Hamann prophezeit Thomas Müller unter Thomas Tuchel: "Wird nächste Saison kein Bayern-Spieler mehr sein"

Thomas Müller stand in den beiden Champions-League-Duellen mit Manchester City insgesamt nur 28 Minuten auf den Platz. Für Ex-Profi Dietmar Hamann war diese Entscheidung von Thomas Tuchel nicht nachzuvollziehen. "Ich habe nicht verstanden, dass er Thomas Müller nicht von Beginn an gebracht hat in einem Spiel, in dem du Emotionen brauchst", schrieb der 49-Jährige in seiner Kolumne für "Sky".

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Quelle: Perform

Müller, der seit 2000 im Verein ist, sei schließlich ein "Leader und Spieler", der andere besser mache, so Hamann weiter.
"Dass Tuchel ihn erst nach Mané eingewechselt hat, war für mich ein Schlag ins Gesicht von Thomas Müller. Ein Spieler, der eine Woche zuvor einem anderen ins Gesicht geboxt hat, kommt vor dem Gesicht des FC Bayern ins Spiel", erklärte der ehemalige Münchener.
Hamann hatte daher auch eine düstere Zukunftsprognose: "Ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Unter Tuchel wird Thomas Müller nächste Saison kein Bayern-Spieler mehr sein."
Vor dem Hinspiel gegen ManCity (0:3) hatte Tuchel noch bei "Prime" erläutert, weshalb er nicht auf Müller in der Startelf setze: "Wir erwarten kein typisches Thomas-Müller-Spiel. Sprich die letzten 30 Meter, wo er absolute Weltklasse ist."

Hamann und Tuchel loben Müller für Einstellung

Hamann stellte sich deshalb mit Blick auf die Zukunft des Weltmeisters von 2014 die Frage: "Wenn du zwei Viertelfinals gegen Manchester City hast, und beide sind keine Thomas-Müller-Spiele, wie sollen solche Spiele in einem Jahr dann Müller-Spiele sein?" Bisher habe der 33-Jährige "diese Entscheidungen vorbildlich hingenommen. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und seine eigenen Interessen hintenangestellt."
Wenn Müller aber schon heute davon ausgehen könne, "dass er in einem Jahr in solchen Spielen zuschauen muss, wird ihn das nicht befriedigen. Ohne Einsätze wird auch sein Einfluss in der Kabine kleiner", meinte Hamann abschließend.
Auf Hamanns Aussagen angesprochen, erklärte Tuchel indes auf der Pressekonferenz am Freitag: "Ich persönlich war extrem beeindruckt, wie Thomas die Entscheidung aufgenommen hat. Es geht um die Entscheidung von zwei Spielen in einer Woche. Er hat immer gespielt."
Tuchel schob nach: "Im Kern würde ich sagen, dass alles gut ist. Er hat eine harte Entscheidung gegen sich bekommen. Aber es ist mein Job, manchmal harte Entscheidungen zu treffen. Wir versuchen es mit Klarheit und Offenheit. Seine Reaktion war überragend, Thomas ist Sportler. Ich werde nie erwarten, dass er das leicht nimmt oder super glücklich ist."
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Quelle: Perform

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