Mehmet Scholl plant Rückkehr ins Fußball-Geschäft und spricht über lange Abwesenheit

Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl hat sich im Podcast "Einfach mal Luppen" mit Toni und Felix Kroos über die Gründe für seine lange Abwesenheit in der Öffentlichkeit geäußert. Zudem erklärte der Ex-Nationalspieler und ehemalige TV-Experte, dass er bereit sei für neue Aufgaben im Sport. Lob hatte er zudem für den aktuell in die Kritik geratenen Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic übrig.

Mehmet Scholl

Fotocredit: Getty Images

Über ein Jahr lang hatte sich Mehmet Scholl aus den Medien zurückgezogen, zeigte sich so gut wie gar nicht mehr in der Öffentlichkeit. Erst vor wenigen Tagen wurde Scholl dann überraschend bei der Zweitliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Braunschweig (1:2) auf der Tribüne des Hamburger Millerntor-Stadions gesichtet.
Als Grund für seine lange Abwesenheit gab der achtmalige deutsche Meister an, einen gewissen Überdruss in Sachen Fußball verspürt zu haben: "Ich war müde, mir das alles reinzuziehen. Und dann hab ich gemerkt, ich motz eigentlich viel zu viel, das bin auch nicht ich."
Scholl, der in seiner aktiven Karriere 129 Tore in 530 Pflichtspielen für den Karlsruher SC und den FC Bayern erzielt hatte, war neun Jahre Experte und Kommentator in der "ARD".
Seine oftmals lustigen und provokanten Sprüche machten den gebürtigen Karlsruher zum Publikums-Liebling.

Scholl will zurück ins Fußballgeschäft

Im Podcast "Einfach mal Luppen" von Real-Madrid-Star Toni Kroos und dessen Bruder Felix sagte Scholl auf die Frage, was ihm in seiner Karriere am meisten Spaß gemacht habe: "Im Prinzip hat alles Spaß gemacht, bis auf die letzten ein, anderthalb Jahre beim Fernsehen. Da war es einfach schwierig. Das lag aber nicht an der "ARD", die ein super Arbeitgeber war. Sondern das lag einfach an meinem Überdruss am Fußball."
Er fügte aber auch hinzu: "Der Zauber ist jetzt wieder da."
So plane der 52-Jährige nun seine Rückkehr ins Fußballgeschäft – allerdings ohne konkreten Plan: "Es tut sich ja im Moment sehr viel im Fußball. Und ich habe wieder Interesse, also richtig Interesse. In welcher Form ich da wieder auftauchen werde, weiß ich jetzt noch nicht."

Scholl lobt Salihamidzic: "Brazzo liebe ich"

Zur aktuellen Krise seines Ex-Vereins FC Bayern München wollte Scholl sich hingegen nicht äußern. Dazu habe er "zu wenig Insiderinformationen" und auch "nicht wirklich viel Kontakt zur Bayern-Kabine".
Viel Lob hatte er allerdings für seinen Ex-Mitspieler und heutigen Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic übrig: "Brazzo liebe ich. Er war einer meiner Lieblingsmitspieler. Ich schaue mir die Transfers an und er macht einen guten Job."
Über Oliver Kahn und dessen Arbeit als Bayern-Boss wollte sich Scholl dagegen kein Urteil erlauben: "Bei Olli kann ich überhaupt nicht beurteilen, was er macht, weil ich überhaupt keinen Einblick habe in die Arbeit eines Vorstandsvorsitzenden."
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Quelle: Perform

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