FC Bayern: Harry Kane hadert offenbar vor Transferabschluss - und sorgt für skurrilen Theater-Schlussakt
Was lange währt, wird aus Bayern-Sicht offenbar endlich gut. Oder? Nach etlichen Wochen des Verhandelns um Harry Kane haben die Münchner den zähen Tottenham-Klubboss Daniel Levy endlich weichgeklopft und eine Einigung erzielt. Für den englischen Superstar würde der deutsche Rekordmeister tiefer in die Tasche greifen als je zuvor. Kurz vor Schluss hadert der Umworbene. Das ist kein gutes Zeichen.
Guardiola singt Loblied auf Kane: Darum passt er zu Bayern!
Quelle: Perform
Pep Guardiola konnte es kaum glauben, als er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag auf die erzielte Einigung zwischen dem FC Bayern und Tottenham Hotspur im Tauziehen um Harry Kane angesprochen wurde.
"Ist das offiziell?" fragte der ehemalige Münchner Trainer, ehe er zu einer Eloge auf den Mittelstürmer ansetzte: "Schauen Sie sich nur mal an, wie gut er ist. Er ist ein sehr kompletter Angreifer, links, rechts, mit dem Kopf – er kann alles. Das hat er über Jahre hinweg bewiesen."
Endlich wieder ein "echter" Neuner für die Bayern, ein adäquater Ersatz für Robert Lewandowski. Offiziell wurde der Deal tatsächlich noch nicht verkündet, über mehrere Stunden schien das Ganze aber nur noch Formsache.
Bis, ja bis Kane selbst plötzlich haderte. Am Donnerstagnachmittag häuften sich die Berichte, wonach der Spurs-Star ernsthaft einen Verbleib in Erwägung ziehe.
Bayern hatte schon alles vorbereitet
Transfer-Experte Fabrizio Romano schrieb, dass die Bayern längst sämtliche Vorbereitungen bezüglich Medinzincheck und Vertragsunterschrift getroffen hätten und nur noch auf das Grüne Licht des Angreifers warten würden.
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Harry Kane spielt seit 2004 für Tottenham Hotspur
Fotocredit: Getty Images
Doch das "Go" kam (noch) nicht. Und das, nachdem die Bayern sich mit Kane mündlich schon auf einen Transfer verständigt hatten.
Ansonsten hätte der deutsche Rekordmeister den ganzen Aufwand gar nicht erst betrieben. Die sukzessive Steigerung der Angebote, die Reisen nach London, das Honig ums Maul Schmieren bei Spurs-Boss Daniel Levy.
Kane sorgt für Verwunderung
All das hätten sich die Bayern sicherlich gespart, wenn Kane von Beginn an kein Interesse signalisiert hätte. Kein Wunder, dass an der Säbener Straße laut "Bild" nun große Verwunderung über die jüngsten Entwicklungen herrsche.
Selbst wenn der Transfer doch noch zustande kommt. Kanes Gebaren hat ein Geschmäckle. Dass ein Spieler, für den ein derartiger Aufwand betrieben, für den eine Rekordsumme von mehr als 100 Millionen Euro in die Hand genommen wurde, kurz vor knapp kalte Füße bekommt, dürfte bei den FCB-Anhängern gar nicht gut ankommen.
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Harry Kane
Fotocredit: Getty Images
Es wird das Bild eines Harry Kane gezeichnet, der sich nicht vollumfänglich mit den Bayern zu identifizieren scheint, der immer irgendwie an seiner Londoner Komfortzone hängen wird.
Anstatt den langersehnten Coup am Abend zu veröffentlichen, twitterten die Bayern über ihren offiziellen Klub-Account: "Was für ein Sommer! Begleitet uns auf unserer Reise durch Japan und Singapur im Rahmen der Audi Summer Tour 2023. Viel Spaß mit unserem besonderen Einblick!" Darunter war ein Video zum Clip über den Asien-Trip platziert.
Was für ein Sommer. Ein Sommer, der mit einem möglichen Absprung Kanes sämtliche Transfer-Tragödien in den Schatten stellen würde.
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Transfer-Hickhack beendet? Spurs-Widerstand bei Kane gebrochen
Quelle: Perform
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