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FC Bayern München: Noussair Mazraoui verbreitet Pro-Palästina-Beiträge - Verteidiger reagiert auf Berichte
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Publiziert 15/10/2023 um 17:53 GMT+2 Uhr
Noussair Mazraoui vom FC Bayern München hat in den sozialen Netzwerken zum Konflikt im Nahen Osten Stellung bezogen. Der Marokkaner teilte einen Beitrag, in dem den Palästinensern der Sieg gegen Israel gewünscht wird. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte vor einer Woche einen Angriff auf israelische Zivilisten durchgeführt, bei dem über 1300 Menschen ums Leben kamen.
Noussair Mazraoui
Fotocredit: Getty Images
Im Video, das Mazraoui auf Instagram in seiner Story teilte, ist die Flagge Palästinas zu sehen. Im Hintergrund ist eine Stimme zu hören, die gebetsartig die Worte "Gott, hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina, damit sie den Sieg erringen. Möge Gott den Toten Gnade schenken, möge Gott ihre Verwundeten heilen", sagt.
Den Beitrag versah der Bayern-Verteidiger mit einem betenden Emoji.
Es war nicht Mazraouis erste Instagram-Story in diesem Zusammenhang. Bereits zuvor hatte er einen Post geteilt, in dem neben einer früheren Story von ihm selbst auch Story-Beiträge seines Nationalmannschaftskollegen Hakim Ziyech sowie des Ex-Bundesligaspielers Abdelhamid Sabiri und des Toulouse-Profis Zakaria Aboukhlal zu sehen sind.
Über dem Post steht in englischer Sprache, dass die marokkanischen Nationalspieler, die sich mit Palästina solidarisieren, vom Instagram-Algorithmus mehr oder weniger unsichtbar gemacht würden: "Es ist wortwörtlich wir gegen die Welt." Mazraoui garnierte das mit einem kritisch dreinblickenden Emoji.
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Ein Beitrag aus Noussair Mazraouis Instagram-Story
Fotocredit: Instagram
Mazraoui verteidigt sich: "Wirklich enttäuschend"
Auf dem Beitrag, den Mazraoui zuvor geteilt hatte, ist ein Koran-Vers in arabischer und englischer Sprache zu lesen: "Und denke nicht, Allah sei dem gegenüber achtlos, was diejenigen tun, die Unrecht begehen. Er hält sie nur bis zu dem Tag zurück, an dem die Augen in Horror erstarren werden."
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Ein Ausschnitt aus Noussair Mazraouis Instagram-Story
Fotocredit: Eurosport
Am Sonntagabend reagierte der Bayern-Verteidiger mit einer Erklärung auf den Wirbel um seine Postings: "Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es wirklich enttäuschend ist, dass ich mich erklären muss, wofür ich stehe. Es gibt da draußen eine Situation, in der Tausende von unschuldigen Menschen ermordet werden. Mein Standpunkt ist, dass ich mich für Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt einsetzen werde. Das bedeutet, dass ich immer gegen alle Arten von Terrorismus, Hass und Gewalt sein werde. Und das ist etwas, hinter dem ich immer stehen werde", wird Mazraoui unter anderem von der "Bild"-Zeitung zitiert.
Der 25-Jährige verstehe nicht, "warum über mich das Gegenteil gedacht wird und warum ich mit hasserfüllten Gruppen in Verbindung gebracht werde. Heute geht es nicht darum, was ich denke oder was du denkst, unschuldige Menschen werden täglich getötet, durch diesen schrecklichen Konflikt, der aus dem Ruder gelaufen ist. Wir müssen alle dagegen sein und uns dagegen aussprechen. Das ist einfach nur unmenschlich. Abschließend möchte ich klarstellen, dass es nie meine Absicht war, jemanden bewusst oder unbewusst zu beleidigen oder zu verletzen."
Peretz ruft zum Kampf gegen den Terror auf
Der FC Bayern hat sich bislang nicht zu Mazraouis politischen Postings geäußert.
Mazraouis Beiträge sind deshalb brisant, weil mit Daniel Peretz ein Israeli im Kader des deutschen Rekordmeisters steht. Der 23-Jährige hatte in vergangenen Tagen mehrere emotionale Statements auf Instagram abgesetzt und Sportler aufgefordert, sich gegen Terrorismus auszusprechen.
Der FC Bayern hatte kurz nach dem Angriff der Hamas auf "X" geschrieben, dass sich der Verein um seine Freunde in Israel sorge.
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Quelle: SID
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