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Union Berlin gefangen im Negativstrudel: Köpenicker lecken nach neunter Niederlage in Folge ihre Wunden
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Publiziert 25/10/2023 um 11:51 GMT+2 Uhr
Nach der neunten Niederlage in Serie leckt Union Berlin seine Wunden. Und plötzlich tun sich Nebenkriegsschauplätze auf. Der verweigerte Handschlag von David Fofana sorgte für zusätzliche Unruhe bei den kriselnden Köpenickern, auch Neuzugang Leonardo Bonucci bereitet offenbar Kopfschmerzen. Trotzdem hält man in Berlin am eigenen Weg fest - auch wenn am Wochenende ein Abstiegsplatz droht.
"Schnauze halten und abliefern": Union gibt sich nicht auf
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Das schlechte Gewissen fraß David Fofana auf. Nicht nur die neunte Niederlage in Serie hielt den Stürmer von Union Berlin wach, sein verweigerter Handschlag mit Trainer Urs Fischer schien ihn um den Schlaf zu bringen. Noch in der Nacht nach dem Rückschlag in der Champions League postete Fofana sein "Mea Culpa".
Und dennoch: In der Krise sind aus Köpenick ungewohnte Störgeräusche zu vernehmen.
"Ich möchte mich beim Klub, dem Trainer, meinen Teamkollegen und den Fans für mein Verhalten bei der Auswechslung entschuldigen", schrieb Fofana nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen die SSC Neapel bei Instagram. "Diese Geste war nicht beabsichtigt und stellt in keiner Weise meine Einstellung dar. All dies entstand aus Frustration, weil ich dem Team weiterhin helfen wollte, ein positives Ergebnis zu erzielen."
Was war passiert? Fischer hatte kurz nach dem Spiel bereits angekündigt, Fofana zum Rapport bitten zu wollen, nachdem jener bei seiner Auswechslung in der 70. Minute sichtlich frustriert an ihm vorbei gestapft war - ohne die Hand des Schweizers zu schütteln. "Es wird ein Gespräch geben", so Fischer, der sich ob der Nachfrage jedoch auch verwundert zeigte: "Ich finde es erstaunlich, dass das die erste Frage nach diesem tollen Spiel von uns ist."
Berliner Talfahrt setzt sich fort
Auch Kapitän Christopher Trimmel war bemüht, die Angelegenheit sachlich einzuordnen. "Solche Situationen wie mit David kommen auch im Fußball vor. Das sollte man nicht überbewerten", sagte der Österreicher, der in Bezug auf das Gesamtklima bei den Unionern anmerkte: "Wenn wir intern schlechte Stimmung hätten, würden wir nicht so einen Auftritt hinlegen."
In Zeiten der Talfahrt - nach der dritten Pleite im dritten Königsklassenspiel droht das Aus - entwickeln sich aus solchen Aktionen jedoch schnell Nebenkriegsschauplätze.
Hinzu kommt die Personalie Leonardo Bonucci. Der Europameister, der am Dienstag 90 Minuten auf der Bank saß, soll italienischen Medienberichten zufolge mit seiner Situation nicht einverstanden sein. Fischer zeigte sich darüber "überrascht", denn er habe "diese Woche mit Leo gesprochen. Natürlich ist er unzufrieden, ich hoffe, dass alle spielen wollen", sagte er diplomatisch.
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"Wirklich brutal": Fischer enttäuscht nach Union-Pleite
Quelle: Perform
Union droht sogar ein Abstiegsplatz
In all dem Trubel muss Fischer nun endlich einen Weg zum Sieg finden, denn sonst wird er bald selbst angezählt werden. "Dass das eine gewisse Dynamik aufnimmt, das ist logisch, mit dem muss ich als Trainer leben", sagte Fischer, der die schwerste Phase in seiner fünfjährigen Amtszeit durchmacht.
Gibt es am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) bei Werder Bremen in der Bundesliga die zehnte Pflichtspielpleite nacheinander, könnte Union sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Wie es gehen kann, zeigte Union teils sogar gegen Neapel. Besonders in der ersten Halbzeit erspielten sich die Gastgeber zahlreiche gute Chancen. "Für mich ist es, wenn wir so weitermachen, nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder gewinnen", sagte Trimmel.
Typisch für das aktuelle Union stand jedoch das Gegentor durch Giacomo Raspadori (65.), das erst durch eine Verkettung individueller Fehler ermöglicht wurde. Und dann war da ja auch noch die Geschichte mit Fofana.
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(SID)
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