Borussia Dortmund nach Klatsche bei Mainz 05 heftig in der Kritik: "Ein katastrophaler Auftritt"

Borussia Dortmund kommt am 33. Spieltag der Bundesliga beim FSV Mainz 05 böse unter die Räder und ist mit dem 0:3 (0:3) noch gut bedient. Vier Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Finale blamiert sich der BVB mit einer B-Elf und liefert vor allem in der ersten Halbzeit eine katastrophale Vorstellung ab. Ein Leistungseinbruch, der nicht nur die Experten fassungslos zurücklässt.

"Kaum Durchschlagskraft": Terzic analysiert Abreibung in Mainz

Quelle: Perform

Inmitten seines größten persönlichen Erfolgs als Profifußballer dachte Nico Schlotterbeck an seinen Bruder. Kevin Schlotterbeck spielt beim VfL Bochum, der noch um den Klassenerhalt in der Bundesliga strampelt.
"Wir können am Samstag auch für meinen Bruder spielen", sagte Dortmunds Innenverteidiger nach dem 1:0-Sieg im Champions-League-Halbfinale bei Paris Saint-Germain.
Auf Instagram postete Schlotterbeck in der Nacht noch ein Jubel-Foto aus Paris und schrieb dazu: "PS: Keine Sorge an die Bochumer. Am Samstag geben wir 110 Prozent."
Die angestrebten 110 Prozent sahen in der Realität so aus: 0:3 nach 23 Minuten, Fehlpassorgie, körperlos geführte Zweikämpfe.

scharfe kritik von Matthäus: "Dortmund spielt Sommerfußball"

"Dieses Auftreten ist absolut unverständlich. Diese Körpersprache, diese nicht vorhandene Aggressivität", resümierte "Sky"-Experte Lothar Matthäus in der Halbzeitpause.
"Die Dortmunder sind sehr passiv, haben keine Konzentration im Aufbauspiel und schenken die ersten zwei Tore mit eigenen Fehlern in der eigenen Hälfte her. Von dieser Seite ist es ein katastrophaler Auftritt der Dortmunder in den ersten 45 Minuten. Mainz spielt Bundesliga-, Dortmund nur Sommerfußball", ergänzte er.
Wie schon beim 5:1 in der Vorwoche gegen den FC Augsburg ließ Trainer Edin Terzic eine B-Elf auflaufen. Schlotterbeck war der einzige Spieler aus der siegreichen Champions-League-Mannschaft, der von Beginn an dabei war.
Was gegen Augsburg noch sehr gut aufging, entpuppte sich in Mainz zum Rohrkrepierer - zum Ärger von Terzic. "Es fällt mir schwer, das zu erklären. Wir kamen immer zu spät. Mainz konnte jeden Ball in Ruhe annehmen, wir dagegen keinen. Es hat nichts funktioniert. Ein sehr bitterer Abend für uns", sagte der 41-Jährige.
Sieben Kilometer liefen die Dortmunder weniger als der Gegner und gewannen nur 44 Prozent ihrer Zweikämpfe. Mit den 69 Prozent Ballbesitz konnte der BVB nichts anfangen. "Bei Dortmund war nichts, was zum Fußball gehört. Eine glatte Note 6 in der ersten Halbzeit", konstatierte Matthäus.

Zweiter Anzug nutzt die Chance nicht

Geplant war eigentlich, den Flow aus der erfolgreichen Woche mit den Siegen gegen Paris und Augsburg mitzunehmen. "Wir wollten die letzten drei Wochen bis zum Champions-League-Finale zu den erfolgreichsten unserer Saison machen. Das hat heute schon mal gar nicht geklappt", sagte Terzic.
Der zweite Anzug hat in Mainz versagt, niemand hat sich für weitere Einsätze empfohlen. Eine verpasste Gelegenheit für Spieler wie Marius Wolf, Niklas Süle oder Donyell Malen. Salih Özcan übte ehrliche Selbstkritik: "Keiner hat heute die Chance genutzt. Das war eine scheiß Leistung von uns."
Zum Saisonausklang kommt Absteiger Darmstadt 98 in den Signal Iduna Park (Samstag, 15:30 Uhr im Liveticker). Die letzte Möglichkeit für den BVB, sich mit einem positiven Gefühl auf Real Madrid vorzubereiten.
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Quelle: Perform


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