Bayer 04 Leverkusen glaubt trotz acht Punkten Rückstand auf den FC Bayern München an seine Meister-Chance
Update 09/02/2025 um 14:25 GMT+1 Uhr
Das torlose Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg war für Bayer 04 Leverkusen ein großer Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft. Der Rückstand auf den FC Bayern München beträgt nun acht Punkte. Ein Heimsieg am kommenden Samstag gegen den deutschen Rekordmeister ist Pflicht. Doch selbst dann wird es für die Werkself mit der Mission Titelverteidigung schwierig. Dennoch ist man zuversichtlich.
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Die Enttäuschung nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg war groß. Das Selbstvertrauen allerdings ungebrochen. Ob Bayer Leverkusen die Erfolgsserie des FC Bayern München nächsten Samstag durchbrechen kann?
"Davon gehen wir erst einmal aus, weil wir selbstbewusst sind", stellte Mittelfeldspieler Robert Andrich nach dem Remis in Niedersachsen die Geisteshaltung des Deutschen Meisters gegenüber Eurosport klar.
Doch selbst wenn das gelingen würde, betrüge der Rückstand auf die Bayern in der Tabelle noch immer fünf Punkte und ein erheblich schlechteres Torverhältnis.
Andrich klammerte sich dennoch an die Resthoffnung: "Es sind dann noch immer zwölf Spiele. Da könnte noch alles passieren." Eines ist jedenfalls klar: Der Druck lastet am kommenden Samstagabend (18:30 Uhr im Liveticker) auf der Werkself.
Hradecky: Keine Meisterschaft ohne Heimsieg
Torhüter Lukas Hradecky schätzte die Situation weniger optimistisch ein als sein Teamkollege: "Bei alles andere als einem Heimsieg können wir das (die Meisterschaft, Anm. d. Red.) abschreiben. Vielleicht können wir mit einem hoffentlichen Heimsieg ein bisschen das Momentum der Bayern stören. Danach schauen wir weiter. Ein Heimsieg ist jetzt das wichtigste Ziel."
Allerdings ist dem Torwart bewusst: "Selbst dann wird es schwierig, klar. Wir haben uns nicht vorgestellt, dass die (der FC Bayern, Anm.d.Red.) so stark spielen. Die haben einen guten Schnitt von den Punkten her. Wir spielen auch keine schlechte Saison, aber eben nicht so wie letzte Saison. Der Abstand ist leider viel zu groß geworden."
Simon Rolfes, Sportdirektor der Leverkusener, sieht in dem Spiel gegen den FC Bayern nicht die letzte Chance. "Nein, nein, es sind noch viele Spiele", erklärte der 43-Jährige.
"Dass wir uns natürlich gut vorbereiten auf die nächste Woche, ist keine Frage. Wir wollen eine Top-Leistung zeigen, auch mit der Frische und Dynamik, die uns auszeichnet. Wir sind zu Hause in der BayArena mit unserem Publikum schwer zu schlagen."
Bayern-Schreck Leverkusen?
Tatsächlich hatte die Werkself gegen den deutschen Rekordmeister zuletzt meist das bessere Ende für sich. Keines der zurückliegenden fünf Spiele konnte München für sich entscheiden. Dreimal gewann Leverkusen, zwei Spiele endeten mit einem Unentschieden.
Zuletzt siegte Leverkusen Anfang Dezember im DFB-Pokal mit 1:0 in München, nachdem die Münchner wegen eines Platzverweises von Torwart Manuel Neuer früh in Unterzahl geraten war.
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Die Ausgangssituation für das anstehende Duell am Samstag ist genau spiegelverkehrt zu dieser Woche. War Leverkusen am Mittwochabend im DFB-Pokal gefordert, während der FC Bayern unter der Woche spielfrei hatte, muss nun der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend in der Champions League bei Celtic Glasgow antreten.
Leverkusen hingegen darf die Playoffs überspringen und kann sich somit voll auf den FC Bayern fokussieren. "Ungünstig ist das nicht für uns", sagte Hradecky.
Rolfes gibt sich kampfeslustig
Rolfes kündigte an: "Wir bereiten uns ganz normal auf das Spiel vor. Wir werden mit Sicherheit das Glasgow-Spiel gucken, aber wir werden uns auch sehr auf uns selbst konzentrieren."
Alonso blickt dem Spiel zuversichtlich entgegen: "Wir spielen gegen den FC Bayern zu Hause, haben ein Topspiel und eine Topstimmung. Wir haben ein bisschen Zeit, uns zu erholen und vorzubereiten. Wir hatten jetzt vier englische Wochen in Folge. Ein bisschen Pause brauchen wir. Und von Dienstag an bereiten wir uns auf das Spiel vor."
Die Tabellenkonstellation interessiert ihn dabei nicht. "Du fragst mich nach der Tabelle und acht Punkten Vorsprung, aber ich denke nicht so viel darüber nach", sagt er gegenüber einem Journalisten.
"Wir haben unser Ziel. Und das Ziel ist es, Samstag gegen Bayern zu gewinnen. Wenn das passiert, sind es noch fünf Punkte. Das werden wir probieren."
Andrich geht ja ohnehin davon aus, dass dies gelingen wird.
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