Hamann schießt gegen Bayern-Trainer Tuchel: "Diese ewige Jammerei, ich kann das nicht mehr hören!"
Thomas Tuchel ist unzufrieden mit der Breite seines Kaders, das monierte der Bayern-Trainer schon mehrfach und kassierte dafür zuletzt einen Rüffel von Uli Hoeneß. Auch die ehemaligen Bayern-Profis Dietmar Hamann und Thomas Strunz kritisierten Tuchel bei "Sky" nun für dessen öffentliche "Jammerei". Der Trainer könne "sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen", befand Hamann.
Thomas Tuchel
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Tuchel sei Teil des Transfer-Gremiums gewesen und daher mitverantwortlich für den Kader, den er nun zur Verfügung habe, argumentierte Hamann und fügte an: "Er hat sich nicht entscheiden können, wen er wollte."
Natürlich könne der FC Bayern zum jetzigen Zeitpunkt den einen oder anderen Spieler mehr unter Vertrag haben, "aber die Spiele bis zur Winterpause werden sie jetzt noch durchbekommen", sagte Hamann und schoss anschließend scharf in Richtung des Bayern-Trainers: "Diese ewige Jammerei, ich kann das wirklich nicht mehr hören."
Ebenfalls am Tisch bei Moderator Patrick Wasserziehr saß Thomas Strunz, Europameister von 1996 und ehemaliger Mitspieler von Hamann beim deutschen Rekordmeister. Für den 55-Jährigen sei vor allem die Öffentlichkeit der Debatte ein großes Problem. "Es ist ein Thema, das intern zu besprechen ist und nicht nach jedem Spiel vor Fernsehkameras. Das führt dazu, dass du dich als Spieler mit Dingen beschäftigst, die einfach unnötig sind", merkte Strunz an.
Mit seinen Äußerungen habe Tuchel "nichts anderes gesagt, als dass alle anderen im Verein, die für Transfers zuständig sind, ihren Job nicht gemacht hätten." Das sei "Kritik an der Führung, an Kaderplanung, Umsetzung und wer alles dafür verantwortlich ist", so Strunz weiter.
Goretzka füllt Bayern-Lazarett weiter
Für den ehemaligen Bayern-Profi bestehe Tuchels Aufgabe als Trainer primär darin, "für gute Stimmung in der Kabine zu sorgen, weil alle drei Tage Top-Leistungen abgerufen werden müssen". Mit Debatten wie der aktuell geführten bewirke Tuchel jedoch das Gegenteil. "Wenn ich aber das Thema immer wieder bespiele, dann habe ich als Spieler vielleicht nur noch 95 Prozent Vertrauen in das, was der Trainer sagt."
Beim 3:1-Sieg der Münchner in Mainz verletzte sich Mittelfeldspieler Leon Goretzka an der Hand (Fraktur der Mittelhand) und fällt nun mehrere Wochen aus. Damit reiht sich der Nationalspieler in die lange Verletztenliste des deutschen Meisters ein, auf der sich aktuell Dayot Upamecano (Oberschenkelverletzung), Raphael Guerreiro (Muskelfaserriss), Noussair Mazraoui (angeschlagen) und Serge Gnabry (Unterarmbruch) befinden.
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Tuchel zu Peretz: "Ist natürlich Wahnsinn"
Quelle: Perform
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