FC Bayern München: Joshua Kimmich und Co. nach Aus von Thomas Tuchel im Brennpunkt - keine Ausreden mehr

Die Trainersuche beim FC Bayern läuft auf Hochtouren - mit einem klaren Favoriten. Noch mehr im Fokus stehen ab sofort aber die Stars. Denn der Kader des deutschen Rekordmeisters benötigt dringend einen Umbruch, im Sommer könnte der ein oder andere Star den Verein verlassen. Die Riege rund um Joshua Kimmich rückt daher in den bayerischen Brennpunkt und muss in den kommenden Wochen abliefern.

FC Bayern trennt sich von Trainer Tuchel: Aus zum Saisonende

Quelle: Perform

Die seelischen Schmerzen waren Joshua Kimmich deutlich anzusehen.
Wut, Enttäuschung, gar Fassungslosigkeit zeigten sich, als der 29-Jährige nach seiner Auswechslung in Bochum auf der Bank saß. Kimmich ist in gewisser Weise zum Gesicht der Krise des schwer angeschlagenen FC Bayern geworden.
Nachdem das Aus von Trainer Thomas Tuchel beschlossen ist, der den Rekordmeister spätestens im Sommer verlassen wird, stehen die Stars um Kimmich mehr denn je im Brennpunkt.
Sie müssen in den kommenden Wochen besonders in der Champions League liefern, um eine bislang verkorkste Saison halbwegs versöhnlich abzuschließen. Etliche Profis spielen auf Bewährung, es geht auch um ihre Zukunft in München unter einem neuen Trainer.

Tuchel-Nachfolge: Alonso, Zidane - oder doch wieder Flick?

Wer für Tuchel übernimmt, ist offen. Als Wunschkandidat haben die Bayern offenbar längst Leverkusens Erfolgscoach Xabi Alonso auserkoren, der aber auch beim FC Liverpool als Nachfolger von Jürgen Klopp gehandelt wird.
Ansonsten werden Zinédine Zidane, Roger Schmidt, Unai Emery, Hansi Flick und Sebastian Hoeneß Chancen auf den bald vakanten Posten eingeräumt.
Max Eberl, der aller Voraussicht nach am 1. März seinen Job als Sportvorstand in München antreten wird, und Sportdirektor Christoph Freund stehen in den kommenden Wochen vor einer Mammutaufgabe.
Da ist die schwierige Suche nach einem geeigneten Trainer - zumal es seit Pep Guardiolas Abgang 2016 keine Konstanz auf dem anspruchsvollen Posten gibt. Inklusive Tuchel sind sechs Trainer mehr oder weniger krachend gescheitert.
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Trainer Thomas Tuchel beim FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Generation um Kimmich im Fokus

Auf der anderen Seite müssen die Bosse den dringend benötigten Umbruch im (Luxus-)Kader gestalten. Der Druck auf die Profis wurde schon mal erhöht. "Jeder Einzelne im Klub ist gefordert", betonte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen: "Hierbei nehme ich auch explizit die Mannschaft in die Pflicht." Heißt: Es gibt keine Ausreden mehr.
Eberl, Freund und Dreesen werden genau hinschauen, wer in der kritischen Lage mit drei Pleiten in Serie die Ärmel für den FC Bayern hochkrempelt. Die Verantwortlichen erwarten, dass Kimmich und Co. ihre Vorbehalte gegen Tuchel beiseite schieben und eine Trotzreaktion zeigen.
Im Fokus steht gerade die Generation um Kimmich mit Leon Goretzka, Leroy Sané und Serge Gnabry, alle ausgestattet mit hoch dotierten Verträgen.
Für sie waren bei den Bayern, aber auch im Nationalteam Führungsrollen vorgesehen, sie galten als großes Versprechen. Doch längst gibt es Zweifel, ob sie diese Rollen erfolgreich ausfüllen können.
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Quelle: Perform

FC Bayern steht großer Umbau bevor

Es ist eine Generation, zu der auch noch der ehemalige Münchner Niklas Süle, dessen jetziger Dortmunder Vereinskollege Julian Brandt oder Timo Werner gehören, die momentan eher für ein Scheitern steht. Nach dem WM-Vorrundenaus in Katar hatte die "Süddeutsche Zeitung" schon von der "Generation nix" geschrieben.
Die schwankenden Leistungen der Stars um Kimmich hatten nicht nur die Bundestrainer Joachim Löw und Hansi Flick zur Verzweiflung getrieben, sondern auch Julian Nagelsmann als ehemaligen Bayern-Coach - und jetzt Tuchel.
Deshalb ist offen, wer von ihnen beim Umbau der Mannschaft übrig bleibt. Weitere mögliche Wackelkandidaten wie Dayot Upamecano gibt es genügend.
Als unantastbar gelten allenfalls die Führungsfiguren Manuel Neuer und Thomas Müller sowie Torjäger Harry Kane und Jungstar Jamal Musiala.
(SID)
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Quelle: Perform

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