VfL Bochum kassiert Heimdebakel gegen den VfL Wolfsburg - herber Rückschlag im Abstiegskampf

Der VfL Bochum steckt in der Bundesliga weiter tief im Abstiegskampf. Die Westfalen kassierten am 29. Spieltag eine 1:5 (0:3)-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg und bleiben auf Platz 15. Die Gäste springen dank des Sieges auf Rang sieben. Mattias Svanberg (10./56.), Jakub Kaminski (21.), Patrick Wimmer (33.) und Luca Waldschmidt (77.) trafen für Wolfsburg, Moritz Broschinski (69.) für Bochum.

Jakub Kaminski (l./VfL Wolfsburg) trifft gegen den VfL Bochum

Fotocredit: Getty Images

Im Schlussspurt um den Klassenerhalt in der Bundesliga droht dem VfL Bochum die Luft auszugehen. Die Westfalen unterlagen dem VfL Wolfsburg 1:5 (0:3) und stecken nach vier Spielen in Folge ohne Sieg wieder tief im Abstiegskampf. In der entscheidenden Saisonphase ist Bochum die Heimstärke abhanden gekommen: Nach zwischenzeitlich fünf Siegen in Folge hat der VfL vier der letzten fünf Partien im Ruhrstadion verloren.
Die effizient konternden Wolfsburger dürfen dagegen wieder von Europa träumen. Nach nur einer Niederlage in den letzten acht Spielen ist der sechste Tabellenplatz wieder ganz nahe. Mattias Svanberg (10./56.), Jakub Kaminski (21.), Patrick Wimmer (33.) und Luca Waldschmidt per Rebound nach verschossenem Foulelfmeter von Jonas Wind (77.) erzielten die Tore für die Niedersachsen, die ihren ersten Auswärtssieg in Bochum seit 2006 feierten.
Bochums Defensive mit Torhüter Manuel Riemann half bei den Gegentoren tatkräftig mit. Dem eingewechselten Moritz Broschinski (68.) gelang nur noch der Ehrentreffer.
Bochum-Coach Thomas Letsch konnte nach Gelbsperre wieder auf Kapitän Anthony Losilla zurückgreifen, Wolfsburgs Trainer Niko Kovac musste auf Paulo Otavio verzichten, der sich beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen einen Syndesmoseriss zugezogen hatte.

Wolfsburg kontert Bochum eiskalt aus

Die Gastgeber setzten wieder auf ihr bewährtes Rezept: lange, hohe Bälle vor allem auf Mittelstürmer Philipp Hofmann, der für seine Offensivkollegen ablegen sollte. Die erste Chance entsprang einer solchen Aktion - nach langem Schlag von Danilo Soares scheiterte Simon Zoller an Torhüter Koen Casteels (7.).
Die Wölfe versuchten es dagegen mit schnellen Ballpassagen - und hatten damit Erfolg: Eine Flanke von Wimmer verwertete Svanberg zum Führungstor.
Es ging mit hohem Tempo weiter: Iwan Ordez verpasste mit einem Kopfball knapp das Wolfsburger Tor (13.). Die Gäste konterten eiskalt: Wimmer setzte sich an der Mittellinie gegen zwei Bochumer durch, Felix Nmecha leitete weiter auf Kaminski, der Keeper Riemann keine Chance ließ. Pech hatte auf der Gegenseite Hofmann, der nur den Pfosten traf (25.).

Bochum auch nach der Pause völlig von der Rolle

Wolfsburg erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 - mit ein wenig Glück. Als der überragende Wimmer keine Anspielstation fand, zog er einfach ab, abgefälscht von Patrick Osterhage landete der Ball im Netz. Bochum war jetzt völlig von der Rolle, die Zuschauer reagierten ungehalten auf die zunehmenden Fehler.
Doch als es in die zweite Halbzeit ging, feuerten 22.000 VfL-Fans ihr Team wieder geschlossen und lautstark an. Bochum drängte auf das erste Tor - doch nach dem 0:4 war die Luft endgültig raus.

Die Stimmen:

Thomas Letsch (Trainer VfL Bochum): "Wir haben viele Dinge gut gemacht, auch wenn sich das nach einem 1:5 komisch anhört. In den entscheidenden Momenten haben wir uns zu schlecht angestellt, Fehler gemacht, es dem Gegner zu leicht gemacht. Es fühlte sich auf dem Platz nicht wie ein 0:3 an. Dann schnürst du nach der Halbzeit den Gegner ein, machst wieder einen katastrophalen Fehler und es steht es 0:4. Aber wenn ich die Atmosphäre hier sehe, wie ganz Bochum hinter der Mannschaft gestanden hat, dann stimmt mich das optimistisch."
Niko Kovac (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind glücklich, wir sind zufrieden, das Ergebnis spricht für uns. In der ersten Halbzeit haben wir es richtig klasse gemacht, wir haben die freien Spieler gefunden, auch etwas Glück in einigen Situationen gehabt, waren auch in der Verteidigung sehr präsent. Mit der zweiten Halbzeit war ich definitiv nicht zufrieden, unter dem Strich geht der Sieg in Ordnung."
(SID)
picture

Baumgart mit Schiri-Schelte: "Geht mir auf die Eier"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung