FC Bayern München - Kommentar: Thomas Müller gehen lassen? Ein schwerer Fehler!

Thomas Müller trägt seit 23 Jahren das Trikot des FC Bayern. Erst in der Jugend, dann in der zweiten Mannschaft, seit 2008 bei den Profis. Inzwischen ist der "Raumdeuter" 33 Jahre alt und es mehren sich die Gerüchte um einen Abschied, befeuert durch die Entscheidung von Thomas Tuchel, Müller auf die Bank zu setzen. Nur: Die Bayern sollten sich hüten, die Klub-Ikone ziehen zu lassen. Ein Kommentar.

Thomas Müller (FC Bayern München)

Fotocredit: Eurosport

Wehe, Thomas Müller steht nicht in der Startelf beim FC Bayern.
Dann ist aber was los - und der Trainer, der das verbrochen hat, darf sich auf bohrende Fragen in Presserunden gefasst machen, ob er nun Niko Kovac, Julian Nagelsmann oder Thomas Tuchel heißt.
Das Mantra "Müller spielt immer", einst von Louis van Gaal kreiert, scheint noch immer zu gelten, auch wenn der Spieler selbst damit wenig anfangen kann. Hat er jedenfalls gesagt.
Seitdem Thomas Tuchel in den Champions-League-Duellen mit Manchester City in der Startelf auf Müller verzichtete, ist das Thema wieder en vogue. Zumal der Trainer auch noch einen griffigen Satz mitlieferte, an dem sich die Debatte herrlich spielend leicht entzünden lässt. Die Vergleiche mit City seien keine "Thomas-Müller-Spiele", dozierte Tuchel.

Achtung, Müller-Falle!

Oha, dünnes Eis! Die "Süddeutsche Zeitung" warnte umgehend vor der "Müller-Falle". In die war vor ein paar Jahren schon Kovac getappt. "Wenn Not am Mann sein sollte", werde Müller Einsatzzeiten bekommen, sagte der damalige FCB-Trainer über den Mann, der im Bayern-Kosmos unter Denkmalschutz steht.
Tuchel geht cleverer vor, lobt Müller bei allen Gelegenheiten in den höchsten Tönen für dessen Einstellung, Bedeutung und Verhalten. Dennoch: Die Personalie könnte ihm schmerzhaft auf die Füße fallen.
Und zwar dann, wenn der Name Müller in der kommenden Saison auf der Kaderliste des Rekordmeisters fehlen sollte, wie entsprechende Gerüchte nahelegen. Wohl nur heiße Luft, wie die Reaktion des Offensivstars vermuten lässt. #jetztwirdsdannlangsamwild, schrieb Müller auf seiner Instagram-Seite.
Dennoch kann man dem FC Bayern nur dringend raten, alles dafür zu tun, dass Müller gar nicht erst auf die Idee kommt, sich anderweitig umzuschauen.

Müller wie Maldini, Puyol und Giggs

Der Klub braucht ihn nach wie vor. Als Identifikationsfigur, als Leader, vor allem aber als Leistungsträger. Er muss ja nicht immer von Beginn an spielen, nicht permanent über 90 Minuten.
Was Müller verdient hat, ist eine ehrliche Kommunikation vonseiten des Trainers und eine wichtige Rolle in dessen Planungen. Dann stehen die Chancen gut, dass der heimatverbundene, loyale Ausnahmeprofi weiterhin im roten Trikot aufläuft.
Der spanische Erstligist Athletic Bilbao vergibt seit 2015 eine wunderbare, viel zu wenig beachtete Auszeichnung: den One Club Award.
Zu den Preisträgern gehören Milan-Legende Paolo Maldini, Barcelona-Ikone Carles Puyol und der ewige ManUnited-Angreifer Ryan Giggs. Große Spieler eben, die ihrem Verein während der gesamten Profi-Laufbahn treu geblieben sind. Das wäre doch auch etwas für Thomas Müller ...
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So denkt Tuchel über Müller und Gravenberch

Quelle: Perform

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