Freiburg schlägt den 1. FC Köln und setzt Siegesserie fort - Gregoritsch und Sallai lassen Streich jubeln

Der SC Freiburg hat seine Siegesserie in der Bundesliga fortgesetzt. Das Team von Christian Streich bezwang am 15. Spieltag den 1. FC Köln mit 2:0 (0:0) und springt durch den dritten Erfolg in Serie in der Tabelle auf Rang sechs. Die Geißböcke rangieren weiter auf Platz 15. Joker Michael Gregoritsch (72.) und Roland Sallai (90.+5) trafen zum Sieg. Kölns Jeff Chabot kassierte Gelb-Rot (62.).

Michael Gregoritsch (SC Freiburg) bejubelt seinen Treffer gegen Köln

Fotocredit: Getty Images

Michael Gregoritsch schlüpfte in die dicke Jacke, klatschte artig beim Schiedsrichterteam ab - und er bekam dabei das ungläubige Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht. Kurz zuvor hatte der Österreicher mit dem sagenhaften Lauf den SC Freiburg zum dritten Sieg in Folge in der Bundesliga geschossen - schon wieder. Die Breisgauer gewannen am Sonntag durch ein Tor und eine Vorlage von "Gregerl" 2:0 (0:0) gegen den dezimierten 1. FC Köln.
"Das Tor muss ich machen. Ich treffe in den letzten Spielen einfach immer wieder", sagte Gregoritsch bei "DAZN". "Es läuft so dahin für mich. Ich bin schon ein paar Mal richtig gestanden. Da ist das Selbstvertrauen natürlich ein bisschen mehr da."
Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Gregoritsch traf in der 72. Minute für die Freiburger, später legte er Roland Sallai (90.+5) das 2:0 auf. Gregoritsch hatte schon in den zurückliegenden beiden Partien (1:0 beim FSV Mainz 05, 1:0 beim VfL Wolfsburg) die entscheidenden Tore erzielt. Dabei war der Angreifer zuvor monatelang seiner Form und einem Treffer vergeblich hinterher gelaufen.
Die Kölner, bei denen Abwehrchef Jeff Chabot in der 62. Minute die Gelb-Rote Karte sah, kassierten nach zwei Partien ohne Niederlage wieder einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Der FC bleibt mit lediglich zehn Punkten auf dem Konto im Tabellenkeller. Zum Jahresabschluss am Mittwoch wartet auf die Kölner das richtungweisende Duell bei Union Berlin.

Freiburg kann Überlegenheit nicht ausnutzen

Die 34.700 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen zu Beginn kaum gefährliche Szenen. Nach zwölf Minuten Stille protestierten die Fans dann auch in Freiburg gegen das grüne Licht des deutschen Profifußballs für den Einstieg eines Investors. Das Spiel musste für fünf Minuten unterbrochen werden, um die von den Rängen geworfenen Schoko-Goldtaler vom Platz zu bekommen.
Als wieder Fußball gespielt wurde, übernahmen die Freiburger das Kommando. Echte Torchancen konnten sich die Breisgauer, die mit großer Spannung die Zwischenrunden-Auslosung in der Europa League am Montag erwarten, aber nicht erarbeiten.
Nach einer knappen halben Stunde wurde der Druck der Gastgeber immer größer, ein Tor lag in der Luft. Die Kölner, bei denen Leart Paqarada und Sargis Adamyan fehlten, hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun. Die Baumgart-Elf konnte kaum für Entlastung sorgen.
picture

Lucas Höler (SC Freiburg) im Spiel gegen den 1. FC Köln

Fotocredit: Getty Images

Chabots Platzverweis ebnet Freiburg den Weg

Dennoch brachten die Kölner das torlose Remis in die Pause. Den Freiburgern, die auf Kapitän Christian Günter, Philipp Lienhart, Daniel-Kofi Kyereh und Maximilian Philipp verzichten müssen, fehlte das Durchsetzungsvermögen in der Offensive.
Im zweiten Durchgang sorgte Kölns Kapitän Florian Kainz als erster für Gefahr (47.). Viel mehr passierte nicht bis zur 60. Minute, das Spiel hatte wie schon in der ersten Hälfte kaum Höhepunkte zu bieten.
In der 62. Minute musste Chabot nach wiederholtem Foulspiel vom Feld. Die Freiburger, die zum Jahresabschluss am Mittwoch beim 1. FC Heidenheim antreten müssen, erhöhten in der Folge den Druck. Köln verteidigte mit Mann und Maus - Gregoritsch konnten sie aber nicht stoppen.
(SID)
picture

Terzic hadert: "Es fehlte die Ruhe für den letzten Pass"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung