Dietmar Hamann schießt gegen den FC Bayern und bezeichnet die Beziehung zu Trainer Thomas Tuchel als "Zweckbündnis"

Dietmar Hamann hat sich einmal mehr mit harter Kritik am FC Bayern München zu Wort gemeldet. Die Ergebnisse würden in dieser Saison zwar stimmen, die Spielweise jedoch nicht. Die erste Hälfte gegen Istanbul sei "unterirdisch" gewesen. Die Beziehung der FCB-Bosse zu Trainer Thomas Tuchel ist für Hamann ein "Zweckbündnis". Joshua Kimmich bezeichnete der "Sky"-Experte als "wandelnde Verunsicherung".

Großer Kritiker des FC Bayern: Ex-Bayern-Spieler und "Sky"-Experte Dietmar Hamann

Fotocredit: SID

Hamann verglich am Sonntag bei "Sky90" die aktuelle Bayern-Saison mit der letzten. "Überspitzt gesagt: Dass sie Meister wurden, dafür konnten sie wenig. In dieser Saison stimmen die Ergebnisse, aber der Fußball ist nicht gut."
Als Beispiele nannte er die zwei jüngsten Spiele, das 3:1 (1:1) bei Galatasaray Istanbul und das 8:0 (0:0) gegen Darmstadt 98. "Wenn ich mir die erste Halbzeit in Istanbul anschaue - das war unterirdisch. Gestern die erste Halbzeit: Bayern mit 216 Pässen, Darmstadt 243."
Der 50-Jährige legte nach: "Wenn sie gegen einen besseren Gegner spielen, dann sind sie 0:2 oder 0:3 hinten. Das hätte in Istanbul der Fall sein müssen. Sie hatten da großes Glück."
Problematisch sei die Liaison des Vereins mit Trainer Thomas Tuchel: "Eine Liebesbeziehung wird es nicht mehr. Es ist ein Zweckbündnis."
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Joshua Kimmich (FC Bayern) sieht nach einem Foul gegen Marvin Mehlem (SV Darmstadt 98) rot

Fotocredit: Getty Images

Hamann: "Kimmich wurde demontiert"

Ins Visier nahm Hamann auch Mittelfeldstratege Joshua Kimmich, der gegen Darmstadt nach einem Stockfehler die Rote Karte gesehen hatte. "Der Junge tut mir fast schon leid. Es war ein technischer Fehler, aber auch ein Denkfehler. Er ist die wandelnde Verunsicherung."
Eine Ursache dafür sieht er in der intensiven, von Tuchel angeregten, Diskussion um eine "Holding Six" bei den Isarstädtern. Der Trainer sah Kimmich nicht als die ideale Lösung für den Abräumer-Posten an und wollte stattdessen einen neuen Spieler anheuern. Das scheiterte aber.
Kritiker Hamann kommentierte dazu: "Selbst wenn der Spieler nicht mein größter Freund ist, muss ich doch wissen, wie wichtig er ist. Der Junge wurde jetzt in acht Monaten demontiert."
Hamann stand von 1992 bis 1998 selbst beim FC Bayern unter Vertrag. In 106 Bundesligaspielen schoss er 6 Tore für den Verein.
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Quelle: Perform

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