Drei Dinge, die bei FC Bayern - Borussia Mönchengladbach auffielen: Jublar Thomas Müller zwischen Hölle und Himmel

Gelungene Generalprobe für den FC Bayern vor dem Spitzenspiel in der kommenden Woche bei Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Die Münchner bezwangen "Angstgegner" Borussia Mönchengladbach nach zwischenzeitlichem Rückstand letztlich souverän 3:1 (1:1). Jubilar Thomas Müller erlebt während der Partie ein Wechselbad der Gefühle, ein Youngster überzeugt schon wieder. Drei Dinge, die auffielen.

Tuchel scherzt über Müller-Jubiläum: "Spielt ja auch seit er 15 ist"

Quelle: Perform

Der FC Bayern hat seine Pflichtaufgabe vor dem Kracher-Duell mit Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (18:30 Uhr im Liveticker) gelöst.
Beim 3:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach vor heimischer Kulisse strauchelten die Münchner nur kurz, Aleksandar Pavlovic (45.), Harry Kane (70.) und Innenverteidiger Matthijs de Ligt (86.) drehten die Partie nach Nico Elvedis Führungstreffer (35.) zugunsten des FCB.
Dank des Dreiers blieb der Rekordmeister an Tabellenführer Leverkusen, der seinerseits bei Schlusslicht Darmstadt 98 2:0 gewann, dran. Neben Youngster Pavlovic wusste vor allem Thomas Müller zu überzeugen.
Ansonsten blieb die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel in puncto Kreativität aber einmal mehr vieles schuldig.
Drei Dinge, die bei Bayern - Gladbach auffielen.

1.) Die Suche nach Kreativität

Nein, der Sieg gegen den Angstgegner vom Niederrhein war alles andere als unverdient.
Die Bayern waren über weite Strecken das deutlich aktivere Team, auch in puncto Großchancen hatte Tuchels Team die Nase klar vorn.
Insbesonere Leroy Sané hätte die Weichen schon früh auf Sieg stellen können, der Nationalspieler vergab aber gleich zwei Großchancen (5.,7.). In der Folge ließen die Bayern die Zügel schleifen, die Fohlen, die Leverkusen in der Vorwoche bereits ein 0:0 abgetrotzt hatten, verteidigten die Hausherren diszipliniert weg - und schlugen schließlich selbst eiskalt zu.
Elvedi eroberte die Kugel von Müller nach einem riskanten Pass von Manuel Neuer und schob nach schönem Doppelpass mit Jordan ein. Wer dachte, dass nach Pavlovics Ausgleichstor fortan alles nach Plan laufen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Die Bayern ließen Kreativität vermissen, liefen sich in der vielbeinigen Abwehr der Fohlen regelmäßig fest. Zwingende Torchancen? Mangelware.
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Moritz Nicolas' Fehler leitete Bayerns Sieg ein

Fotocredit: Getty Images

Erst ein kapitaler Bock von Gladbachs Schlussmann Moritz Nicolas in der 70. Minute und Kanes daraus resultierender Abstauber brachte die Führung. In der Folge hielten sich die Gastgeber schadlos und legten noch einmal in Person von de Ligt nach. Ein - zumindest in dieser Saison - typischer Glanzlos-Sieg der Bayern.
"Wir sind ruhig geblieben und haben eine gute Reaktion gezeigt", lobte Tuchel im Nachgang bei "Sky". Er ergänzte: "Nach dem 1:1 war es schwer. Gladbach ist sehr diszipliniert und zäh. Dann hat Harry den Abstauber und wir unsere Hausaufgaben gemacht. Das war eine okaye Leistung."
Mehr aber auch nicht.

2.) Müller zwischen Hölle und Himmel

Müller durfte erstmals seit dem 12. Januar (3:0 gegen Hoffenheim) wieder in einem Bundesligaspiel starten.
Zunächst blieb der Offensivspezialist einigermaßen unauffällig, in der Entstehung des Gladbacher Treffers sah der 34-Jährige allerdings nicht sonderlich gut aus. Keeper Neuer spielte seinem langjährigen Kollegen die Kugel - zugegebenermaßen mit reichlich Risiko - durch die Mitte in den Fuß, Müller ließ sich selbigen vom späteren Torschützen Elvedi zu einfach abluchsen.
Insgesamt hätte das erfahrene Duo die Situation laut Tuchel "anders" klären können, grundsätzlich hielt der Übungsleiter sich aber mit Kritik zurück: "Das kann mal passieren."
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Thomas Müller vom FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

Mahnende Worte wären Müllers Leistung im weiteren Verlauf des Spiels ohnehin nicht gerecht geworden. Der Nationalspieler war umtriebig und leitete Pavlovics 1:1 mit einem sehenswerten Pass ein, zudem zeichnete er für Nicolas' Patzer verantwortlich, hatte Müller den Keeper doch beim Hochspringen gleichermaßen fair wie entscheidend gestört.
Am Ende trugen besagte Szenen dazu bei, dass Müller ein beeindruckendes Jubiläum feierte. Das 3:1 gegen Gladbach war der 500. Pflichtspielsieg für Müller im Bayern-Dress. "Thomas war vorne sehr mobil. Ich freue mich, dass er seinen 500. Sieg gefeiert hat. Das ist unglaublich", frohlockte Tuchel bei "Sky". Müller sei nach seiner Leistung freilich auch in Leverkusen ein Startelf-Kandidat.
Müller dazu: "Also ich würde mich aufstellen."

3.) Pavlovic spielt sich fest

Was für eine Saison für das junge Eigengewächs vom Bayern-Campus.
Aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle bei den Bayern musste der 19-Jährige immer wieder aushelfen. Am vergangenen Wochenende schoss er beim 3:2-Sieg in Augsburg sein erstes Profi-Tor - und leckte offenbar Blut.
Gegen Gladbach steuerte der Youngster abermals einen wichtigen Treffer bei. Doch das war eigentlich nur die Kirsche auf der Leistungstorte. Pavlovic überzeugte einmal mehr auf ganzer Linie. 60 Prozent seiner Zweikämpfe entschied er für sich, zudem brachte er 97 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler.
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FC Bayern - Borussia Mönchengladbach

Fotocredit: Getty Images

"Er spielt richtig abgebrüht. Als sei es das Normalste der Welt", lobte Sportdirektor Christoph Freund bei "Sky" und verwies auf eine eindrucksvolle Statistik: "Wir haben jedes Spiel mit ihm gewonnen. Er ist ein super Junge." Tatsächlich gingen die Bayern bei allen neun Pavlovic-Einsätzen in der Bundesliga als Sieger vom Platz.
Viele Argumente, Pavlovic zurück auf die Bank zu verbannen, hat Tuchel aktuell nicht. Ein Einsatz im Kracher gegen Bayer ist sehr wahrscheinlich.
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Terzic nach Remis: "Hat uns überhaupt nicht gefallen"

Quelle: Perform

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