SC Freiburg - Werder Bremen: Heimsieg für SCF gegen dezimierten SVW - Freiburger bleiben in Tabelle vorne dran

Der SC Freiburg hält mit einem Heimsieg gegen SV Werder Bremen auch am 11. Spieltag Anschluss an die Tabellenspitze der Bundesliga. Mit dem 2:0 (0:0) gegen die Hanseaten klettern die Breisgauer wieder auf Rang drei, direkt hinter dem FC Bayern München. Lukas Kübler brachte die Gastgeber in der 56. Minute in Führung, Vincenzo Grifo sorgte mit einem Elfmetertor in der 80. für die Entscheidung.

Lukas Kübler vom SC Freiburg

Fotocredit: Getty Images

Die Anfangsminuten des vermeintlichen Top-Spiels sorgten für wenig Aufregung. Beide Mannschaften blieben vorsichtig und präsentierten sich offensiv zunächst ideenlos.
In der 14. Minute überraschte Freiburgs Michael Gregoritsch dann aber die Werder Defensive mit einem Tempo-Lauf durch das Zentrum. Der Österreicher legte 25 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball an Bremens Kapitän und Nationalmannschafts-Kollege Marco Friedl vorbei und konnte durch diesen nur noch per Festhalten an seinem Lauf auf das Tor gestoppt werden. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied sich schnell für einen Platzverweis des Bremers. Eine Entscheidung, die vertretbar war. Eine Gelbe Karte wäre aufgrund der Nähe anderer Bremer Verteidiger aber auch zu rechtfertigen gewesen.
Die Freiburg wollten das Momentum nutzen und setzten den SVW in der Folge in Überzahl mächtig unter Druck. In Form von Kiliann Sildillia (16.) und Nicolas Höfler (21.) ließ man aber die besten Gelegenheiten liegen. Nach dem Schreck sammelte sich der Gast von der Weser nach und nach und überstand die Druckphase des SCF. Bis zur Pause hielt man den nun erwartungsgemäß spielbestimmenden Freiburgern stand und ging mit einem Remis in die Kabinen.
Nach der Pause wollte der SVW deutlich machen, dass man sich trotz Unterzahl nicht verstecken möchte. Doch nach einer knappen Stunde brachte Lukas Kübler die Freiburger nach einer Flanke von Vincenzo Grifo per sattem Schuss innerhalb des Strafraums in Führung (56.).
Exakt zehn Minuten später ließ Gregoritsch nach krassem Abwehrfehler auf Bremer Seite das 2:0 liegen. Allein vor dem Schlussmann scheiterte der Österreicher an Jiri Pavlenka. Freiburg nutzte den Schwung und blieb spielbestimmend. In der 79. Minute setzte sich Grifo über die rechte Seite durch und konnte durch den eingewechselten Felix Agu nur per Foulspiel im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Grifo per Panenka-Elfer höchstselbst und avancierte damit zum besten italienischen Torjäger der Fußball-Bundesliga.
Damit war das Spiel entschieden. Der SC ließ die letzten Minuten verstreichen und führte den Bremern damit die zweite Bundesliga-Niederlage in Folge zu.

Stimmen zum Spiel:

Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg): "Im Stadion war eine grandiose Stimmung. Das war eine extreme Unterstützung. Am Ende wurde ausgelassen gefeiert. Es war ein besonderer Moment. Wir haben uns immer besser reingespielt, zwei, drei Hochkaräter gehabt. Am Ende haben wir die Chancen eiskalt abgeschlossen. Das große Bild passt bei uns. Aber wir können das gut einordnen."
Vincenzo Grifo (SC Freiburg): "Der Torjubel heute war für Luca Toni. Er ist ein toller Mensch. Ich hatte viel Kontakt zu ihm. Ich bin ein großer Fan von ihm. Ich fühle mich sehr geehrt diesen Posten zu übernehmen und bin gespannt, wer der nächste Italiener sein wird."
Niclas Füllkrug (Werder Bremen): "Die erste Halbzeit fand ich haben wir gut über die Zeit gebracht, haben wenig zugelassen. Freiburg hat sich in der Pause darauf eingestellt und es im zweiten Durchgang besser gemacht. Die entscheidenden Szenen des Spiels dürfen uns so nicht passieren. Das war viel zu einfach."

Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Doppel-Pech für Werder

Der frühe Platzverweis (14. Minute) für Kapitän Marco Friedl war zweifelsohne der Knackpunkt der Partie. Für die Gäste aus Bremen war es nach 120 Minuten im DFB-Pokal unheimlich schwierig den SC über 90 Minuten weg zu verteidigen. Dass die Partie zehn Minuten vor dem Ende durch einen Stellungsfehler, der zu einem Strafstoß führte, entschieden wird, passt in das Bild des bitteren Nachmittags aus Bremer Sicht.

Die Zahl: 3

Für den SV Werder Bremen bedeutet die heutige Niederlage die dritte Pflichtspiel-Pleite innerhalb von nur sieben Tagen. Nach den Wochen der großen Euphorie bedeutet das einen ersten großen Rückschlag für die Bremer.
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Quelle: Perform

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