FC Bayern in der Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen: Kimmich lässt Wirtz gewähren, Upamecano mit Dusel
Der FC Bayern kam am vierten Spieltag gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen nicht über ein 2:2 hinaus. Eine gerechte Punkteteilung in einem hoch dramatischen Top-Spiel, das in der Schlussphase noch einmal richtig Fahrt aufnahm. Während die Gäste aus dem Rheinland feierten, kehrte beim FCB Ernüchterung ein. Auch, weil nicht alle Stars abgeliefert hatten. Die Einzelkritik.
Kane: "Gibt eine Menge zu verbessern"
Quelle: Perform
Was für ein Schlussakt in der Allianz Arena!
Der FC Bayern sah bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Bayer Leverkusen per Strafstoß durch Exequiel Palacios (90.+4) doch noch einmal ausglich und mit einem 2:2 im Gepäck als Spitzenreiter zurück ins Rheinland reiste.
Harry Kane hatte die Gastgeber früh in Führung geschossen (7.), Alejandro Grimaldos Traum-Freistoß (24.) crashte dann die bis dahin dominante Vorstellung der Bayern.
Im Anschluss gaben sich die beiden Teams im Auslassen bester Torchancen nicht allzu viel. Die Münchner scheiterten aber mehrfach am glänzend aufgelegten Leverkusener Schlussmann Lukas Hradecky.
Der FC Bayern in der Einzelkritik
Sven Ulreich: Der Neuer-Vertreter war beim Traum-Freistoß zum 1:1 vollkommen machtlos. Insgesamt war auf Ulreich aber Verlass. Nach einer halben Stunde vereitelte er das mögliche 1:2 durch Boniface und in der 80. Minute gleich noch einmal mit einer tollen Fußabwehr gegen Boniface - der Fehlpass davor kam allerdings von ihm. War auch noch mit den Fingerspitzen an Palacios' Elfmeter zum 2:2 dran.
Konrad Laimer: Der Österreicher durfte nach seiner starken Leistung in Gladbach (kam zur Pause) auf der Rechtsverteidiger-Position starten. Laimer löste seine Sache erneut ansprechend. Sehr aufmerksam, beeindruckende Antizipationsfähigkeiten. Nach einer Stunde rückte er für Kimmich auf seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld. Fest steht: Der Neuzugang ist eine ernstzunehmende Alternative für die Planstelle hinten rechts.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/15/3785530.jpg)
Bayern gegen Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
Dayot Upamecano: Upamecano war an diesem Freitag nicht unbedingt zu beneiden, bekam er es doch mit Bayers Naturgewalt Boniface zu tun. Anfangs noch stabil, hatte der Franzose nach knapp 20 Minuten deutlich mehr Probleme. Ließ sich ein ums andere Mal vom Nigerianer düpieren. Hatte Glück, dass Boniface kein Tor erzielte.
Minjae Kim: In den ersten drei Bundesligaspielen streute der ehemalige Neapolitaner noch den einen oder Bock ein, gegen Leverkusen Kim durchgehend stabil und körperlich enorm präsent. Sattelfester als sein Pendant.
Alphonso Davies: Sehr offensivfreudig, aber nicht immer mit den glücklichsten Entscheidungen. Zudem verursachte der Kanadier in der Nachspielzeit den Elfmeter zum 2:2.
Joshua Kimmich: Wurde rechtzeitig zum Kracher fit, nachdem er unter der Woche im Länderspiel gegen Frankreich gefehlt hatte. Schon vor dem Spiel deutete Trainer Tuchel an, dass es nicht für 90 Minuten reichen würde. Viele Ballaktionen, aber im Defensivspiel nicht immer aufmerksam. Ließ Wirtz viel zu viel Platz.
Leon Goretzka: Hat sich im Mittelfeld festgespielt und Laimer auf die Rechtsverteidigerposition verdrängt. Goretzka machte seine Sache ordentlich, ohne groß aufzufallen. Zumindest bis zur 86. Minute, als er goldrichtig stand und Tels Hereingabe veredelte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/15/3785613.jpg)
Leon Goretzka (FC Bayern) trifft gegen Bayer Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
Leroy Sané: Konnte zwar nicht komplett an seiner überragenden Form anknüpfen, war aber wieder ein absoluter Aktivposten in der Offensive. Trat deutlich gefährlichere Standards als Kollege Kimmich, aus seiner Ecke resultierte das 1:0. Im Anschluss mehrfach mit guten Abschlüssen, aber auch ohne Fortune.
Thomas Müller: Führte enorm viele Zweikämpfe (13) und gewann den Großteil seiner direkten Duelle (9). Auch er machte mit einem Kopfball Bekanntschaft mit Hradecky (35.). Darüber hinaus nicht der allzu große Faktor.
Serge Gnabry: Rückte für den verletzten Coman in die Startelf, blieb im Vergleich zu Sané aber weitestgehend blass. Mit seinen Torabschlüssen fand er seinen Meister in Hradecky. Verbuchte bis zum Zeitpunkt seiner Auswechslung die meisten Ballverluste aufseiten der Bayern (11).
Harry Kane: Ließ sich häufig ins Mittelfeld fallen und war ständiger Unruheherd. Schon nach sieben Minute durfte der Rekordeinkauf sein Tor zum 1:0 bejubeln. Einen möglichen Doppelpack verhinderte der überragende Hradecky mit einer Blitz-Reaktion, als Kane völlig blank vor ihm auftauchte (57.).
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/15/3785629.jpg)
Harry Kane nach dem Remis gegen Bayer Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
Jamal Musiala (ab 60.): Nach überstandenem Muskelfaseriss zurück im Bayern-Kader. Musiala hatte nach einem Ballgewinn gegen Tapsoba die Entscheidung auf dem Fuß (80.), ließ sich aber vom Innenverteidiger im letzte Moment noch die Kugel vom Fuß spitzeln. Ansonsten dribbelfreudig wie immer.
Noussair Mazraoui (ab 60.): Muss sich offenbar wieder hinten anstellen. Fasste nach seiner Einwechslung nicht Fuß und verdaddelte den einen oder anderen Ball. Hat schon deutlich bessere Leistungen im FCB-Dress abgeliefert.
Mathys Tel (ab 69.): In Gladbach mit seinem Tor zum 2:1 der Matchwinner - und wäre beinahe auch diesmal zum entscheidenden Joker avanciert. Traf diesmal zwar nicht selbst, dafür bereitete er das 2:1 (86.) in herausragender Manier vor.
Matthijs de Ligt (ab 85.): Kam für die Schlussminuten als Sechser, konnte die wilde Schlussphase aber auch nicht verhindern.
Eric Maxim Choupo-Moting (ab 85.): Ersetzte Kane, hatte aber keinen großen Anteil mehr am Spiel.
Das könnte Dich auch interessieren:90.+7! Freiburg entreißt Meister Bayern Auftaktsieg
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/16/3785726-77004448-2560-1440.jpg)
Boniface: "Hatten so viele Chancen, um das Spiel zu gewinnen"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/01/06/image-ea4c9f95-f41e-4a1d-95f7-4af46e7639e1-68-310-310.jpeg)