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VfB Stuttgart verliert Derby gegen 1. FC Heidenheim - Silas verschießt Elfer, Kleindienst trifft aus Mittelkreis
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Publiziert 05/11/2023 um 19:25 GMT+1 Uhr
Der VfB Stuttgart hat am 10. Bundesliga-Spieltag sein zweites Liga-Spiel in Folge verloren. Im schwäbischen Derby siegte Aufsteiger 1. FC Heidenheim 2:0 (0:0). Silas Katompa Mvumpa verschoss einen Elfmeter (57.). Jan Schöppner (70.) brachte den FCH in Führung, Tim Kleindienst (90.+4) machte den Deckel drauf. Heidenheim kletterte in der Tabelle auf Rang 13, der VfB bleibt Dritter.
Silas Katompa Mvumpa (Nr. 14) schießt einen Foulelfmeter über das Tor - 1. FC Heidenheim vs. VfB Stuttgart
Fotocredit: Getty Images
Nie fehlte Serhou Guirassy so sehr, wie in diesen verzweifelten Momenten der Nachspielzeit. Erst stand die Latte im Weg, dann ein Gegner, selbst aus nächster Nähe traf der VfB Stuttgart nicht ins Tor - und verlor am Ende auch das zweite Bundesligaspiel ohne seinen Wunderstürmer.
0:2 (0:0) hieß es am Ende beim kampfstarken Aufsteiger 1. FC Heidenheim, die Schwaben haben nun vorerst den Anschluss an die Tabellenspitze verloren.
"Zufrieden können wir nicht sein", sagte Trainer Sebastian Hoeneß bei "DAZN", "das I-Tüpfelchen war die Situation kurz vor Schluss, als wir den Ball bei dieser Dreifachchance nicht unterbringen."
"Im Spiel nach vorne waren wir fehlerhaft, sagte VfB-Torwart Alexander Nübel, "dann haben wir sie zu Kontern eingeladen, auch deren Standards haben wir nicht in den Griff bekommen."
Kleindienst trifft aus dem Mittelkreis
Heidenheim war durch Jan Schöppner (70.) völlig verdient in Führung gegangen, Tim Kleindienst (90.+4) legte mit einem Kunstschuss aus dem Mittelkreis nach. Zuvor hatte Silas Katompa Mvumpa per Foulelfmeter (57.) die beste Gelegenheit der Gäste vergeben, die über viele Wochen so beeindruckend unterwegs gewesen waren.
Von Anfang September bis Mitte Oktober hatte der VfB sechs Ligasiege aneinander gereiht, dann verletzte sich 14-Tore-Stürmer Guirassy. Nach der Niederlage gegen die TSG Hoffenheim (2:3) folgte nun die Enttäuschung in Heidenheim.
Der Aufsteiger indes holte nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie wieder Zählbares und liegt vier Punkte vor der Abstiegszone.
VfB lässt in Halbzeit eins viel zu
Stuttgart ist mit 21 Zählern in der Tabelle als Dritter noch immer erster Verfolger von Bayer Leverkusen (28) und dem FC Bayern München (26). Am kommenden Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellenvierten Borussia Dortmund (15:30 Uhr im Liveticker), der dem VfB auch im Pokal-Achtelfinale zugelost wurde, an - dann könnte auch Guirassy wieder einsatzfähig sein.
Dass es eigentlich auch ohne ihn gehen kann, zeigte Stuttgart unter der Woche beim knappen Pokal-Erfolg gegen Union Berlin (1:0).
Stuttgart versuchte gegen einen zuletzt verunsicherten Gegner durchaus, das Spiel zu machen, aber Heidenheim hielt dagegen, holte sich über Zweikämpfe Sicherheit - und war dann auch die deutlich gefährlichere Mannschaft.
Zwei Rezepte halfen dabei: Standards von Jan-Niklas Beste sorgten wiederholt für Gefahr, Schöppner (17.) und Benedikt Gimber (43.) trafen per Kopf jeweils die Latte. Zudem erlaubte Stuttgart den Gastgebern durch leichte Ballverluste immer wieder schnelles Umschaltspiel.
Stiller trifft nur die Latte
Der auffällige Eren Dinkci drang so immer wieder mit Tempo in die Stuttgarter Hälfte ein, es fehlte aber der letzte Pass oder der gefährliche Abschluss. Dennoch entwickelte sich ein Spiel unter umgekehrten Vorzeichen: Heidenheim drängte, Stuttgart warf sich wieder und wieder im letzten Moment in gefährliche Angriffe.
Und doch hätte auch der VfB zur Pause führen können: Angelo Stiller setzte einend direkten Freistoß an die Latte (38.).
Nach der Pause wandelte sich das Spiel, auf beiden Seiten gab es weniger Chancen.
VfB lässt Riesenchance liegen
Dem VfB fehlte der Ziel- und Wandspieler Guirassy ganz offensichtlich - auch am Elfmeterpunkt: Patrick Mainka foulte Stuttgarts Waldemar Anton im Strafraum, Silas setzte den Ball aber über das Tor. Wenig später zielte Schöppner per Kopf etwas genauer als in der ersten Hälfte und brachte die Hausherren in Führung.
Der VfB rannte an. Spät in der Nachspielzeit traf der eingewechselte Youngster Luca Raimund aus vier Metern nur die Latte - das hätte der Ausgleich müssen.
Stattdessen traf Kleindienst auf der anderen Seite - der FCH-Angreifer hob beim finalen Konter den Ball aus dem Mittelkreis über den sonst starken VfB-Torwart Nübel.
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(SID)
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Quelle: Perform
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