Isco - Ex-Real-Star tritt nach geplatztem Winter-Transfer gegen Union Berlin nach: "Das war respektlos"

Der Beinahe-Transfer von Isco zu Union Berlin war im Winter das große Thema in der Bundesliga. In letzter Minute scheiterte allerdings ein Deal. Beide Seiten, Klub und Beraterseite, gaben sich gegenseitig die Schuld. Nun äußerte sich auch der Spanier erstmals öffentlich dazu. "Ich habe Schuld an vielen Dingen, aber was in Berlin passiert ist, war heftig", sagte Isco im Interview mit der "Marca".

Isco im Trikot des FC Sevilla

Fotocredit: Imago

Sein Agent Jorge Mendes habe ihn am vorletzten Tag des Transferfensters angerufen: "Er sagte mir, dass Union Berlin ein sehr gutes Angebot bis zum Ende des Jahres mit der Option auf zweimal je ein Jahr gemacht hat."
Er habe sich dann über Union informiert: "Sie waren in der Bundesliga sehr gut, waren in der Europa League, der Vertrag war gut, das Projekt sah gut aus. Also habe ich zugesagt."
Auch der Vertrag, der von seinem Anwalt geprüft wurde, sei in Ordnung gewesen.
"Ich packte meinen Koffer und reiste allein nach Berlin. Als ich ankam, wurde ich von einer Person aus dem Klub in Empfang genommen. Es war alles erledigt. Ich machte meine Fotos, winkte in die Kamera. Das Übliche. Und wir machten einen Termin für die ärztliche Untersuchung am nächsten Tag", berichtete Isco in dem Interview.

Isco über Union-Forderungen: "Respektlos"

Auf dem Weg ins Krankenhaus am folgenden Tag habe man ihm dann erklärt, dass er nun doch nicht für die Europa League angemeldet werden könne. "Ihre Erklärung war, dass sie es bis zum Schluss versucht hätten und dass es nicht geklappt habe, also gut", meinte der Spanier, der zwischen 2013 und 2022 für Real Madrid gespielt hatte.
Nach der bestandenen medizinischen Untersuchung habe man aber auf dem Weg zur Vertragsunterzeichnung noch zwei Mal den Vertrag und das Gehalt ändern wollen. Danach habe er sich entschieden, den Vertrag nicht zu unterschreiben, so Isco. Der Deal platzte noch. Er sei mit "großen Erwartungen und Aufregung" nach Berlin gereist.
Jedoch habe man "innerhalb von fünfzehn Minuten die Hälfte des Vertrags geändert. Ein Vertrag, der sowohl von uns als auch von ihnen akzeptiert und überprüft wurde", erklärte der 31-Jährige: "Das war respektlos. Ich bin keine 18 Jahre alt, und es ist nicht der erste Vertrag, den ich unterschreibe, also habe ich gesagt, dass ich so etwas nicht unterschreiben würde."
"Wenn das alles in zwölf Stunden in Deutschland passiert ist, möchte ich nicht einmal daran denken, was in einem Jahr passiert", meinte Isco abschließend. Ende Dezember war der Vertrag des fünfmaligen Champions-League-Siegers beim FC Sevilla aufgelöst worden. Seither ist Isco vereinslos.
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Quelle: Perform

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