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Jérôme Boateng: Bericht über angebliche Absage des FC Bayern sorgt für Aufsehen - Thomas Tuchel dementiert
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Publiziert 06/10/2023 um 11:03 GMT+2 Uhr
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel hat einen "Bild"-Bericht dementiert, wonach der Rekordmeister Jérôme Boateng eine Absage erteilt hätte. "Er hat sich gut verhalten, hat gut mittrainiert. Das werden wir heute mit allen Beteiligten klären und dann bekanntgegeben. Da ist keine Entscheidung gefallen, entgegen anderslautenden Berichten", sagte er vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg.
Jérôme Boateng
Fotocredit: Imago
Die "Bild"-Zeitung hatte am Freitagvormittag verkündet, dass sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters wegen des neu aufzurollenden Prozesses gegen den 35-Jährigen dazu entschlossen hätten, Boateng keinen Vertrag anzubieten.
Tuchel verwies etwaige Meldungen auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg (17:30 Uhr im Liveticker) jedoch ins Reich der Fabeln.
"Wir werden das zusammen entscheiden. Das hat nicht nur eine sportliche Komponente. Wir nehmen uns Zeit dafür und lassen uns nicht treiben. Auch nicht durch vermeintliche Veröffentlichungen, dass die Entscheidung schon getroffen sei", betonte der 50-Jährige und ergänzte im Hinblick auf den Prozess gegen Boateng:
"Als sportlich Verantwortlicher wünsche ich mir, dass Fußballentscheidungen ohne Vorverurteilungen und sonstige Dinge auch mal nur Fußballentscheidungen sein können."
Tuchel über Boateng-Probetraining: "Absolute Notsituation"
Der Weltmeister von 2014 hatte seit Sonntag am Training der Münchner teilgenommen und sollte ursprünglich als Ersatz für die dünn besetzte Defensive verpflichtet werden.
"Er ist ein extrem verdienter Spieler des Klubs. Er hatte auch Bedarf an Mannschaftstraining für den nächsten Schritt in seiner Fitness. Es war eine absolute Notsituation in der Innenverteidigung, als in Münster (in der ersten Runde des DFB-Pokals; Anm. d. Red.) gar kein Innenverteidiger mehr im Kader war", erklärte Tuchel weiter und führte aus:
"Das war die Grundlage. Jetzt ist etwas Zeit vergangen, wir sind schlauer als vorher und treffen heute Nachmittag eine Entscheidung."
Boateng zuletzt vereinslos
Die Verantwortlichen des FC Bayern betonten hinsichtlich des Prozesses gegen Boateng immer wieder die Unschuldsvermutung, jedoch wurde an dem Plan der Münchner zunehmend Kritik laut.
Boateng, der nach zwei Jahren bei Olympique Lyon derzeit vereinslos ist, war im November 2022 wegen Angriffen auf seine Ex-Freundin zu einer Geldstrafe von insgesamt 1,2 Millionen Euro verurteilt worden.
Nachdem das Bayerische Oberste Landesgericht die Verurteilung wegen Körperverletzung und Beleidigung zuletzt aufhob, wird der Prozess nun ein weiteres Mal aufgerollt.
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(mit SID)
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