FC Bayern München: Rekordmeister offenbart große Probleme gegen "Kleine" - wird die Bundesliga noch einmal spannend?
Update 16/03/2025 um 11:31 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München hat zweimal in Folge gegen eine Mannschaft gepatzt, die im Abstiegskampf steckt. Erst setzte es 2:3-Heimpleite gegen den VfL Bochum, nun kam es in Köpenick zu einer Punkteteilung mit Union Berlin. In zwei Wochen reist mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner aus tiefen Tabellengefilden nach München. Droht der FC Bayern den Vorsprung auf Bayer Leverkusen noch zu verspielen?
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Quelle: Perform
In der Champions League dominant, in der Bundesliga ideenlos. Der FC Bayern München zeigt momentan zwei unterschiedliche Gesichter.
So stark die beiden Champions-League-Spiele gegen Bayer Leverkusen waren, so untypisch stellten sich die Leistungen zuletzt in der Bundesliga dar. Sowohl gegen den VfL Bochum als auch beim 1. FC Union Berlin gab der Rekordmeister eine Führung aus der Hand.
"Ich glaube, in diesen beiden Spielen sind es vor allem die großen Fehler, die uns am Ende die Siege gekostet haben", sagt Rechtsverteidiger Josip Stanisic. "Wenn wir diese Fehler nicht machen, dann würden wir hier ganz anders stehen und wären zufrieden."
Gegen Bochum geriet das Spiel durch den frühen Platzverweis von João Palhinha ins Wanken, in Berlin führte schlussendlich der Torwartfehler von Jonas Urbig zum Ausgleich.
Viel Ballbesitz, viele Torschüsse - und wenig Chancen
Klar ist aber auch: Der FC Bayern tat sich gegen leidenschaftlich verteidigende Berliner das gesamte Spiel über schwer. Sie hatten 80 Prozent Ballbesitz, spielten 737 Pässe (Union 178) und verbuchten ein Torschussverhältnis von 18:7. Aber: Es kamen nur wenig echte Chancen dabei herum. Vier Schüsse brachte der FC Bayern direkt auf das Tor, drei waren es bei Union.
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Benedict Hollerbach nutzt den Fehler von Bayern-Keeper Jonas Urbig
Fotocredit: Getty Images
"Wir trafen auf eine Mannschaft, die versucht hat, die Null zu verteidigen", so Sportvorstand Max Eberl. Stanisic merkt an, dass Union in der letzten Reihe "nicht nur mit fünf Spielern verteidigt hat, sondern manchmal auch mit sechs".
Kane kein Faktor in Berlin
Dies stellte den FC Bayern vor Probleme. Michael Olise, Serge Gnabry und Jamal Musiala fanden kaum Durchkommen. Harry Kane war sogar über weite Phasen des Spiels abgemeldet. Der Engländer hat nun fünf Bundesligaspiele in Folge nicht getroffen. Nur zwei davon gewann der FC Bayern.
Das Problem aus Sicht des FC Bayern: Nach der Länderspielpause könnte ein ähnliches Geduldsspiel anstehen. Der FC St. Pauli ist in München zu Gast - und der Aufsteiger kann vor allem eines: verteidigen, verteidigen und nochmals verteidigen. In 26 Saisonspielen kassierten die Hamburger nur 30 Gegentore, der drittniedrigste Wert der Bundesliga.
Bayer in Stuttgart unter Zugzwang
Der Druck auf den FC Bayern wächst, sofern Bayer Leverkusen am heutigen Sonntag beim VfB Stuttgart gewinnt (ab 19:30 Uhr im Liveticker) und den Rückstand auf sechs Punkte verkürzt. "Wir müssen schon noch unsere Punkte holen", betont Eberl. "Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, wie Leverkusen gegen Stuttgart spielt. Wir wollten vorlegen und den Vorsprung zumindest bis dahin auf elf Punkte ausbauen. Das haben wir nicht geschafft. Darüber ärgern wir uns."
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Quelle: Perform
Stanisic gibt sich indes gelassen. "Wir sind mit dem einen Punkt nicht zufrieden, aber wir haben uns diesen Vorsprung aufgebaut. Leverkusen ist noch immer hinter uns. Das wird sich auch so schnell nicht ändern", sagt der Verteidiger. "Wenn wir wieder das Quäntchen Glück haben, dass wir zuletzt nicht hatten, fahren wir wieder Siege ein."
Wenn nicht, könnte es allerdings noch einmal spannend werden.
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