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RB Leipzig zieht dank Sieg im Topspiel gegen Freiburg am BVB vorbei - Nkunku und Co. zaubern erneut
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Publiziert 09/11/2022 um 22:28 GMT+1 Uhr
RB Leipzig bleibt in der Bundesliga auf dem Vormarsch. Der amtierende Pokalsieger setzte sich am 14. Spieltag zu Hause im Topspiel gegen den SC Freiburg 3:1 (0:0) durch und schob sich damit an Borussia Dortmund vorbei auf Tabellenplatz fünf. Mohamed Simakan (55.), Christopher Nkunku (56.) und Emil Forsberg per Foulelfmeter (78.) trafen für RB. Lukas Kübler erzielte den Treffer für die Gäste (66.).
Mohamed Simakan (RB Leipzig) bejubelt seinen Treffer gegen den SC Freiburg
Fotocredit: Imago
Bundesliga-Überraschungsteam SC Freiburg hat auf der Jagd nach Tabellenführer Bayern München an Boden verloren. Bei der Neuauflage des diesjährigen DFB-Pokalfinales verlor das Team von Trainer Christian Streich am Mittwochabend beim formstarken Cup-Champion RB Leipzig mit 1:3 (0:0). Folglich stehen die Breisgauer, die zuletzt dreimal in Serie gewonnen hatten, vier Zähler hinter dem Rekordmeister.
RB-Verteidiger Mohamed Simakan (54.), Star-Stürmer Christopher Nkunku (56.) mit seinem zwölften Saisontor und Emil Forsberg per Foulelfmeter (78.) brachten den Freiburgern die dritte Saisonniederlage bei, Lukas Kübler (66.) traf für die Gäste. Zuvor war das Streich-Team lediglich gegen die Bayern (0:5) und Borussia Dortmund (1:3) unterlegen gewesen.
Die so schwach gestarteten Leipziger, die nun seit zwölf Pflichtspielen unbezwungen sind, schoben sich indessen wieder ganz nah an die Champions-League-Ränge heran. Mit 25 Punkten überholte die Mannschaft von Coach Marco Rose gar den BVB und ist wieder in unmittelbarer Schlagdistanz zum SC (27).
"Es ist eine große Aufgabe, die vor uns steht. Wir brauchen einen super Tag und vielleicht auch ein bisschen Glück", hatte Streich vor der Partie gewarnt. Und das nahmen die Freiburger früh in Anspruch. Hatten sich die Leipziger trotz Überlegenheit beim Ballbesitz an der Fünferkette die Zähne ausgebissen, der SC stellte bis dato bekanntlich die zweitbeste Abwehr der Liga, ging es auf einmal ganz schnell.
Nach rasch ausgeführtem Freistoß von Dominik Szoboszlai war Christopher Nkunku (16.) frei durch und lupfte den Ball gegen den Außenpfosten. Bitter für RB: Kurz darauf musste Verteidiger Josko Gvardiol (23.) mit Nasenbluten raus, nachdem er mit Kapitän Willi Orban zusammengeprallt war. Dabei war der Kroate, der ins Krankenhaus gebracht wurde, erst kurz vor Anpfiff in die Startelf gerückt, da Abdou Diallo beim Aufwärmen über Knieschmerzen geklagt hatte.
Großartig geschockt wirkten die Gastgeber aber kaum. RB beschäftigte den SC, der sich selten nach vorne wagte, und begann sich Chancen zu erspielen. Sowohl Andre Silva (24.) als auch der für Gvardiol eingewechselte Benjamin Henrichs (28.) wurden glänzend in die Tiefe geschickt, zielten aus halbrechter Position jedoch beide links am Tor vorbei. Einen von Freiburgs Philipp Lienhart abgefälschten Orban-Kopfball konnte SC-Torwart Mark Flekken (38.) gerade so von der Linie kratzen.
Nach der Pause rannte RB wie entfesselt an. Flekken rettete zunächst noch in höchster Not gegen Nkunku (52.) und Szoboszlai (54.), doch dann folgte der Leipziger Doppelschlag. Simakan drosch einen Latten-Abpraller nach einem weiteren Nkunku-Versuch über die Linie, ehe Nkunku steil geschickt wurde und Flekken im Eins-gegen-Eins keine Chance ließ. Nur zwei Minuten später parierte der niederländische Schlussmann erneut gegen Silva. Doch Kübler brachte die Freiburger mit einem tollen Schuss von der Strafraumgrenze wieder ins Spiel. Forsberg machte nach einem Foul an Nkunku vom Elfmeterpunkt alles klar.
Die Stimmen zum Spiel:
Nicolas Höfler (SC Freiburg): "Wir haben uns für eine defensive Strategie entschieden, haben es ordentlich gemacht, sind mit einem 0:0 in die Halbzeit gekommen und dann kriegen wir durch einen Eckball das 0:1. Dann wird es schwierig, weil Leipzig einfach mehr Qualität hat nach vorne. Da hat unsere Leistung dann nicht ganz gereicht."
Christian Streich (SC Freiburg): "Damit es gleich klar ist: der Sieg von Leipzig ist absolut verdient. Wir haben probiert Dreierkette zu spielen, um das Umschaltspiel von Leipzig nicht aufkommen zu lassen. Wir hatten 2-3 Mal richtig Glück gehabt, und es steht 0:0 zur Pause."
... über den Elfmeter: "Aber was dann schade ist: zum wiederholten Mal gab es eine Berührung. Es gab eine Berührung, da stand's 2:1. Und es gibt den VAR. Das war 2020 so, 2021 so und jetzt wieder. Wofür hat man den VAR? Das ist sehr schade, da hätten wir vielleicht eine kleine Chance gehabt."
Marco Rose (RB Leipzig): "Freiburg hat eine außergewöhnlich Mannschaft. Ich hab heute zwei Teams gesehen, die alles probieren, um Spiele zu gewinnen. Hut ab vor allen Akteuren auf dem Platz. In der Summe glaube ich, dass das heute ein verdienter Sieg war."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Nkunku weiterhin das Maß aller Dinge
Auch wenn der Franzose aktuell wohl genug Lobpreisungen erhält, so muss man die heutige Leistung trotzdem noch einmal würdigen. Als Dreh- und Angelpunkt im Leipziger Offensivspiel erzielte der Stürmer nicht nur seinen zwölften Saisontreffer, sondern holte auch den letztendlich spielentscheidenden Elfmeter heraus. Passend dazu wurde am Abend der Kader der französischen Nationalmannschaft für die WM in Katar veröffentlicht, in dem der Leipziger natürlich nicht fehlen darf.
Die Zahl zum Spiel: 11 aus 13
Seit Marco Rose den Trainerposten in Leipzig übernahm, holte nicht nur keine Mannschaft mehr Punkte als die Bullen – RB stellte auch eine beeindruckende Serie auf: Man verlor keines der letzten 13 Spiele, elf davon gewann man sogar. Das untermauert die Leipziger Ambitionen auf eine erneute Champions League-Qualifikation und (warum auch nicht?) ein Weiterkommen im Achtelfinale der Königsklasse gegen Manchester City.
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Quelle: Perform
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