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FC Bayern blamiert sich nach 2:0-Führung bis auf die Knochen und verliert beim 1. FC Heidenheim
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Publiziert 06/04/2024 um 17:28 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern kassiert in einer Saison zum Vergessen den nächsten Nackenschlag: Bei Aufsteiger Heidenheim gab der deutsche Rekordmeister eine 2:0-Halbzeit-Führung noch aus der Hand und stand am Ende mit leeren Händen da (2:3). Harry Kane und Serge Gnabry hatten die Gäste in Front gebracht. Nach dem Seitenwechsel machten Kevin Sessa und Doppelpacker Tim Kleindienst die FCB-Blamage perfekt.
Der FC Bayern blamierte sich in Heidenheim
Fotocredit: Getty Images
Thomas Tuchel verharrte wie versteinert auf seiner Trainerbank. Der völlig konsternierte Coach des FC Bayern musste sich nach der unerwarteten Blamage in der Provinz erst einmal sammeln, bevor er seinem Kollegen Frank Schmidt gratulierte.
Danach blickte er sorgenvoll auf das so wichtige Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Arsenal. Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl versicherten, dass Tuchel auch in London auf der Bank sitzen wird - eine für Lothar Matthäus unverständliche Entscheidung.
"Thomas Tuchel erreicht die Mannschaft nicht mehr, er gibt komische Pressekonferenzen und tätigt komische Aussagen", sagte der Rekordnationalspieler bei Sky und ergänzte: "Ich könnte mir vorstellen, dass Bayern München die nächsten 24 oder 48 Stunden reagiert. Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls, Thomas Tuchel kann ihn der Mannschaft nicht mehr geben."
Doch Sportdirektor Freund behauptete nach dem bitteren 2:3 (2:0) beim mutigen Aufsteiger 1. FC Heidenheim unverdrossen, Tuchel werde das Team auch in der Königsklasse am Dienstag (21.00 Uhr im Liveticker) noch betreuen. "Ja, hundert Prozent", sagte er bei Sky, "so haben wir entschieden."
Tuchel raus? "Den Gedanken hatte ich nicht"
Kurz darauf erklärte Sportvorstand Eberl: "Es geht auf jeden Fall in die nächsten Wochen." Eine Trennung noch vor Arsenal komme nicht infrage: "Den Gedanken hatte ich nicht."
Doch auch die Verantwortlichen schienen schockiert von dem, was sie auf dem Schlossberg gesehen hatten. "Innerhalb einer Woche zweimal - das ist echt Wahnsinn", sagte Freund über den nächsten Lustlos-Auftritt der Stars nach dem ernüchternden 0:2 im Klassiker gegen Dortmund und forderte: "Jeder muss in den Spiegel schauen, das kann nicht unser Anspruch sein, da reden wir über ein Thema, das wir als Gruppe hinterfragen müssen, das ist nicht zu akzeptieren!" Tuchel probiere "alles, dass er Energie reinbekommt". Vergeblich.
Nach dem nächsten Tiefschlag schien er ratlos. Erklärungen? "Keine Ahnung, keine Ahnung", sagte Tuchel. "Wir tun uns schwer, die Konzentration hochzuhalten, das war der nächste Beweis dafür."
Seine stark ersatzgeschwächte Elf lag beim Jubiläum von Thomas Müller, der sein 700. Pflichtspiel für die Münchner bestritt, 2:0 vorne. Stürmerstar Harry Kane (38.) mit seinem 32. Saisontor und Serge Gnabry (45.) trafen. Kevin Sessa (50.) und Tim Kleindienst (51./79.) mit seinen Saisontreffern Nummer zehn und elf schlugen für die eine Hälfte lang harmlosen Heidenheimer jedoch zurück.
Tuchel mit harscher Kritik: "Sorglos"
"Das ist extrem sorglos und in den Zweikämpfen individuell zu schwach", sagte Tuchel. Beim 2:2 etwa habe Alphonso Davies "vergessen", die lange Ecke "zu schließen. Das gibt's nicht auf dem Niveau."
Tuchel war derart aufgebracht, dass er von Ersatz-Schiedsrichter Patrick Alt, der für Robert Schröder übernommen hatte (Kreislaufprobleme), die vierte Gelbe Karte sah und gegen Köln gesperrt sein wird. "Ich komme einmal hier raus - und sofort Gelb", schimpfte Tuchel, Schröder war da schon auf dem Weg ins Krankenhaus.
Und die Bayern? "Wir müssen Energie aufbauen bis Dienstag", forderte Freund: "Wir wissen alle, dass wir es anders können und müssen." Tuchel allerdings meinte: "Es ist jetzt schwer, über einen positiven Impuls zu sprechen. Wir setzen ihn schon, morgen, übermorgen..."
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(SID)
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