SC Freiburg verabschiedet "Fußballgott" Nils Petersen - Vereinsikone trifft bei seinem letzten Heimspiel

Die Superjoker Nils Petersen und Christian Günter haben den SC Freiburg an einem emotionalen Abend zum 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg geschossen. Vor allem Petersen stand angesichts des letzten Heimspiels seiner Karriere besonders im Fokus. "Niemand ist größer als der Verein - aber du warst nah dran", verabschiedeten sich die Fans von ihrem geliebten "Fußballgott".

Nils Petersen hat einen eindrucksvollen Auftritt bei seinem letzten Heimspiel hingelegt

Fotocredit: Imago

Die ausufernden Feierlichkeiten auf dem Zaun hatten durstig gemacht. Kurzerhand schnappte sich Nils Petersen den Bierbecher vom Fan-Einpeitscher und leerte ihn mit einem kräftigen Zug zur Hälfte.
"Es war ein Radler", gab der umjubelte Superjoker des SC Freiburg kurz vor Mitternacht zu Protokoll - und versprach seine Teilnahme an der Samstagseinheit trotz einer geplanten Party mit Freunden bis um 3:00 Uhr: "Ich werde trainieren können."
Doch selbst ein Schwänzen nach dem 2:0 (0:0) am vorletzten Spieltag der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg hätte Petersen niemand übel genommen. Wohl nicht einmal der sonst so strenge Trainer, der seinen Vorzeigeprofi im Anschluss an Petersens emotionales Abschieds-Heimspiel über alle Maßen lobte.
"Er ist ein großartiger Spieler und ein großartiger Mensch", sagte Christian Streich: "Er ist ein Vorbild für alle. Ich weiß nicht, wie es ohne ihn sein wird in der Kabine."

"Du warst nah dran": Freiburg verabschiedet seine Ikone

Auch die Fans können sich den Sport-Club ohne ihren "Fußballgott", der seine aktive Laufbahn nach dem letzten Saisonspiel am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt beenden wird, kaum vorstellen. Die Anhänger würdigten den Bundesliga-Rekordjoker mit einem riesigen Transparent: "Niemand ist größer als der Verein - aber du warst nah dran."
Tatsächlich stellte Petersen seinen Wert für den SC, der in der kommenden Spielzeit zum zweiten Mal in Folge im Europacup vertreten sein wird, auch in seinem letzten Heimspiel unter Beweis. Petersen erzielte vor 33.300 Zuschauern den Treffer zum Endstand (75.), den er wie so oft in seiner Karriere kurz nach seiner Einwechslung (70.) markierte. Es war das 34. Tor Petersens bei einem Einsatz als Joker.
"Ich habe einen Kloß im Hals - und einen Teil meiner Stimme auf der Tribüne gelassen. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Einen besseren Abgang hätte ich mir nicht wünschen können", sagte der sichtlich gerührte Petersen: "Ich freue mich, ein Teil des Klubs gewesen zu sein."
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Nils Petersen gelang ein traumhafter Abschied von den Heimfans

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Streich lobt Torschütze Günter

Einen ähnlich umjubelten Abgang wie den von Petersen darf SC-Kapitän Christian Günter zukünftig sicher auch erwarten. Nachdem der Nationalspieler zum ersten Mal seit über sechs Jahren auf der Ersatzbank saß, weil er laut Streich "nicht mehr ganz so frisch" war, brachte der gemeinsam mit Petersen eingewechselte Dauerbrenner den SC bei seiner ersten Aktion in Führung (71.).
"Vielleicht habe ich über die Jahre etwas von Nils gelernt", sagte Günter mit einem Grinsen im Gesicht: "Er war immer ein ganz wichtiger Faktor. Mein Tor ist egal. Es geht um Nils."
Streich sah das nicht ganz so. Der Coach, der bei der Party mit den Fans auf dem Platz lauthals mitgesungen und gefeiert hatte, würdigte neben Petersen auch seinen zum Reservisten degradierten Spielführer.
"Christian ist gut damit umgegangen. Er wird ein bisschen älter, jetzt kommen die Jungen", sagte der Coach: "Den anderen etwas gönnen, die Optionen sehen. Der Verein steht über allem - wenn das in allen drin ist, ist mir nicht bange um die Zukunft des Vereins."
(SID)
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Quelle: Perform

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