FC Bayern verteilt die Lewandowski-Last - Nagelsmann-Offensive überzeugt mit elf Tore in zwei Spielen
Wer war nochmal Robert Lewandowski? Der FC Bayern München startet mit einem 5:3 im DFL-Supercup in Leipzig und einem 6:1 zum Bundesliga-Auftakt in Frankfurt in die Saison. Sportvorstand Hasan Salihamidzic blickt voller Zufriedenheit auf den gelungenen Saisonstart und sagt: "Es gibt kein Verstecken hinter Lewa." Lust auf Tore sollen und müssen jetzt andere haben.
"Wird auch anders": Nagelsmann über Auftakt ohne Lewandowski
Quelle: Perform
Joshua Kimmich konnte seine diebische Freude nicht verstecken. "Das hat heute echt Bock gemacht, auf dem Platz zu stehen", sagte der Nationalspieler am Freitagabend nach dem 6:1 zum Liga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt.
Keine Frage: Die Bayern sind furios in die neue Saison gestartet. Elf Tore gelangen gegen den amtierenden DFB-Pokalsieger RB Leipzig (5:3) und den Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt (6:1) - auswärts, wohlgemerkt.
Das Fehlen von Robert Lewandowski, der in der Sommerpause zum FC Barcelona gewechselt war, machte sich offensiv kaum bemerkbar. Eine Entwicklung, die sich Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic genauso gewünscht hatte.
"Wir haben für die drei oder vier Positionen sieben oder acht Leute, die das jetzt unter sich ausmachen werden", sagte der 45-Jährige am Sonntag bei "Sky90". Denn: "Es gibt kein Verstecken hinter Lewa." Nicht mehr.
FC Bayern trifft in der Breite
In den ersten beiden Spielen glänzte vor allem Jamal Musiala mit drei Toren. Neuzugang Sadio Mané traf auch schon doppelt, Serge Gnabry und Leroy Sané steuerten weitere Treffer bei. Thomas Müller überzeugte gegen Frankfurt mit drei Torvorlagen.
"Jetzt kann man ruhig die Verantwortung übernehmen, sich im Training zeigen und Tore machen", forderte Salihamidzic auch ein: "Konkurrenzkampf war die Idee - und das haben wir geschaffen."
Vor allem Mané (für 32 Millionen Euro vom FC Liverpool) macht den Bayern jetzt schon Lust auf mehr. Es gehe darum, "den Fans attraktiven Fußball zu bieten" - da sei so ein bodenständiger Top-Star wie Mané schon "eine tolle Sache für den Klub", sagte Salihamidzic. "Wir sind sehr variabel in der Spitze", meinte auch Trainer Julian Nagelsmann nach dem Kantersieg in Frankfurt: "Mané gibt uns mehr Flexibilität. Das ist teilweise schon eklig zu verteidigen."
Nagelsmann schwärmt erneut von Tel
Dazu haben die Bayern mit dem erst 17 Jahre alten Mathys Tel noch einen jungen Stoßstürmer in der Hinterhand.
"Er hat noch einen Tick jugendlichen Leichtsinn", sagte Nagelsmann in Frankfurt: "Er ist ein Dribbler, einer, der den Ball liebt. Man sieht auch schon den Switch zur Reife im Spiel. Er ist ein herausragendes Talent, der aber schon noch ein bisschen Zeit brauchen wird."
Den Bayern ist jedoch auch bewusst, dass die ersten beiden Gala-Auftritte noch keine Garantie für die gesamte Saison sein werden. Lewandowski erzielte in acht Jahren Bayern immerhin wahnwitzige 344 Pflichtspieltore für die Münchner, macht im Schnitt 43 pro Saison. Das muss nun von anderen aufgefangen werden.
Bayern-Trainer sieht "Riesenqualität" - auch ohne Lewandowski
"Für uns ist es interessant zu sehen: Wie kriegen wir das hin?", sagt Nagelsmann deshalb auch, wohlwissend: "Es wird auch mal anders sein, wenn wir zum Beispiel mehr mit Flanken spielen müssen. Dann werden wir wahrscheinlich noch einen anderen Spielertyp auf der Bank haben." Eric-Maxim Choupo-Moting zum Beispiel, derzeit noch verletzt.
Doch der Bayern-Trainer ist mit dem Start schon mal sehr zufrieden. "Wenn wir so energetisch spielen, haben wir eine Riesenqualität", hielt er am Freitag erfreut fest. Fortsetzung: Am Sonntag um 17:30 Uhr beim Heimauftakt gegen den VfL Wolfsburg (Liveticker)…
Wir sind nicht leicht zu verteidigen, wenn unsere vier, fünf Offensivspieler ins Zocken kommen. Da macht es Spaß zuzuschauen.
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Quelle: Perform
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