Kevin Vogt wird im Spiel beim FC Augsburg auf Anraten der Mediziner ausgewechselt - und rastet aus

Kevin Vogt von der TSG 1899 Hoffenheim verletzte sich im Auswärtsspiel beim FC Augsburg (0:1) am Kopf und wurde auf Anraten des medizinischen Personals ausgewechselt. Der Innenverteidiger reagierte wütend, riss sich das Trikot vom Leib und warf es in die Ecke. Eine Aktion, die er mit klarem Kopf wohl bereuen wird, denn die Betreuer der TSG handelten absolut vorbildlich.

Kevin Vogt von der TSG 1899 Hoffenheim völlig außer sich

Fotocredit: Getty Images

Was war passiert? In der 47. Minute zappelte der Ball zum zweiten Mal am Freitagabend im Netz der Hoffenheimer. In der Entstehung des Treffers durch Ermedin Demirovic hatte Vorbereiter Kelvin Yeboah seinen Gegenspieler Vogt jedoch unabsichtlich mit der Hand auf die Nase geschlagen und den Verteidiger damit ausgeknockt.
Vogt blieb zunächst am Boden liegen und wurde dann sichtlich benommen vom Platz eskortiert. An der Seitenlinie machten die Mediziner der TSG dann deutlich, dass es nicht weitergehe. Vogt reagierte wütend und regte sich minutenlang vor der Auswechselbank auf. Er zog sein Trikot aus, schmiss es weg und entriss dann einem Betreuer mit einer ruckartigen Bewegung eine Jacke.
"Ich kann den Spieler verstehen", bewerete "DAZN"-Experte Sebastian Kneißl nach der Partie und fügte an: "Aber das ist das Paradebeispiel dafür, dass Spieler es nicht immer 100 Prozent einschätzen können. Das medizinische Personal steht über dem Spieler und sobald es nur Anzeichen einer Gehirnerschütterung gibt, muss sofort gehandelt werden."
Es sei deshalb absolut richtig gewesen, einzuschreiten und den Spieler daran zu hindern, das Feld wieder zu betreten und das Spiel fortzusetzen.

Medizinisches Personal der TSG handelte vorbildlich

Vogt hatte während der Behandlung an der Seitenlinie klargemacht, weiterspielen zu wollen. Die Mediziner schüttelten jedoch vehement die Köpfe und machte dem Trainer deutlich, dass das Spiel für Vogt beendet sei. Pellegrino Matarazzo ersetzte seinen Abwehrchef durch Ermin Bicakcic.
Vogts Frust über seine Auswechselung sei natürlich verständlich, so Kneißl weiter. "Er kennt ja seine Rolle und will der Mannschaft helfen." Es sei jedoch auch niemandem geholfen, wenn sich Vogt zwei Minuten später auf den Boden setze und dann ausgewechselt werden müsse. "Ich glaube, das hat er dann auch eingesehen."
picture

SotipptderBoss: BVB setzt Siegesserie fort

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung