FC Bayern München - Transfer-Baustellen von Max Eberl und Christoph Freund: Bloß nicht wieder eine Hängepartie

Während in München die EM in vollem Gange ist und die Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird beim FC Bayern im Hintergrund am Kader für die kommende Saison gebastelt. Dabei will der neue Sportvorstand Max Eberl eine Hängepartie wie im vergangenen Sommer tunlichst vermeiden. Die Verhandlungen mit Wunschspielern erweisen sich jedoch als kompliziert. Aus verschiedenen Gründen.

Kompany: "Will Hoeneß und Rummenigge auf dem Platz überzeugen"

Quelle: Perform

München ist aktuell ein buntes Meer aus Flaggen und Farben. Deutsche, schottische, rumänische und ukrainische Fans feierten in den vergangenen Tagen ein Fußball-Fest in der Isar-Metropole.  Mittlerweile sind auch die Slowenen und Serben da. Zum Abschluss der Vorrunde schneien die nicht weniger lebensfrohen Dänen vorbei. Es ist laut in der Stadt, die EM 2024 in vollem Gange.
Für den FC Bayern München ist das Fluch und Segen zugleich. Zum einen können die Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl und Christoph Freund deutlich abgeschotteter die Planung der kommenden Saison vorantreiben. Der mediale Fokus liegt aktuell auf dem furios aufspielenden DFB-Team, nicht auf dem sonst oft bis aufs Mark durchleuchteten FCB.
Auf der anderen Seite gestalten sich Verhandlungen mit neuen Spielern während Großereignissen deutlich schwieriger als in anderen Transferperioden. Lauscht man den Pressekonferenzen, fällt oft der Satz: "Mit meiner Zukunft beschäftige ich mich nach der EM."
Nicht einfach für den deutschen Rekordmeister, der in diesem Sommer vor allem eines verhindern will: Eine Hängepartie in der Kaderplanung.

Eberl: "Wollen definitIv Dinge verändern"

Nachdem sich bereits die Trainersuche gezogen hat wie Kaugummi, soll zumindest ein Szenario wie im vergangenen Sommer verhindert werden, als am Deadline Day gleich mehrere Deals auf den letzten Metern platzten.
Dieses Jahr sei man "schon einige Schritte weiter", wie Eberl jüngst bei der Veranstaltung "Die Zukunft des Fußballs" von der "Süddeutscher Zeitung" und "Stadion der Träume München" verriet: "Wir wollen definitiv Dinge verändern und das konnten wir im Zuge der Trainersuche im Hintergrund schon sehr, sehr gut anstoßen."
Eingetütet sind bislang allerdings nur die Transfers von Rechtsaußen Nestory Irankunda (Adelaide United) und Innenverteidiger Hiroki Ito (VfB Stuttgart). Bei den weiteren Wunschspielern gestaltet sich die Situation komplizierter. Eine Übersicht.

Innenverteidigung: Jonathan Tah

Neben Ito will der FC Bayern einen weiteren zentralen Defensivspieler verpflichten. Zu anfällig präsentierte sich die Münchner Hintermannschaft in der vergangenen Saison. Alleine in der Bundesliga kassierte das Team des mittlerweile geschassten Trainers Thomas Tuchel 45 Gegentore – mehr als in jeder anderen Saison im neuen Jahrtausend.
Wunschkandidat ist Jonathan Tah, dessen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen im kommenden Sommer ausläuft. Der deutsche Nationalspieler soll dem Rekordmeister bereits sein "Ja-Wort" gegeben haben.
In Sachen Ablöse sollen Bayern und die Werkself aber "noch Welten auseinanderliegen", wie die "Sport Bild" berichtet. Der amtierende deutsche Meister verlangt angeblich 40 Millionen Euro für den 28-Jährigen, Bayern will jedoch nicht mehr als 20 zahlen.
Um Geld in die Kassen zu spülen, soll zuvor mindestens ein Innenverteidiger den Verein verlassen. Der Niederländer Matthijs de Ligt gilt als erster Verkaufskandidat. Auch um den Franzosen Dayot Upamecano ranken sich immer wieder Transfergerüchte. Beide sind aktuell aber auch bei der EM aktiv. Bedeutet: Bayern muss warten.

