VfB Stuttgart schießt VfL Bochum im Kellerduell ab und feiert ersten Saisonsieg - Silas mit Doppelpack

Der VfB Stuttgart hat am 10. Spieltag im Kellerduell gegen den VfL Bochum seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Die Stuttgarter, die am Samstag von Interimstrainer Michael Wimmer betreut wurden, schlugen den VfL im heimischen Stadion 4:1 (2:1). Silas Katompa Mvumpa (3.,FE/64.), Naouirou Ahamada (22.) und Wataru Endo (71.) trafen für den VfB. Simon Zoller (29.) erzielte den Treffer für Bochum.

Naouirou Ahamada traf für den VfB gegen den VfL Bochum

Fotocredit: Getty Images

Der VfB Stuttgart hat mit Interimstrainer Michael Wimmer den ersten Saisonsieg eingefahren. Der Einstieg in die Partie hätte für die heutigen Gastgeber kaum besser laufen können: Bereits nach drei Minuten dribbelte sich Silas Katompa Mvumpa über die rechte Seite in den Bochumer Strafraum, ließ drei Mann stehen und konnte schlussendlich nur per Foul von Danilo Soares gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte souverän selbst. Für den VfL war es bereits der siebte Elfmeter in der Saison, der gegen sie gepfiffen wurde (neuer Bundesliga-Rekord nach zehn Ligaspielen).
Der Treffer gab dem VfB mehr Mut und so konnten die Schwaben nach einem Fehler von Manuel Riemann ein zweites Mal in der 22. Spielminute jubeln. Silas bediente Naouirou Ahamada, der im Strafraum sicher ins linke Eck einnetzte.
Der VfL versuchte sich vor allem über direkte Zweikämpfe zurück ins Spiel zu kämpfen. In der 29. Minute belohnte Simon Zoller nach Vorarbeit von Kevin Stöger das Engagement der Gäste und erzielte den Anschlusstreffer.
In der Folge blieb die Partie lange Zeit ausgeglichen. Gerrit Holtmann verpasste nach einem Missverständnis zwischen Waldemar Anton und Keeper Florian Müller den 2:2-Ausgleichstreffer.
Nach 64 Minuten brachte Silas den VfB aber endgültig auf die Siegerstraße: Der eingewechselte Chris Führich schickte Borna Sosa über die linke Seite, der wiederum Silas im Rückraum des Strafraums bediente. Die Bochumer gaben sich nicht auf und drängten auf den erneuten Anschluss. Allerdings musste man sich nach dem vierten Treffer der Stuttgarter durch Wataru Endo in der 71. Minute geschlagen geben.
Die Stuttgarter feiern einen verdienten Premierensieg, der am Ende etwas zu hoch ausfällt, da Bochum über den Großteil der Zeit den Schwaben ebenbürtig war.

Stimmen zum Spiel:

Michael Wimmer (Interimstrainer VfB Stuttgart): "Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, gehen dann auch verdient mit 2:0 in Führung. Danach war Bochum aktiver und die bessere Mannschaft. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Bochum war in dieser Phase deutlich besser. Florian Müller hat uns mit seiner Parade gegen Gerrit Holtmann im Spiel gehalten."
Thomas Letsch (Trainer VfL Bochum): "Das Ergebnis entspricht für mich nicht wirklich dem Spielverlauf. Wir haben insgesamt ein ganz gutes Spiel gemacht, auch wenn sich das nach einem 1:4 komisch anhört. Viele Dinge waren ordentlich, aber in den entscheidenden Bereichen haben wir schlechter gespielt als der VfB."
Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Das wirkte heute sehr befreiend. Das Trainerteam hat es die Woche über sehr gut aufgefangen. Es war wichtig die Köpfe freizubekommen. Heute hatten wir auch das Momentum auf unserer Seite, waren effektiv. Das entscheidet dann auch Spiele. Die Qualität der Mannschaft ist ohnehin immer zu erkennen."
Simon Zoller (VfL Bochum): "Wir sind sehr unglücklich in das Spiel gestartet, aber auch gut zurückgekommen. Insgesamt ordentlich gespielt. Wir waren nah dran am Ausgleich. Der Gegentreffer zum 3:1 war ein Nackenschlag. Am Ende ist das Ergebnis sehr ärgerlich."

Tweet zum Spiel:

Der Elfmeter, der zum 1:0 der Gastgeber führte, war zugleich der siebte Strafstoß der gegen den VfL Bochum in der laufenden Saison ausgesprochen wurde. So viele Elfmeter musste noch nie ein Bundesligist nach zehn Ligaspielen hinnehmen.

Das fiel auf: Unterschiedsspieler Silas

Qualitativ unterschieden sich beide Mannschaften nur in wenigen Spielphasen. Der Grund, warum der VfB am Ende um drei Tore besser da steht, hört auf den Namen Silas. Der Flügelstürmer sorgte mit seinen Dribblings immer wieder für Gefahr am Strafraum der Bochumer. Zwei Treffer und eine Torvorlage unterstrichen die Spitzenleistung des Stuttgarters.

Die Zahl: 27

Trotz des Sieges stellte der Gastgeber einen neuen Bundesliga-Negativ-Rekord auf. Mit dem Treffer des VfL hat Stuttgart nun in den vergangenen 27 Bundesliga-Heimspielen immer mindestens ein Gegentor kassiert. Zuvor teilte man sich den Rekord mit Rot-Weiss Essen.
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Quelle: Perform

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