FC Bayern München: Ex-Trainer Felix Magath wirft dem Rekordmeister vor: "So machen die Bayern jeden Trainer kaputt"
Update 05/05/2024 um 19:51 GMT+2 Uhr
Felix Magath hat dem FC Bayern München vorgeworfen, selbst daran schuld zu sein, keinen Coach für die neue Saison zu finden. "Die jetzige Situation ist natürlich teilweise selbst entwickelt. Die Verantwortlichen des FC Bayern haben immer Wert darauf gelegt zu bestimmen, was im ganzen Klub passiert. Die Trainer haben da immer wenig Spielraum gehabt", so der 70-Jährige im "Doppelpass" bei "sport1".
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Magath nannte den konkreten Fall eines Bayern-Trainers von Juli 2016 bis September 2017 als Grund für seine Kritik: "Wenn ein Trainer wie Carlo Ancelotti sich öffentlich dazu äußert, dass er bei Bayern nie gekannte Zustände vorfand, dass nämlich die Spieler an ihm vorbei zum Präsidenten gelaufen sind und ihn beim Vorstand kritisiert haben - dann kann man sich vorstellen, dass das auch Auswirkungen auf die internationale Trainer-Branche hat", erläuterte der frühere FCB-Coach (2004 bis 2007).
Auch deshalb würden nun zahlreiche Top-Trainer, glaubt Magath, sagen: "So etwas brauchen wir nicht! So machen die Bayern jeden Trainer kaputt."
Eine Aussage, die in der Szene größtenteils auf Unverständnis stieß, zumal sich bei den Fans Stimmen mehrten, den aktuellen Coach zum Weitermachen an der Säbener Straße zu überreden.
Was die Sache für die Bayern noch schlimmer macht: Die möglichen Tuchel-Nachfolger Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick haben dem Rekordmeister allesamt abgesagt beziehungsweise andere Optionen vorgezogen.
Effenberg fordert klare Kommunikation der Bayern
Auch der frühere Bayern-Mittelfeldspieler Stefan Effenberg sieht einen negativen Trend im Verein. Der 55-Jährige befand im "Sport1-Doppelpass", dass die "Kommunikation bei München nicht gut" sei.
"In den letzten 30, 40 Jahren war es Uli Hoeneß, der etwas gesagt hat - und zwar nur Uli Hoeneß. Mit Abstrichen vielleicht noch Kalle Rummenigge. Nun aber sind auf der höchsten Ebene drei oder vier Leute, die zu den ganzen Trainerfragen antworten, und das ist nicht gut für den Verein", führte Effenberg aus.
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Damit meinte der einstige Nationalspieler neben Hoeneß wohl Sport-Vorstand Max Eberl, Sportdirektor Christoph Freund, Präsident Herbert Hainer und den Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen.
Fakt ist: Solange die Bayern keinen neuen Trainer präsentieren, wird es Spekulationen und Schlagzeilen geben. Inwiefern das Auswirkungen auf das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid (Mittwoch ab 21:00 Uhr im Liveticker), steht auf einem anderen Blatt ...
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