Borussia Dortmund attackiert Schiedsrichter Stegemann nach Remis in Bochum: "Fahrlässig, feige und komplett falsch"

Borussia Dortmund hat im Bundesliga-Titelrennen einen Dämpfer kassiert. Die Schwarz-Gelben kamen am Freitagabend beim VfL Bochum nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Allerdings rückte das sportliche Geschehen nach Abpfiff im Vonovia Ruhrstadion schnell in den Hintergrund. Schließlich fühlte sich der BVB vom Schiedsrichtergespann um Referee Sascha Stegemann in entscheidenden Momenten benachteiligt.

Terzic hadert mit Schiedsrichter: "Ich finde es sehr ungerecht"

Quelle: Perform

Jude Bellingham und Emre Can brüllten ihre Wut in das Gesicht von Schiedsrichter Sascha Stegemann, Edin Terzic redete auf den Vierten Offiziellen Sören Storks ein, doch es half alles nichts mehr: Borussia Dortmund hat am Freitagabend beim VfL Bochum im Kampf um die deutsche Meisterschaft wichtige Punkte liegen gelassen.
Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic kam bei den abstiegsbedrohten Gastgebern nicht über ein 1:1 (1:1)-Remis hinaus und droht damit die Tabellenführung nach nur einer Woche wieder an den FC Bayern zu verlieren. Die Münchner könnte mit einem Heimsieg am Sonntag gegen Schlusslicht Hertha BSC (15:30 Uhr im Liveticker) wieder die Spitze übernehmen.
Obwohl der verpasste Dreier im Derby ein Schlag ins Kontor der Dortmunder war, rückte das sportliche Geschehen nach Abpfiff im Vonovia Ruhrstadion schnell in den Hintergrund. Schließlich fühlte sich der BVB vom Schiedsrichtergespann um Stegemann in spielentscheidenden Momenten benachteiligt.
Doch was war passiert?

Kobel hadert mit Elfmeterentscheidung

Die Ursache für den schwarz-gelben Unmut waren zwei strittige Elfmeterentscheidungen, bei denen nicht nur die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb, sondern auch der Video Assistant Referee (VAR) offenbar keine Notwendigkeit sah, um zu intervenieren.
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Terzic nach Remis in Bochum kämpferisch: "Alles dafür tun"

Quelle: Perform

Zunächst wurde Karim Adeyemi, der den einzigen Dortmunder Treffer an diesem Abend markierte (7.), von Bochums Verteidiger Danilo Soares - der bereits mit Gelb verwarnt war - nach einer Hereingabe im Sechszehner von hinten von den Beinen geholt (65.). Schiedsrichter Stegemann entschied sich jedoch schnell gegen einen Strafstoß - zum Unverständnis der Dortmunder.
"Meiner Meinung nach ist das ein Elfmeter. Das hat nichts mit Ballspielen zu tun. Er trifft nur den Mann, das ist eine klare Behinderung und ein Elfmeter", konstatierte BVB-Keeper Gregor Kobel am "DAZN"-Mikrofon.
Experte Sandro Wagner pflichtete dem Schlussmann bei: "Je häufiger man die Szene sieht, desto unfassbarer ist diese Situation. Er hatte keine Chance auf den Ball. Es gibt Situationen, da kann man diskutieren im Fußball, bei dieser Szene aber nicht."
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Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) wird von Danilo Soares (VfL Bochum) zu Fall gebracht

Fotocredit: Getty Images

Kehl attackiert Stegemann scharf

In die gleiche Kerbe schlug auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, der sich gar von Stegemann betrogen fühlte.
"Heute ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen", polterte der Ex-Profi in der Mixed Zone und führte weiter aus: "Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden. Fünf Spieltage vor Schluss, wenn es um die deutsche Meisterschaft geht, sich nicht diese Situation anzuschauen, halte ich für fahrlässig, feige und komplett falsch."
Selbst die Hausherren aus Bochum musste im Anschluss eingestehen, dass sie in jener Situation jede Menge Glück hatten. "Kann man pfeifen, keine Frage. Der Schiedsrichter hat sich aber dagegen entschieden", fasst VfL-Kapitän und Torschütze Losilla die Szene zusammen und schob die Phrase nach, dass sich dies "über eine ganze Saison gesehen ausgleichen würde."

Stegemann verwehrt Dortmund Handelfmeter

Der zweite Aufreger spielte sich tief in der Nachspielzeit (90.+1) ab, als der BVB mit letzter Kraft versuchte, den Lucky Punch zu erzwingen. Die Hintermannschaft der Hausherren konnte eine Ecke von der linken Seite nur unzureichend klären, weshalb sich im Sechzehner eine Abschlusschance für den aufgerückten Dortmunder Innenverteidiger Niklas Süle ergab.
Der Versuch des deutschen Nationalspielers wurde jedoch vom herangrätschenden VfL-Verteidiger Erhan Masovic geblockt. Bei seiner Rettungsaktion sprang dem Serben der Ball jedoch deutlich an seinen abgestützten Arm. Zum Ärger des Tabellenführers ließ Stegemann jedoch erneut weiterspielen, anstatt auf den Elfmeterpunkt zu zeigen.
"Es gab drei Schlüsselszenen in diesem Spiel, drei Fehlentscheidungen, die mehr als unglücklich für uns gelaufen sind: Das Gegentor und die beiden Elfmeterszenen", erklärte Terzic entsetzt bei "DAZN".
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Edin Terzic (Borussia Dortmund) beschwert sich im Spiel gegen den VfL Bochum

Fotocredit: Imago

Terzic emotional: "Eine einmalige Chance in meinem Leben"

Mit der Entscheidung beim Gegentor spielte er auf einen Schubser von Bochums Angreifer Philipp Hofmann im Luftkampf mit Gegenspieler Emre Can an, bei dem der Dortmunder zu Fall kam. Nur wenige Augenblicke später erzielte Losilla den vielumjubelten Führungstreffer für die Gastgeber (5.).
"Ich habe dem kompletten Schiedsrichtergespann gesagt, was ich von den Entscheidungen halte und wie viel hier auf dem Spiel steht. Es ist für uns und für mich persönlich eine einmalige Chance in meinem Leben, so nah an die Meisterschale zu kommen. Und ich habe den Schiedsrichter einfach nur gebeten: Schau es dir noch mal an. Das hat er nicht getan", sagte der sichtlich aufgewühlte BVB-Coach abschließend.
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Tuchel erklärt Hoeneß-Besuch: "Dann kann es emotional werden"

Quelle: Perform

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