FC Bayern München: Fans üben scharfe Kritik wegen Jérôme Boateng - Ultras mit Bannern gegen Gewalt
Fans des FC Bayern haben die zuletzt vereinsintern gehegte Überlegung einer Verpflichtung von Jérôme Boateng massiv kritisiert. Die Münchner sollen aufgrund von Verletzungsproblemen auf der Innenverteidiger-Position mit einer Rückholaktion des umstrittenen Ex-FCB-Profis geliebäugelt haben. Der 34-Jährige hält sich weiter an der Säbener Straße fit und wartet auf die Neuaufnahme seines Prozesses.
Tuchel schwärmt nach Sieg: "Haben uns das Ergebnis verdient"
Quelle: Perform
Die Causa Jérôme Boateng blieb auch beim Spiel des FC Bayern München gegen den SC Freiburg ein Thema.
Die Ultras des deutschen Rekordmeisters kritisierten die Beinahe-Verpflichtung des Innenverteidigers scharf und hielten kurz nach Anpfiff ein Spruchband mit der Inschrift hoch: "Kein Platz für Charakterschweine im Verein - weder auf dem Feld noch im Vorstand."
Auf einem weiteren Banner schrieben die Fans: "Misogyne Gewalt ist keine Privatsache! Steht zu unseren proklamierten Werten – oder sind Satzung und Awareness doch nur Marketing?"
Sportdirektor Christoph Freund, der mit umstrittenen Aussagen zu der Personalie aufgefallen war, sagte nach dem Spiel bei "Bild" zu der Thematik: "Der FC Bayern steht für Werte. Es war eine besondere Situation. Vor zehn Tagen hatten wir keine Innenverteidiger mehr."
Tuchel wehrt sich: "Zu plakativ"
Cheftrainer Thomas Tuchel zeigte für das "Charakterschweine"-Plakat, das sich wohl gegen Boateng und eine Verpflichtung von Max Eberl als neuem Sportvorstand richtete, kein Verständnis. "Das ist haarscharf an der Beleidigung. Das ist zu anonym, zu plakativ", so der 50-Jährige.
Boateng war zum Thema geworden, nachdem die Münchner das Pokalspiel gegen Preußen Münster mit Leon Goretzka und Noussair Mazraoui in der Innenverteidigung hatten bestreiten müssen, da sowohl Min-Jae Kim als auch Dayot Upamecano und Matthijs de Ligt verletzt ausgefallen waren.
Der aktuell vereinslose Boateng hält sich momentan an der Säbener Straße fit. Sein Verfahren wegen häuslicher Gewalt wurde nach einer ersten Verurteilung aufgrund von Verfahrensfehlern vor wenigen Wochen neu aufgerollt.
Schwere Vorwürfe gegen Boateng
Der Weltmeister von 2014 soll seine ehemalige Partnerin Kasia Lenhardt unter anderem geschlagen und bespuckt haben.
Nach Bekanntwerden der Gedankenspiele des FC Bayern hatte Freund kritische Nachfragen mit den Worten abgewiegelt: "Es gibt natürlich ein Verfahren, aktuell ist das ausgesetzt. Darum ist das auch seine private Geschichte und für uns kein großes Thema."
Schlussendlich hatte sich der Verein in der vergangenen Woche dann aber doch gegen eine Verpflichtung Boatengs entschieden.
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