VfB Stuttgart verlässt Abstiegsränge: Befreiungsschlag gegen Borussia Mönchengladbach

Dem VfB Stuttgart ist im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga ein wichtiger Sieg gelungen. Durch ein 2:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach kletterten die Schwaben auf Rang 15. Serhou Guirassy brachte den VfB per Hacke in Führung (22.), die Julian Weigl per Handelfmeter (78.) ausglich. Den Sieg bescherte dem VfB ebenfalls ein Elfmeter, den Tanguy Coulibaly verwandelte (83.).

Silas feiert den Stuttgarter Sieg

Fotocredit: Getty Images

Im vierten Bundesliga-Spiel unter Trainer Sebastian Hoeneß war es der zweite Sieg nach zuvor zwei Unentschieden. Vor eigenem Publikum hatten die Stuttgarter seit 18. Februar nicht mehr gewonnen.
Durch den Sieg stehen die Gastgeber erstmals seit dem 23. Spieltag nicht mehr auf einem der letzten drei Plätze.
Stuttgart bestimmte angetrieben vom allgegenwärtigen Enzo Millot vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel gegen schlampige Gladbacher, was aber zunächst fehlte, waren gute Torchancen. Das änderte sich jedoch nach 20 Minuten schlagartig. Erst musste sich Gladbachs Torhüter Jonas Omlin bei einem Schuss von Millot lang machen. Kurz darauf lenkte Guirassy den Ball auf Vorlage von Waldemar Anton mit der Hacke ins Tor, nach zweiminütiger Videoüberprüfung zählte der Treffer dann auch.
Erst danach nahmen die bis dahin eher leidenschaftslos wirkenden Gladbacher entschlossener am Spiel teil, was die wackelige Stuttgarter Abwehr prompt in Schwierigkeiten brachte. VfB-Torhüter Fabian Bredlow verhinderte gegen den gut freigespielten Alassane Plea mit einer Glanzparade den raschen Ausgleich (33.).
Der VfB verpasste danach etwa durch den quirligen Silas (42.) mehrere Chancen, die Führung auszubauen. Pech für die Stuttgarter: Nach einem unbeabsichtigten Schlag ins Gesicht von Gladbachs Lars Stindl (51.) musste der umtriebige Torschütze Guirassy vom Feld, ersetzt wurde er von Tiago Tomas.
In der Folge zog sich der VfB zunehmend zurück, hatte aber dennoch durch Silas (64.) und Dan-Axel Zagadou (71.) die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Gladbach dagegen konnte seine Überlegenheit nicht nutzen - und benötigte beim Ausgleich in der turbulenten Schlussphase die unfreiwillige Mithilfe von Zagadou. Zu einem Punkt reichte es dennoch nicht.

Die Stimmen zum Spiel:

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart): "In der zweiten Halbzeit war die Botschaft, auf das zweite Tor zu gehen. Nach der Pause habe ich aber ein bisschen die Schärfe und Zielstrebigkeit vermisst. Wir mussten das Spiel gewinnen, um unsere Situation zu verbessern. Wir mussten leiden, waren dazu aber bereit. Das 1:1 war natürlich bitter, weil ich bis dahin keine klare Torchance gesehen haben, danach hat die Mannschaft wieder mal eine großartige Reaktion gezeigt, die Köpfe ginge nicht runter. Es ist ein Sieg, der in Ordnung geht, ein enorm wichtiger Sieg für uns als Team, wir haben eine Mannschaft, die geschlossen Auftritt, und das ist der Weg."
Daniel Farke (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Dass wir mit dem Ergebnis enttäuscht sind, liegt auf der Hand. Uns hat in der ersten Halbzeit ein bisschen Schärfe und Energie und Durchsetzungsvermögen in beiden Strafräumen gefehlt. In der zweiten Halbzeit kann ich den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen, wir haben uns mit viel Energie und Leidenschaft zurückgekämpft, hatten das Momentum auf unserer Seite, geben es dann aber wieder aus der Hand. Die Jungs haben bis zur letzten Sekunde trotzdem alles versucht. Ich kann gar nichts an Leidenschaft, Mentalität und Charakter bemängeln. Ich bin mit dem, was wir investiert haben, alles andere als unzufrieden."
(SID)
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Quelle: Perform

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