situation

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Thomas Müller hat ausgespielt. Für sein geliebtes Schafkopfen, verriet der Routinier, könne sich beim FC Bayern aktuell kein Kollege begeistern, "da geht nix mehr". Und auf dem Fußballplatz? Auch dort ist der Satz, wonach Müller "immer" spiele, längst nicht mehr in Stein gemeißelt.
Für Oliver Kahn ist der 33-Jährige weiterhin "ein Führungsspieler" der Münchner. "Wenn er auf dem Platz ist, merkt man, dass er die anderen mitreißen und immer gewinnen will", sagte der Vorstandschef.
Aber, gab Kahn zu bedenken, "natürlich wird auch er nicht jünger". Müller werde sich "dem Konkurrenzkampf stellen. Dann wird man sehen".
Und zwar schon beim Kracherstart in Leipzig am Freitag (20:30 Uhr im Liveticker). Dort dürfte der Ersatzkapitän allerdings nur von der Bank kommen. Auf der Neun, daraus machte Julian Nagelsmann kein Hehl, ist Eric Maxim Choupo-Moting gesetzt. "Unverzichtbar" sei der Stoßstürmer, betonte der Trainer: "Thomas ist intelligent genug zu sehen, dass Choupo es sehr gut gemacht und eine gute Quote hat."

Hinter der Spitze zuhause: Müller im Duell mit Musiala

Im Angriffszentrum sei Müller ohnehin "falsch aufgehoben", meinte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Man tue ihm "keinen Gefallen" damit, ihn dort aufzubieten - dafür lieferte die verkorkste WM in Katar einen weiteren Beweis. Matthäus forderte deshalb: "Lasst ihn dort spielen, wo er seine Stärken hat." Und zwar hinter der Spitze, "wie früher mit Robert Lewandowski".
Müller sieht das ähnlich. "Alles, was im Zentrum ist, was Richtung Strafraum geht - da fühle ich mich zu Hause", sagte er. Laut Sportchef Hasan Salihamidzic aber ist Jamal Musiala "nicht mehr wegzudenken" aus der Münchner Startelf - und der technisch begnadete Youngster ist auf der Zehn am wertvollsten.
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Jamal Musiala wird allmählich zum Fixpunkt des FC Bayern

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Müller, meinte Nagelsmann, sei "auf verschiedensten Positionen Weltklasse" und könne auch "auf der Acht" oder "mal außen spielen". Doch auch dort ist er nicht erste Wahl. Abschreiben sollte man Müller, dessen Vertrag bis 2024 läuft, jedoch nicht, meinte Matthäus im "kicker". "So weit sind wir noch lange nicht".

Bayern will weiter auf Müller setzen

Das betonen auch die Verantwortlichen. "Wir brauchen ihn. Er ist fest in meinen Gedanken. Thomas wird weiter eine tragende Rolle für Bayern München haben", sagte Nagelsmann. Kahn ergänzte: "Dass Thomas mit seiner Erfahrung, seinem Charakter und seiner Mentalität wichtig ist, steht für mich außer Zweifel."
Immerhin: Seine körperliche Schwächephase aus dem Herbst hat Müller hinter sich gelassen.
Er fühlt sich bereit, um wieder anzugreifen - auch in der Nationalelf. Er sei "absolut zur Stelle", wenn Bundestrainer Hansi Flick ihn brauche, betonte er, und zwar "solange ich Fußballer bin".
(SID)
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Quelle: SNTV

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