FC Bayern München: Harry Kane erlebt "verrückte Wochen" - erst Geburt seines Kindes nun Tor-Gala gegen Augsburg

Bayern Münchens Superstar Harry Kane hat nach der Geburt seines vierten Kindes und seiner Tor-Gala gegen den FC Augsburg von "verrückten Wochen" gesprochen. "Ich genieße den Moment und bin sehr glücklich", betonte Englands Teamkapitän nach dem 3:1 (2:0) im Bundesliga-Derby. Seine Familie weilt derzeit noch in London, sie werde "in einigen Wochen nach München kommen".

Neue Stadt, neuer Klub, neues Kind - Kane: "Unglaubliche Woche"

Quelle: Perform

Harry Kane war nach seiner Tor-Gala "sehr glücklich" - und selbst das Münchner Schmuddel-Wetter zauberte dem Superstar von der Insel ein Lächeln ins Gesicht. "Seit ich hier bin, hatte es 30 Grad und Sonne. Es war schön, mal ein wenig Regen abzubekommen. Es hat sich mehr nach Zuhause angefühlt", sagte Kane nach dem 3:1 (2:0) im Derby gegen den FC Augsburg und schmunzelte.
Harry-Kane-Wetter, die Geburt des vierten Kindes, zwei weitere Treffer für den FC Bayern und wahre Lobeshymnen der Kollegen - es läuft nahezu perfekt beim 100-Millionen-Einkauf des Rekordmeisters. Kane selbst sprach von "verrückten Wochen" und "speziellen Gefühlen". Er genieße "den Moment".
Und doch sah der Torjäger Luft nach oben. Es klang fast wie eine Drohung an die Konkurrenz, als Kane davon sprach, "dass noch einiges besser werden muss" - und auch besser werden wird: "Wir lernen uns jeden Tag im Training besser kennen, mit jedem Spiel, das wir machen. Wir haben fantastische Qualität in der Mannschaft. Ich liebe die Chemie. Das wird mehr und mehr wachsen", meinte der Torjäger bei "DAZN".
Davon ist auch Trainer Thomas Tuchel überzeugt. "Wir werden ihn noch mehr finden und mehr Automatismen finden. Dann wird das eine gute Geschichte", sagte er im Bayerischen Fernsehen. Nur gut? Schon jetzt, nach zwei Bundesligaspielen mit drei Treffern und einer Vorlage, zeigt sich der enorme Wert von Englands Teamkapitän für die Bayern.
Die Mitspieler sind jedenfalls begeistert vom Neuen. "Er macht Tore, er ist ein Mann, er tut uns gut. Wir wissen, dass wir ihm den Ball geben können. Auch unsere Außenspieler haben den ein oder anderen Raum mehr", lobte Kapitän Joshua Kimmich. Und Leon Goretzka würdigte Kane als "Weltklasse-Fußballer und großartigen Typ. Man merkt seine Aura in der Kabine. Er macht was her, überragend".

Tuchel schwärmt von Kane

Kanes Erfolgsgeheimnis liegt für Tuchel auf der Hand. "Er liebt das Spiel, das Training. Er ist sich für nichts zu schade." Deshalb sei er auch bei den Fans schon jetzt so beliebt, "weil sie merken, wie er den Fußball lebt und wie normal er ist".
Trotz der Kane-Mania war die Stimmung beim FC Bayern keineswegs euphorisch. Zwar haben die Münchner mit der Verpflichtung des 23 Jahre alten Daniel Peretz ("Ich will natürlich spielen") erst einmal das leidige Torwart-Problem gelöst. Doch bis zum Transferschluss am 1. September bleibe es "noch ein bisschen dunkel", so Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Er bitte um Geduld.
Da ist zum einen der abwanderungswillige Benjamin Pavard, den es zu Inter Mailand zieht. Er sei, so Dreesen, "recht zuversichtlich, dass wir die Thematik noch in diesem Transferfenster abschließen können". Tuchel hatte zuvor jedoch klargemacht, "dass der FC Bayern vorgeht". Pavard besetze als Rechts- und möglicher Innenverteidiger immerhin "zwei wichtige Positionen". Heißt: Ohne adäquaten Ersatz darf Pavard nicht gehen.
Und außerdem steht Tuchels Forderung nach einer "holding six" nach wie vor im Raum. Oder war es gar keine Forderung? Nein, betonte der Trainer. Er sehe darin auch "keinen Konflikt oder Streit" mit der Vereinsführung. Es sei lediglich eine "numerische Frage. Wir haben nur drei Spieler auf dieser Positionen, nach dem Leverkusen-Spiel aber nur noch englische Wochen und hohe Ziele".
Immerhin hat Tuchel den gewünschten Torjäger schon bekommen. Und der könne "mit Druck umgehen und tut das, wofür wir ihn gekauft haben: die Bälle reinschießen". Und das tut Kane am liebsten bei Fritz-Walter-Wetter. Im strömenden Regen.
(SID)
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Tuchel reagiert gereizt: "Wurde 200 Mal gefragt"

Quelle: Perform

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