Linksverteidigung: Théo Hernández

Ähnlich wie bei Tah gestaltet sich auch die Situation um Théo Hernández (AC Mailand), mit dem sich Bayern laut "Gazzetta dello Sport" und der "Marca" bereits auf einen Wechsel verständigt haben soll.
Allerdings hängt der Deal des 26-Jährigen an der Zukunft von Alphonso Davies. Der Vertrag des Kanadiers läuft im kommenden Sommer aus. Real Madrid soll Interesse haben, ein Angebot aus der spanischen Hauptstadt ist aber noch nicht in München eingegangen.
Stattdessen soll der neue Coach Vincent Kompany auf einen Verbleib des 23-Jährigen pochen. Die Vertragsverhandlungen gestalten sich jedoch schwierig. Ein verbessertes Angebot von 17 Millionen Euro Jahresgehalt inklusive Bonuszahlungen soll die Spielerseite jüngst abgelehnt haben.
Nach Informationen von "Sky" spielt Bayern mittlerweile sogar mit dem Gedanken, mit dem auslaufenden Vertrag in die neue Saison zu gehen. Außer Real schlägt doch noch zu. Planungssicherheit sieht anders aus.
Dass Bayern sowohl mit Davies als auch Hernández in die kommende Spielzeit geht, ist derweil unwahrscheinlich. Mit Raphaël Guerreiro und Neuzugang Ito stehen zwei weitere Spieler im Kader, die auf der linken Abwehrseite spielen können.
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Théo Hernández ist beim FC Bayern im Gespräch

Fotocredit: Getty Images

Defensives Mittelfeld: João Palhinha

Der FC Bayern und das leidige Thema "Holding Six". Nachdem der Deal im vergangenen Sommer auf der Zielgeraden platzte, soll es mit dem Ankersechser des FC Fulham 2024 endlich klappen.
Da Joshua Kimmich, wenn er denn bleibt, mittlerweile wieder auf der Rechtsverteidiger-Position zuhause ist, ist es nur logisch, dass Bayern neben Aleksandar Pavlovic, Konrad Laimer, Guerreiro und Leon Goretzka in der Zentrale nachbessern will. Zumal Letzterer auch immer mal wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird.
Palhinha passt ins Anforderungsprofil, allerdings könnte dem Rekordmeister auch hier die Ablöseforderung einen Strich durch die Rechnung machen. Laut "Sport Bild" soll die FCB-Schmerzgrenze bei 45 Millionen Euro plus Bonuszahlungen liegen, ein dementsprechendes Angebot sei jüngst in London eingegangen. Fulham soll aber wie 2023 auf rund 65 Millionen pochen.
Immerhin: Laut Transfer-Insider Fabrizio Romano verhandeln beide Parteien trotz unterschiedlicher Vorstellungen weiter. Eine Endlosschleife wie im vergangenen Sommer wollen die Bayern aber unbedingt vermeiden.

Offensives Mittelfeld: Xavi Simons

Auch in der Offensive soll sich etwas tun. Während die Zukunft von Serge Gnabry und Kingsley Coman in München nicht als gesichert gilt und man von einer Verpflichtung von Stuttgarts Chris Führich offenbar wieder Abstand genommen hat, ist ein (Ex-)Spieler von RB Leipzig in den Fokus von Eberl und Freund gerückt: Xavi Simons.
Auch hier gestaltet sich die Vertragssituation kompliziert. Das Problem: Der 21-jährige Niederländer, der von Leipzig nur für eine Saison ausgeliehen war, verlängerte erst 2023 sein Arbeitspapier bei PSG bis 2027, stehe laut "kicker" einer Rückkehr in die französische Hauptstadt mittlerweile aber kritisch gegenüber.
Eberl, der im vergangenen Sommer die Leihe nach Leipzig mitzuverantworten hatte, soll bereits Kontakt zur Spielerseite aufgenommen haben.
Bayern will Simons am liebsten fest verpflichten, was aber wiederum PSG nicht schmeckt, da laut "L’Equipe" bei einem Transfer vor 2025 ein großer Teil der Ablöse an Simons' Ex-Verein PSV Eindhoven fließen würde. Eine erneute Leihe scheint deshalb wahrscheinlicher.
Im Werben um den Offensiv-Star sind die Münchner außerdem nicht alleine. Auch Leipzig würde Simons gerne eine weitere Saison halten, zudem gelten internationale Top-Adressen wie der FC Arsenal, Manchester United und Manchester City als interessiert.
Simons ist außerdem - natürlich - auch noch bei der EM aktiv. Fazit: Es bleibt kompliziert ...
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Nagelsmann: "Psychische Sicherheit ist ein wichtiger Punkt"

Quelle: MagentaTV


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