FC Bayern - Thomas Müller blickt auf Chaos-Saison in München zurück: "Unruhigstes Jahr meiner Karriere"
Publiziert 02/06/2023 um 11:28 GMT+2 Uhr
Nach einer nervenaufreibenden Bundesliga-Saison hat sich nun Thomas Müller erstmals ausführlich geäußert. Das Urgestein des FC Bayern München meldete sich in seinem Newsletter "esmuellert" über die Turbulenzen in der vergangenen Spielzeit zu Wort und gab gleichzeitig eine Einschätzung zur Doppel-Entlassung von Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstandschef Oliver Kahn zum Saisonende ab.
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Quelle: Perform
So gab der 33-Jährige einen Einblick in die Gefühlswelt der Mannschaft nach der 1:3-Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Leipzig. Die Enttäuschung sei demnach "riesig" gewesen. Er wollte dieser jedoch "keinen Platz lassen und habe versucht, sofort gegenzusteuern".
Das furiose Finale am 34. Spieltag in Köln, an dem der FCB die schon verloren geglaubte Meisterschaft dank eines späten Treffers doch noch gewann, sei dann "ein Spiegelbild unserer durchwachsenen Rückrunde gewesen."
Jamal Musialas "Weltklasse-Tor" würdigte der Routinier ebenso wie die Spannung an sich, die er auch als direkt involvierte Person offensichtlich genießen konnte.
Aufgrund genau dieser Dramatik "liebe ich den Fußball", schrieb Müller und fügte hinzu: "Wir sind alle Kinder der Bundesliga und des Fußballs. Und dieses Finale war einfach der Wahnsinn."
Müller: "Bin gespannt, wie es weitergeht"
Allerdings gibt der Weltmeister von 2014 auch offen zu, dass das zurückliegende das "vielleicht unruhigste Jahr meiner Karriere" gewesen sei. Die Meisterfeier gemeinsam mit den FC Bayern-Frauen am vergangenen Sonntag sei dann der "krönende Abschluss" gewesen.
Nun freue er sich allerdings auf die Sommerpause und möchte "einfach mal andere Sachen" machen. Dann folgen weitere ehrliche Worte: "Für mich war diese spezielle Saison mit der WM im Winter sehr intensiv. Obendrauf noch das chaotische Jahr beim FC Bayern."
Trotz der Last-Minute-Meisterschaft hatte der Verein kurz nach Abpfiff in Köln die Entlassung von Sportdirektor Salihamidzic und CEO Kahn verkündet. Auch dazu äußerte sich Müller: "Dass ihre Freistellung im schnelllebigen Fußball-Geschäft so laufen könnte, ist völlig klar."
Er sei "gespannt, wie es weitergeht" und hätte immer einen "guten Draht" zu ihnen gehabt. Dann blickte er voraus: "Die beiden werde ich bestimmt mal auf dem Golfplatz treffen."
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