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FC Bayern vor der Transferperiode: Die Sechser-Suche wird neu aufgerollt – Phillips, Palhinha und Zubimendi im Visier
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Publiziert 21/11/2023 um 00:43 GMT+1 Uhr
Die beim FC Bayern nie ganz erlahmte Suche nach einem defensiv orientierten Sechser nimmt wieder Fahrt auf. Die verheißungsvollen Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß stimmen Cheftrainer Thomas Tuchel optimistisch, sein lang gehegter Wunsch nach einer "holding six" dürfe im Winter in Erfüllung gehen. Ein Blick auf das Für und Wider der heißesten Kandidaten auf einen Wechsel nach München.
Martín Zubimendi
Fotocredit: Getty Images
"Unser Trainer kriegt bei uns alles, was notwendig ist", versprach Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß Ende Oktober bezüglich möglicher Neuverpflichtungen im Winter. Sollte der 71-Jährige sein Wort halten, "wird es teuer für ihn", hatte Thomas Tuchel daraufhin scherzhaft reagiert.
Sein bis lang nicht wahr gewordener Wunsch nach einer "holding six", also einem defensiv orientierten Sechser, ist nach wie vor ungebrochen. Im Sommer dürfte das Ansinnen des Cheftrainers endlich in die Tat umgesetzt werden.
Denn die Problematik auf der Sechser-Position ist immer noch akut. Neben Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Konrad Laimer fehlt es an qualitativem Ersatz. Wenn Teile des Stammpersonals - wie zuletzt in den Spielen gegen Borussia Dortmund (Kimmich) und den FC Heidenheim (Kimmich und Goretzka) - ausfallen, gerät der Rekordmeister und allen voran Trainer Tuchel in Bedrängnis.
Laimer musste im Topspiel ran, gegen den Aufsteiger Heidenheim bekam der 19-jährige Aleksandar Pavlovic seine Chance. Der Trainer sah das mit gemischten Gefühlen: "Leider und Gott sei Dank" sei der Youngster aus der eigenen Jugend immer wieder nah an der ersten Elf gewesen.
Zwei Kandidaten aus der Premier League
Bei der Suche nach potenziellen Verstärkungen richtet Tuchel den Blick nicht selten in die Premier League. Die alte Wirkungsstätte des 50-Jährigen wimmelt gerade so von defensiv orientierten, körperlich robusten Mittelfeldspielern.
Im Sommer hatte der FC Bayern das Tauziehen um Fulham-Star João Palhinha in letzter Minute noch verloren, der Portugiese verlängerte seinen Vertrag in London bis 2028. Doch das Interesse am 28-Jährigen ist nach wie vor groß.
"Ich weiß nicht, was in der Zukunft passiert. Natürlich hat es mich und meine Familie sehr getroffen, aber das ist alles Vergangenheit und ich will nicht zu viel darüber nachdenken", hatte Palhinha unlängst den geplatzten Deal zum Rekordmeister kommentiert.
Dass man weiter an einem Transfer arbeite, bestätigte zuletzt auch Sportchef Christoph Freund: "Natürlich ist er weiter auf unserem Schirm. Der Verein hat sich im Sommer intensiv mit Palhinha beschäftigt. Am letzten, kuriosen Tag des Transferfensters war ich ja schon ein bisschen mit dabei."
Doch der Deal dürfte teuer werden: Mittlerweile hat Palhinha einen Marktwert in Höhe von 55 Millionen Euro – ein Betrag, für den der FC Fulham seinen Spieler jedoch nicht ziehen lassen dürfte.
Eine wohl günstigere Alternative wäre City-Mittelfeldspieler Kalvin Phillips. Der 27-jährige Engländer spielt unter Trainer Pep Guardiola keine Rolle mehr und kam in der laufenden Meisterschaft erst auf 89 Spielminuten.
Laut verschiedenen Medienberichten scheint ein Abgang vom englischen Meister schon beschlossene Sache. Phillips erfüllt die von Tuchel ausgerufenen Kriterien eines zweikampfstarken Sechsers, der seiner Abwehr den Rücken freihält.
Doch ein Transfer zum Rekordmeister, der indes "noch keinen konkreten Kontakt" zum Sechser aufgenommen haben soll, dürfte kein Selbstläufer werden: Neben West Ham United sollen auch Liverpool und Juventus um den Abräumer buhlen.
Aus Spanien kommen Erinnerungen an Martínez
Seit einigen Wochen soll auch Martín Zubimendi auf der Wunschliste von Tuchel stehen. Der spanische Nationalspieler ist Taktgeber bei Real Sociedad und hat seinem Arbeitgeber im vergangenen Sommer die Treue gehalten, als der FC Barcelona anklopfte.
Der bis 2027 in San Sebastián gebundene Profi wird in den Medien oft als Nachfolger von Javi Martínez gehandelt, doch der Vergleich hakt. Neben der baskischen Herkunft und der taktischen Position haben beide wenig gemein.
Während Zubimendi zwar defensive Abräumer-Kompetenzen mitbringt, fehlen dem 24-Jährigen im Vergleich mit dem Triple-Sieger von 2013 acht Zentimenter (1,81m) und damit auch die Kopfballstärke des einstigen Königstransfers. Dafür bringt Zubimendi hervorragende Passfähigkeiten und ein hohes Spielverständnis mit: "Zubimendi ist ein sehr, sehr guter Spieler, sehr intelligent. Er ist immer in der richtigen Position. Für jeden Trainer ist er ein Top-Top-Spieler", befand zuletzt auch Leverkusen-Trainer Xabi Alonso.
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Schürt in München Interesse: Martín Zubimendi
Fotocredit: Getty Images
Spielerisch erfüllen alle drei Kandidaten das gesuchte Profil. Die Hartnäckigkeit, mit welcher der FC Bayern um Palhinha kämpft, spricht für den Portugiesen. Der 28-Jährige dürfte trotz des frisch verlängerten Vertrags als Favorit gelten, aber wohl auch am teuersten werden.
Auch Zubimendi dürfte für den Rekordmeister alles andere als günstig werden, verschiedene Medien berichten von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro. Die günstigste Option wäre wohl Phillips - doch es dürfte spannenden werden, vielleicht sogar wieder bis über einen Medizincheck hinaus.
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Quelle: Perform
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