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FC Bayern gegen Stuttgart - oder Hoeneß gegen Hoeneß: "Familienduell" sorgt für Kribbeln
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Publiziert 16/12/2023 um 16:29 GMT+1 Uhr
Zweiter gegen Dritter, Harry Kane gegen Serhou Guirassy und ein Familienduell: Das Topspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart verspricht viel Brisanz. Sebastian Hoeneß will dem Rekordmeister mit dem VfB gerne ein Bein stellen, glaubt jedoch gerade aufgrund der Niederlage der Münchner gegen Frankfurt, dass dies eine besonders schwere Aufgabe wird.
VfB-Coach Hoeneß scherzt: Will Onkel Uli nichts verderben
Quelle: Perform
Auf "große Kampfansagen" an den berühmten Onkel Uli wollte sich Sebastian Hoeneß nicht einlassen. Aber klar, "ärgern" würde der gebürtige Münchner die bayerische Verwandtschaft schon ganz gerne im Bundesliga-Spitzenspiel.
"Natürlich kribbelt es, je näher das Spiel rückt", gab der Trainer der Überflieger vom VfB Stuttgart vor dem Südschlager am Sonntag (19:30 Uhr im Liveticker) zu. Gegen die Bayern in München, das ist "nicht nur ein besonderes Spiel für mich, sondern für jeden anderen, der dabei ist".
In der Tat: Das Familienduell Hoeneß gegen Hoeneß, Zweiter gegen Dritter, das Treffen der Topstürmer zwischen dem "kränkelnden" Harry Kane und Serhou Guirassy, dazu jede Menge aktuelle und potenzielle deutsche Nationalspieler - im Spitzenspiel steckt viel Brisanz. Der VfB kann, die Bayern müssen gewinnen - erst recht nach dem Debakel in Frankfurt.
"Wir wissen um die Bedeutung", sagte Trainer Thomas Tuchel am Freitag und versprach: "Wir werden wie immer so versuchen zu spielen, dass Uli glücklich ist." Und der Abstand auf Spitzenreiter Leverkusen nicht noch weiter anwächst.
Stuttgart sieht sich als Außenseiter
Der Respekt vor dem VfB, den Tuchel auf "extrem hoher Flughöhe" sieht, ist groß. "Es ist beeindruckend, wie Stuttgart spielt", sagte er über ein Team, das "Grenzen" verschiebe. Auch dank Stürmer Guirassy, den Tuchel als "sehr beweglich, sehr schnell, sehr dynamisch und eiskalt im Torabschluss" lobte.
Der Gegner, betonte VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle, sehe sich trotz seines Aschenputtel-artigen Aufstiegs vom Beinahe-Absteiger zum Champions-League-Anwärter als "Außenseiter". Dabei haben die Schwaben 13 ihrer 17 Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen, übrigens auch kürzlich bei Bayern-Schreck Frankfurt (2:1).
Die Hoeneß-Elf hat Dortmund zweimal klar beherrscht (2:1/2:0) und gegen Tabellenführer Leverkusen in einem atemberaubenden Topspiel ein 1:1 geholt. Sie begeistert mit mutigem, gut organisiertem Fußball. Nach Josha Vagnoman und Chris Führich steht in Angreifer Deniz Undav der nächste VfB-Profi vor dem Sprung zum DFB, weitere Spieler wie Waldemar Anton oder Alexander Nübel sind Kandidaten.
Trainer Hoeneß, 2020 mit der Bayern-Reserve Drittliga-Meister, ist längst in den Fokus der Münchner gerückt. "Wir beobachten seine Entwicklung", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen im Oktober, wie Hoeneß selbst wollte er eine Rückkehr in fernerer Zukunft nicht ausschließen.
Hoeneß: "Brutal schwer"
Tuchel reagierte auf die Frage, ob Hoeneß ihn irgendwann beerben könnte, leicht pikiert. "Sie glauben jetzt nicht im Ernst", sagte er lachend, "dass ich über meine eigene Nachfolge spekuliere. Im Moment bin ich hier - wer weiß, wie lange..."
In der Gegenwart, beteuerte Hoeneß, denke er nur daran, wie er seinem Ex-Klub ein Bein stellen könne. Auch wenn er wisse, "dass es in München immer brutal schwer ist – gerade, wenn Bayern das letzte Bundesligaspiel verloren hat".
Doch der Rekordmeister, der nur einen einzigen Punkt vor Stuttgart liegt, ist personell angeschlagen. Superstar Kane, mit 18 Treffern zwei Tore besser als Guirassy, ist erkrankt, sollte aber spielen können. Neben Serge Gnabry fallen Noussair Mazraoui und Kingsley Coman aus. Letzteren könnte laut Tuchel Edeljoker Thomas Müller ersetzen, der sich einen Startelf-Einsatz "verdient" habe.
Zumindest einen Hoeneß dürfte das freuen.
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(SID)
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Tuchel kontert Frage nach Hoeneß: "Sie glauben nicht im Ernst ..."
Quelle: Perform
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