FC Bayern - Mehmet Scholl rät Münchenern von Rückkehr von Hansi Flick ab: "Wenn die WM nicht gewesen wäre ..."

Bei der Trainersuche des FC Bayern werden immer wieder neue Namen in den Ring geworfen. Nun soll mit Hansi Flick jedoch auch ein ehemaliger Münchener Coach wieder im Rennen sein. Mehmet Scholl, zwischen 1992 und 2007 Profi bei den Bayern, rät seinem Ex-Klub aber von einer erneuten Verpflichtung ab. "Er wäre ein Top-Kandidat gewesen - wenn die WM nicht gewesen wäre", so Scholl bei "Bild".

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Quelle: Perform

"Und diese Doku dazu ... Das muss vieler Leute Meinung über ihn geändert haben", so Scholl, der damit auf die Dokumentation "All or Nothing: Die Nationalmannschaft in Katar" nach der WM 2022 anspielte.
Diese sorgte im Anschluss für einige Schlagzeilen. "Ich halte ihn für einen großartigen Menschen und sehr, sehr guten Trainer", erklärte Scholl dennoch.
Flick habe die Bayern im November 2019 "als Trümmerhaufen übernommen, da war in den Bereichen Fitness, Zusammenhalt, Taktik so viel im Argen. Er hat daraus in einem halben Jahr eine Mannschaft geformt, die alles gewonnen hat."
Wegen dieser Leistungen (u.a. Triple-Gewinn 2020) sei Flick eigentlich "ein Topkandidat" - ohne die Geschehnisse bei der WM. Den Misserfolg der deutschen Nationalmannschaft in Katar schrieb Scholl aber auch zu maßgeblichen Teilen Flick-Co-Trainer Danny Röhl zu.

Scholl wünscht sich Zidane als Tuchel-Nachfolger

"Ich glaube, dass Flick bei der WM verrückt gemacht wurde von seinem Co-Trainer-Studenten, der ihn mit dem iPad permanent abgelenkt hat." Flick habe "ein bisschen den Überblick verloren, weil er dem falschen Mann vertraut hat".
Der ehemalige Münchener hat ohnehin einen anderen Favoriten auf die Nachfolge von Thomas Tuchel: Zinédine Zidane. "Von der Erscheinung her, von der Ausstrahlung, so wie er als Spieler war – das war das Beste und Eleganteste, was ich je gesehen habe", schwärmte der Ex-Profi.
"Von der Persönlichkeit her würde er passen. Er ist glaubwürdig, kann den Spielern was zeigen. Wenn man so Fußball spielen konnte, wie er – dann nimmt man ihm als Spieler alles ab." Einziges Problem aus Sicht von Scholl: "Bei ihm hat man natürlich ein Stück weit die Sprachbarriere."
Die Bayern hatten in den letzten Wochen bereits zahlreiche Absagen von Wunschkandidaten wie Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick erhalten.
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Quelle: Perform


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