Union Berlin: Urs Fischer will Spielern "auf den Sack gehen" - Champions League soll Klub nicht blenden

Union Berlin legt los. Mit dem Trainingsauftakt beginnt für das Überraschungsteam aus Köpenick die heiß ersehnte Champions-League-Saison. Doch das Erreichen der Königsklasse soll die Köpenicker keinesfalls blenden, unterstrich Trainer Urs Fischer. Vielmehr steht die Bundesliga nach wie vor im Fokus der Hauptstädter - während die Champions League ein gern gesehener Bonus bleibt.

Urs Fischer startet fokussiert in die neue Saison

Fotocredit: Getty Images

Urs Fischer konnte den Start in die historische Champions-League-Saison kaum abwarten.
Ungeduldig checkte der Trainer von Union Berlin immer wieder seine Armbanduhr, ehe seine Spieler um 10:40 Uhr mit zehn Minuten Verspätung auf den Rasen schlichen. Und gleich zum Trainingsauftakt am Mittwoch gab der Erfolgscoach seiner Mannschaft ein Versprechen.
"Ich habe ihnen einmal mehr gesagt, dass ich ihnen auch in diesem Jahr auf den Sack gehen werde", sagte ein bestens gelaunter Fischer nach der Einheit.
Platz vier in der Vorsaison? Union in der Champions League? Nein, Fischer will sich nicht darauf ausruhen, mit einem Underdog wie Union lange Unvorstellbares geschafft zu haben. Überhaupt schien Fischer noch etwas allergisch gegen das "C-Wort".

Fischer peitscht Spieler zur Höchstform

Angesprochen auf Neuzugang Mikkel Kaufmann und den Umstand, dass jener in Deutschland bislang nur für die Zweitligisten Hamburger SV und Karlsruher SC spielte und eben nicht bei einem Champions-League-Klub, entgegnete Fischer: "Bei einem Bundesligisten würde mir besser gefallen. Dieses Champions League: Am Schluss geht es um die Bundesliga. Auch wenn wir die Champions League erreicht haben. Darauf dürfen wir stolz sein, aber am Ende wird es über die Bundesliga definiert."
Um dort wieder oben mitzumischen, machte Fischer seinen Spieler sofort Dampf. Immer wieder peitschte der Schweizer das Team schon im ersten Training zu Höchsttempo - und fand klare Worte, wenn ihm etwas nicht gefiel.
"Wieso soll ich da bis in die dritte Woche warten?", so der 57-Jährige: "Es gilt vom ersten Moment an, konzentriert und mit Qualität zu arbeiten." Und dies, obwohl Fischer noch die Nationalspieler fehlten, die im Sommer im Einsatz waren.
picture

Urs Fischer

Fotocredit: Getty Images

Champions League: Union erwartet harte Brocken

Frederik Rönnow, Sheraldo Becker und Aissa Laidouni, Josip Juranovic und Neuverpflichtung Alex Kral (zuletzt von Spartak Moskau an Schalke 04 ausgeliehen) steigen in der kommenden Woche ein.
Der Rest reist am Donnerstag ins Kurztrainingslager nach Bad Saarow. Ein zweites Camp steht vom 24. Juli bis 2. August in Bramberg am Wildkogel (Österreich) auf dem Plan. Das erste Pflichtspiel folgt in der ersten DFB-Pokalrunde am 13. August beim Regionalligisten FC Astoria Walldorf.
Am Wochenende darauf startet Union gegen den FSV Mainz 05 in die Bundesliga, ehe am 31. August die Kugeln bei der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase kreisen. Erst dann wissen die Union-Fans, gegen welche Kracher ihr Team ab dem 19./20. September in der Königsklasse spielt. Fest steht, dass Union aus Topf vier gezogen wird - harte Brocken drohen also beim Debüt auf der größten aller Bühnen.
Die Entscheidung, dass Union diese einmaligen Nächte im 75.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion und nicht an der heimischen Alten Försterei (22.012) erleben wird, kann Fischer derweil nachvollziehen.
"Die handelnden Personen haben eine gute Entscheidung getroffen", sagte er, wobei er sich um die Atmosphäre in der großen und weitläufigen Schüssel keine Sorgen zu machen scheint: "Ich glaube, dass die Unioner fähig sind, im Olympiastadion für Stimmung zu sorgen." Grund genug haben sie.
(SID)
picture

"Hat das Spiel neu definiert": Das ist Rekordtorschützin Marta

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung