FC Bayern München: Thomas Tuchel verteidigt Dayot Upamecano nach nächstem dicken Fehler gegen 1. FC Köln

Innenverteidiger Dayot Upamecano hätte dem FC Bayern München in der Bundesliga beinahe wichtige Punkte gekostet. Gegen den 1. FC Köln unterlief dem eingewechselten Franzosen beim Stand von 1:0 in der Schlussphase ein grober Schnitzer, der fast zu einem Gegentor geführt hätte. Im Anschluss stellte sich Trainer Thomas Tuchel schützend vor seinen zuletzt viel gescholtenen Spieler.

Tuchel über Upamecano-Fehler: "Keine Zeit nachzukarten"

Quelle: Perform

Es lief die 89. Minute, als den Fans des FC Bayern in der Allianz Arena der Atem stockte.
Völlig ohne Not spielte der eingewechselte Dayot Upamecano dem am Bayern-Strafraum lauernden Luca Waldschmidt einen Pass in die Füße.
Allerdings konnten weder der 27-jährige Stürmer noch sein Sturmkollege Steffen Tigges im Nachschuss aus dem dicken Bock Kapital schlagen.
Riesiges Glück für den FC Bayern – und das beim Stand von 1:0. Erst vier Minuten später machte Thomas Müller mit dem entscheidenden 2:0 den Sieg gegen den 1. FC Köln endgültig klar.

Tuchel über Upamecano: "Wir kennen sein Potenzial"

Bayern-Coach Thomas Tuchel nahm Upamecano auf der anschließenden Pressekonferenz in Schutz.
"Ich hoffe, dass er weiß, dass er unsere volle Unterstützung hat. Wir kennen sein Potenzial, wir wissen um seine Qualitäten, ich weiß persönlich um seinen riesengroßen Ehrgeiz", sagte der 50-Jährige, der jedoch auch nicht kleinreden wollte, dass der Franzose "zuletzt an zu vielen Toren direkt beteiligt" gewesen sei.
"Klar sind das aktuell zu viele grobe individuelle Fehler, die entscheiden auf dem höchsten Niveau die Spiele", so Tuchel: "Heute hat uns Köln nochmal vom Haken gelassen."

Upamecano verursacht spielentscheidende Elfmeter

Im Achtelfinal-Hinspiel gegen Lazio Rom (0:1) und in der Bundesliga gegen den VfL Bochum hatte der FC Bayern im Februar weniger Glück. In beiden Spielen verursachte Upamecano jeweils einen spielentscheidenden Elfmeter und flog mit Gelb-Rot bzw. Rot vom Platz. Seither machte der 25-Jährige nur noch ein Spiel von Beginn an.
"Solche Phasen gibt’s", meinte Tuchel: "Dann gibt es umso mehr Unterstützung und Nähe, denn er ist unser Spieler. Am Mittwoch (gegen den FC Arsenal, Anm. d. Red.) kann es nötig sein, dass er spielen muss, um eventuell einen riesengroßen Erfolg für uns zu sichern. Da gibt es keine Zeit, um nachzukarten und ständig den Finger in die Wunde zu legen."
Sportdirektor Christoph Freund ergänzte: "Er ist nicht so im Rhythmus, Dayot hat aber auch schon gute Spiele gemacht. Sicher ist es keine ganz einfache Situation, aber er ist ein super Charakter, ein super Profi und ich bin überzeugt, dass er da wieder gut rauskommt."
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Quelle: Perform

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