Bayer Leverkusen erkämpft sich Remis gegen Hertha BSC - Patrik Schick bewahrt B04 vor Totalschaden.

Bayer Leverkusen und Hertha BSC haben sich am 6. Spieltag der Bundesliga einen heißen Tanz geliefert (2:2). Die Berliner kämpften sich nach Rückstand durch Kerem Demirbay (49.) zurück und gingen dank Suat Serdar (56.) und Joker Marco Richter (74.) zwischenzeitlich sogar in Führung. Patrik Schick bewahrte Leverkusen vor der siebten Pflichtspielniederlage und sicherte den Gästen einen Punkt (79.).

Bayer Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Die Hertha erwischte den besseren Auftakt, kam früh immer wieder mit viel Druck über die linke Seite. Bayer 04 begann schläfrig, fand dann über die individuelle Qualität ins Spiel. Kerem Demirbay flankte von der linken Strafraumkante zu Patrik Schick, am zweiten Berliner Pfosten. Der Tscheche kam aus sieben Metern frei zum Kopfball, Hertha-Keeper Oliver Christensen parierte den unangenehmen Aufsetzer glänzend (11.).
Auch in der 26. Minute fand die Offensive der Farbenstädter ihren Meister im Schlussmann der Alten Dame. Jeremie Frimpong legte von rechts präzise zurück zu Adam Hložek, der Tscheche zielte aus zentraler Position im Strafraum aber zu ungenau.
Etwa zehn Minuten später durfte dann beinahe die Alte Dame jubeln. Lukáš Hrádecký flog unter der Flanke von Dodi Lukebakio hindurch, Wilfried Kanga konnte den Ball am zweiten Pfosten aber nur an den Pfosten setzen (37.)
Nach dem Seitenwechsel lag dem Olympiastadion erneut der Jubelschrei auf den Lippen, Suat Serdar stand bei seinem vermeintlichen Führungstreffer aber deutlich im Abseits (47.). Stattdessen jubelte die Werkself, nach einem überragenden Freistoßtreffer von Demirbay. Der Leverkusener Standardexperte nahm aus 20 Metern Maß, zirkelte den Ball so aus halbrechter Position unhaltbar in den rechten oberen Winkel (49.).
Nach dem Gegentor zeigten die Hauptstädter eine starke Moral, fanden durch den Ausgleichstreffer des sehr aktiven Serdar schnell zurück ins Spiel. Ein starkes Pressingverhalten führte zu einem schnellen Berliner Konter. Über die Stationen Lucas Tousart, Kanga und Chidera Ejuke wanderte der Ball zügig in den Leverkusener Strafraum. Am Ende stand Serdar halblinks frei vor Hrádecký, ließ dem Finnen mit einem satten Schuss aus zehn Metern keine Chance (56.)
Spätestens ab der Schlussviertelstunde spielten beide Teams dann endgültig mit offenem Visier. Ein Sensationstor des eingewechselten Marco Richter brachte die Herthaner erstmals in Führung. Ein übler Pass von Nadiem Amiri wurde zur Einladung für Richter. Der Ball lag vor dem Strafraum der Gäste auf dem Silbertablett, Richter hämmerte aus 20 Metern die Kugel humorlos ins linke Toreck (74.).
Zehn Minuten vor dem Ende konnte Schick mit dem 2:2-Ausgleichstreffer den Farbenstädtern immerhin einen Zähler sichern. Der eingewechselte Robert Andrich brachte eine scharfe Hereingabe über links, welche an Freund und Feind vorbeiging. Am Elfmeterpunkt hielt Schick den Fuß rein, netzte so zum späten Ausgleich aus zentraler Position (79.). Danach hatten die Gäste noch Glück, dass Hrádecký gleich zweimal überragend parierte gegen Jean-Paul Boëtius. Zudem blieb die Pfeife des Unparteiischen Benjamin Brand stumm, als Odilon Kossounou den zweiten Versuch von Boëtius mit der Hand klar berührte.

Die Stimmen zum Spiel:

Kerem Demirbay (Bayer 04 Leverkusen): "Wir nehmen leider nur einen Punkt mit. Wir mussten und wollten dreifach punkten. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, mutig nach vorne verteidigt. In vielen Phasen ist uns das gut gelungen. Leider nicht immer – und da wurden wir auch direkt bestraft."
Lukáš Hrádecký (Bayer 04 Leverkusen):"Wir gewinnen und verlieren alle gemeinsam. Wir sind auch traurig, dass wir nicht gewinnen. Genauso wie die Fans. Wir sind ein Team, wir stehen zusammen. Wir müssen jetzt alle zeigen das wir Männer sind."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Die unglaubliche Rückkehr des Marco Richter

Nach überstandener Hodenkrebs-Erkrankung gibt es für Marco Richter aktuell nur eine Richtung – und zwar nach oben. Nach der Einwechslung und dem Comeback gegen Mönchengladbach markierte der Berliner Flügelstürmer bereits in der Vorwoche den Schlusspunkt, beim 2:0-Auswärtssieg in Augsburg. Heute kam Richter erneut von der Bank, fand sofort ins Spiel und brachte sein Team mit einem herrlichen Volley-Kracher zwischenzeitlich in Führung.

Die Statistik: 200

Jonathan Tah absolvierte sein 200. Bundesligaspiel im Dress von Bayer 04 Leverkusen.
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Quelle: Perform

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