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FC Bayern München will mit Thomas Tuchel weitermachen - FCB-Trainer wünscht sich offenbar Verlängerung
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Publiziert 16/05/2024 um 11:27 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München will mit Trainer Thomas Tuchel in die Verlängerung gehen. Noch aber sind diesbezüglich wesentliche Fragen ungeklärt. Immerhin war das Aus des 50-Jährigen bereits im Februar besiegelt, Ehrenpräsident Uli Hoeneß hielt sich mit seiner scharfen Kritik nicht zurück. Doch Tuchel scheint über seinen Schatten springen zu können - und pocht sogar auf einen langfristigen Vertrag.
Tuchel zieht Saisonfazit: "Diese Woche hat uns was gekostet"
Quelle: Perform
Die Stimmung schien bestens an der Säbener Straße. Es wurde gescherzt und gelacht, keine Spur von titelloser Tristesse. Die Bilder der vergnügten Bosse am Klubgelände des FC Bayern München verbreiteten sich in Windeseile in alle Winkel der Fußball-Welt, sogar die altehrwürdige "Times" berichtete von einem "dramatic U-Turn".
Es ist in der Tat eine spektakuläre Wende: Thomas Tuchel, im Februar zum Saisonende entlassen, soll nun doch Trainer beim deutschen Rekordmeister bleiben. Womöglich sogar über das Auslaufen seines ursprünglich bis 2025 datierten Arbeitspapiers hinaus.
Das, so berichteten mehrere Medien übereinstimmend, war das Ergebnis der heiteren Gesprächsrunde zwischen Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Sportdirektor Christoph Freund und Tuchels Berater Olaf Meinking.
Plötzlich soll es in der ewigen Münchner Trainersuche mit vier öffentlichkeitswirksamen Absagen sogar ganz schnell gehen: Eine Entscheidung wird noch in dieser Woche erwartet, rund um den Saisonabschluss der Bayern in Hoffenheim, wo Tuchel am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) eigentlich seine Abschiedsvorstellung hatte geben sollen. "Fakt ist: Beide Seiten sind gewillt, es noch mal miteinander zu versuchen", hieß es in der "Bild".
Tuchel wünscht sich Vertragsverlängerung
Noch aber sind wesentliche Fragen ungeklärt. Wie etwa steht Tuchels Chefkritiker Uli Hoeneß zu der Angelegenheit?
Als Mitglied des Aufsichtsrats hatte er bei der turnusmäßigen Sitzung am Montag die Gelegenheit, sich intern zu äußern. Auch, als die Bosse-Runde am Mittwoch mit Meinking zusammentraf, soll er auf dem Gelände gewesen sein. Eine Weiterbeschäftigung des von Hoeneß als vermeintlicher Jugend-Verächter in seiner "Trainerehre verletzten" Tuchel käme einer Entmachtung des Patrons gleich.
Zumal Tuchel dem Vernehmen nach darauf pocht, längerfristig zu bleiben. Von einer Vertragsverlängerung bis mindestens 2026 ist die Rede.
Kein Wunder: Seine Verhandlungsposition gegenüber den verzweifelt suchenden Bayern gleicht der eines Wasserverkäufers, der einem Verdurstenden in der Wüste den rettenden Schluck anbieten kann.
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Thomas Tuchel
Fotocredit: Getty Images
Matthäus kritisiert FC Bayern
Aus Sicht von Lothar Matthäus haben sich die Bosse längst der Lächerlichkeit preisgegeben. "Nach außen gibt der FC Bayern ein sehr fragwürdiges Bild ab", sagte er Rekordnationalspieler.
Warum? "Ich respektiere Thomas Tuchel und seine Qualitäten. Aber auf ihm wurde herumgetrampelt, speziell wie zuletzt von Uli Hoeneß. Nun darüber nachzudenken, ihn doch weiter zu behalten, zeigt, welche Unstimmigkeiten es im Verein gibt und welches Chaos dort herrscht", betonte Matthäus.
Der frühere Bayern-Kapitän hält eine Trennung weiter für wahrscheinlicher. "Aus Sicht von Thomas Tuchel sage ich: Einen Verbleib bei Bayern hat er nicht nötig. Zumal ich denke, dass der Stachel bei ihm nach wie vor tief sitzt."
Tuchel hätte "zudem andere Optionen, bei Top-Vereinen in Europa zu arbeiten". Spekuliert wird über ein mögliches Interesse von Manchester United. Die "Times" aber sieht die Bemühungen der Red Devils, Teammanager Erik ten Hag durch den Deutschen zu ersetzen, "vor dem Scheitern".
Die Macht der Bilder aus München scheint zu stark.
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(SID)
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Quelle: Perform
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